{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2018-02-12", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2017-9_2018-02-12.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=60535&W10_KEY=3230865&nTrefferzeile=46&Template=search_result_document.html", "Checksum": "fac00b5dc72bf9f01879a4437e2b5897"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2017.9", "SVG.2018.87"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 12.02.2018 AH.2017.9 (SVG.2018.87)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 12.02.2018 AH.2017.9 (SVG.2018.87)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 12.02.2018 AH.2017.9 (SVG.2018.87)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG; Haftung des Geschäftsführers einer GmbH bejaht"}], "ScrapyJob": "446973/46/2147", "Zeit UTC": "11.04.2026 05:15:14", "Checksum": "922e2da6f5b0bf718851140ff34c7c8e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 12.02.2018 AH.2017.9 (SVG.2018.87)\nRegeste:\nSchadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG; Haftung des Geschäftsführers einer GmbH bejaht\n\n|\n|\nSozialversicherungsgericht\n|\nURTEIL\nvom 12.\nFebruar 2018\nMitwirkende\nDr. G. Thomi (Vorsitz), lic. iur. M.\nSpöndlin, Dr. med. C. Karli\nund\nGerichtsschreiberin MLaw K. Zimmermann\nParteien\nA____\n[...] Beschwerdeführer\nAusgleichskasse […]\n[…] Beschwerdegegnerin\nGegenstand\nAH.2017.9\nEinspracheentscheid vom 30. Juni\n2017\nSchadenersatzverfahren nach Art.\n52 AHVG; Haftung des Geschäftsführers einer GmbH bejaht\nTatsachen\nI.\na) Die B____ GmbH mit Sitz in Basel wurde am [...] gegründet.\nIm Handelsregister wurden C____ als Gesellschafterin und Vorsitzende der\nGeschäftsführung und der Beschwerdeführer als Gesellschafter und\nGeschäftsführer eingetragen. Die B____ GmbH war mit Wirkung ab 1. Januar 2010\nals beitragspflichtige Arbeitgeberin bei der Beschwerdegegnerin angeschlossen. In\nden folgenden Jahren musste die Beschwerdegegnerin die B____ GmbH für die abzuliefernden\nAkontobeiträge immer wieder mahnen, zeitweise fortlaufend (vgl. Kontoauszug,\nBeschwerdeantwortbeilage/AB 2). Die B____ GmbH geriet zunehmend in\nZahlungsschwierigkeiten. Nach dem Ausscheiden von C____ am [...] übernahm der Beschwerdeführer\ndie Gesellschaft als alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer (vgl.\nHandelsregisterauszug, AB 1). Der Beschwerdeführer erstellte einen\nSanierungsplan und informierte die Beschwerdegegnerin über den finanziellen\nZustand der B____ GmbH. In der Folge gewährte die Beschwerdegegnerin mit insgesamt\nsieben Verfügungen verschiedene Zahlungsaufschübe (vgl. Verfügungen AB 9 bis\n15). Schliesslich führten jedoch nicht vorhergesehene Zahlungen im Bereich\nFuhrpark dazu, dass die B____ GmbH zahlungsunfähig wurde. Mit Entscheid vom 20.\nAugust 2014 eröffnete das Zivilgericht Basel-Stadt über die Gesellschaft den\nKonkurs. Mangels Aktiven wurde das Konkursverfahren mit Entscheid des\nZivilgerichts Basel-Stadt vom 13. Januar 2015 eingestellt.\nc) Die Beschwerdegegnerin wies den Beschwerdeführer mit\nSchreiben vom 20. Juni 2016 auf die offenen Sozialversicherungsbeiträge hin und\nsetzte ihm eine Frist zur Stellungnahme (vgl. AB 5). In der Folge ging bei der\nBeschwerdegegnerin keine Stellungnahme des Beschwerdeführers ein. Mit Verfügung\nvom 10. Januar 2017 forderte die Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer als Geschäftsführer\nder B____ GmbH Schadenersatz in der Höhe von Fr. 23‘247.80 für unbezahlt\ngebliebene Sozialversicherungsbeiträge (vgl. AB 6). Daran hielt die\nAusgleichskasse auf Einsprache des Beschwerdeführers, in dessen Zuge er den\nSanierungsplan einreichte (vgl. AB 7), mit Einspracheentscheid vom 30. Juni\n2017 fest (vgl. AB 8).\nII.\na) Mit Beschwerde vom 31. August 2017 wird beim\nSozialversicherungsgericht Basel-Stadt sinngemäss beantragt, es sei auf den\nSchadenersatz von Fr. 23‘247.80 vollumfänglich und/oder teilweise zu verzichten;\nunter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.\nb) In ihrer Vernehmlassung vom 3. Oktober 2017 beantragt die\nBeschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.\nc) Der Beschwerdeführer reicht keine Replik ein.\nIII.\nInnert Frist hat keine der Parteien die Durchführung einer\nmündlichen Parteiverhandlung verlangt. Am 12. Februar 2018 wird die Sache von\nder Kammer des Sozialversicherungsgerichts beraten.\nEntscheidungsgründe\n1.\n1.1.\nGemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil\ndes Sozialversicherungsrechtes vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) kann gegen\nEinspracheentscheide der Versicherungsträger Beschwerde erhoben werden. Jeder\nKanton bestellt ein Versicherungsgericht als einzige Instanz zur Beurteilung\nvon Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG). Gemäss §\n82 Abs. 1 des Gesetzes vom 3. Juni 2015 betreffend die Organisation der\nGerichte und der Staatsanwaltschaft [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG; SