{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2019-09-03", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2019-6_2019-09-03.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=69755&W10_KEY=3230852&nTrefferzeile=45&Template=search_result_document.html", "Checksum": "8bbe039c2b8d5aca24950b923af9c050"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2019.6", "SVG.2020.145"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 03.09.2019 AH.2019.6 (SVG.2020.145)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 03.09.2019 AH.2019.6 (SVG.2020.145)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 03.09.2019 AH.2019.6 (SVG.2020.145)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Auszahlung AHV-Guthaben (Bundesgerichtsurteil 9C_471/2020 vom 10.9.20)"}], "ScrapyJob": "446973/46/2147", "Zeit UTC": "11.04.2026 05:11:52", "Checksum": "69faf9b60606b53b9bdd0551f857c46c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 03.09.2019 AH.2019.6 (SVG.2020.145)\nRegeste:\nAuszahlung AHV-Guthaben (Bundesgerichtsurteil 9C_471/2020 vom 10.9.20)\n\n|\n|\nSozialversicherungsgericht\n|\nURTEIL\nvom 3.\nSeptember 2019\nMitwirkende\nDr. G. Thomi (Vorsitz), C. Müller,\nMLaw M. Kreis\nund\nGerichtsschreiberin Dr. B. Gruber\nParteien\nA____\n[...]\nBeschwerdeführer\nAusgleichskasse Basel-Stadt\nWettsteinplatz 1, Postfach, 4001 Basel\nBeschwerdegegnerin\nGegenstand\nAH.2019.6\nEinspracheentscheid vom 15. April\n2019\nAuszahlung AHV-Guthaben\nTatsachen\nI.\nDer Beschwerdeführer stammt aus der Türkei. 1986 reiste\ner in die Schweiz ein, wo er an der Universität [...] studierte und später eine\nFirma für Informatik-Dienstleistungen betrieb.\nIm März 2006 reiste der Beschwerdeführer in die\nTürkei. Am 19. Juni 2007 beantragte er bei der Türkischen Generaldirektion der\nSozialversicherungen (Sosyal Sigortalar Kurumlu [SSK]) die Überweisung der zu\nseinen Gunsten an die Schweizerische Alters- und Hinterlassenenversicherung\n(AHV) geleisteten Beiträge (Beschwerdeantwortbeilage [AB] 1 S. 2). In der Folge\nprüfte die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) den Antrag und verfügte am 12.\nNovember 2007 die Auszahlung der entsprechenden Beiträge für die Jahre 1986 bis\n2003 von insgesamt Fr. 41'713.85 an die SSK (AB 1 S. 2).\nAm 5. November 2008 kehrte der Beschwerdeführer in die Schweiz zurück und\nmeldete sich unter Hinweis auf psychische Probleme zum Leistungsbezug bei der\nIV-Stelle Basel-Stadt an. Diese stellte dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid\nvom 26. September 2011 zunächst eine ganze Invalidenrente ab dem 1. Oktober\n2009 in Aussicht. Später informierte sie ihn darüber, dass der Beschwerdeführer\ndie Mindestbeitragsdauer für den Bezug einer schweizerischen IV-Rente nicht\nerfülle (Beschwerdebeilage [BB] 23), da seine AHV-Beiträge auf seinen Wunsch\nhin im Jahr 2007 an die SSK überwiesen worden waren (AB\n1 S. 3). Die dagegen erhobene Beschwerde wies das\nSozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt mit Entscheid vom 12.\nDezember 2012 ab. Diesen Entscheid focht der Beschwerdeführer mit Beschwerde in\nöffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an; das Bundesgericht wies die\nBeschwerde mit Entscheid vom 29. Juli 2013 ab (Urteil des Bundesgerichts\n8C_250/2013 vom 29. Juli 2013).\nAm 30. November 2018 reichte die Sozialhilfe Basel-Stadt bei der Ausgleichskasse\nBasel-Stadt (AKBS) eine Anmeldung für den Vorbezug einer AHV-Rente ein.\nAm 29. Januar 2019 verfügte die AKBS die Ausrichtung einer\nAltersrente der AHV an den Beschwerdeführer von monatlich Fr. 232.-- ab dem\n1. März 2019 (BB 2).\nGegen die Verfügung vom 29. Januar 2019 erhob der Beschwerdeführer\nam 27. Februar 2019 Einsprache (AB 3). Mit Einspracheentscheid vom\n15. April 2019 wies die AKBS die Einsprache gegen die Verfügung vom\n29. Januar 2019 ab (AB 5).\nII.\nAm 25. Mai 2019 erhebt der Beschwerdeführer Beschwerde beim\nSozialversicherungsgericht Basel-Stadt und beantragt die Aufhebung des Einspracheentscheids\nvom 15. April 2019 und sinngemäss die Neuberechnung der AHV-Rente. Weiter\nbeantragt er die unentgeltliche Rechtspflege und den Verzicht auf die Erhebung\neines Kostenvorschusses.\nDie AKBS schliesst in der Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2019\nauf Abweisung der Beschwerde.\nIII.\nNachdem keine der Parteien die Durchführung einer\nParteiverhandlung verlangt hat, findet am 3. September 2019 die Urteilsberatung\ndurch die Kammer des Sozialversicherungsgerichts statt.\nEntscheidungsgründe\n1.\n1.1.\nDas Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ist gemäss Art. 57 des\nBundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des\nSozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit § 82 Abs. 1 des\nbasel-städtischen Gerichtsorganisationsgesetzes vom 3. Juni 2015 (GOG; SG\n154.100) und § 1 Abs. 1 des kantonalen Sozialversicherungsgerichtsgesetzes vom\n9. Mai 2001 (SVGG; SG 154.200) in sachlicher Hinsicht als einzige kantonale\nInstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die örtliche\nZuständigkeit ergibt sich aus Art. 84 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946\nüber die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10). Die\nBeschwerde wurde rechtzeitig erhoben (Art. 60 ATSG) und auch die übrigen\nformellen Beschwerdevoraussetzungen sind erfüllt. Infolgedessen ist auf die\nBeschwerde einzutreten.\n2.\n2.1.\nDer Beschwerdeführer bringt vor, die Auszahlung seines AHV-Guthabens\nan die SSK sei zu Unrecht erfolgt. Er habe die Schweiz damals aus Krankheitsgründen\nverlassen und seinen schweizerischen Wohnsitz nicht aufgegeben. Zudem sei er aufgrund\nseiner psychischen Erkrankung im Zeitpunkt seiner Antragsstellung auf\nAuszahlung der AHV-Beiträge an die SSK offensichtlich urteilsunfähig bzw. handlungsunfähig\ngewesen.\n2.2.\nDie Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, die Beiträge der vom\nBeschwerdeführer geltend gemachten Beitragszeiten von 1986 bis 2006 seien auf\ndessen Wunsch hin am 12. November 2007 der türkischen Sozialversicherung\nüberwiesen worden. Über die Rechtmässigkeit dieser Überweisung habe das Sozialversicherungsgericht\nBasel-Stadt bereits am 12. Dezember 2012 entschieden. Für die Berechnung der\nAltersrente seien lediglich die von November 2008 bis Februar 2019 entrichteten\nBeiträge massgeblich.\n3.\n3.1.\nNach Art. 18 Abs. 2 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 AHVG sind Ausländer und\nihre nicht das Schweizer Bürgerrecht besitzenden Hinterlassenen\nrentenberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der\nSchweiz haben (Art. 13 ATSG) und ihnen für mindestens ein volles Jahr\nEinkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können.\nVorbehalten bleiben die besonderen bundesrechtlichen Vorschriften über die\nRechtsstellung der Flüchtlinge und der Staatenlosen sowie abweichende\nzwischenstaatliche Vereinbarungen.\n"}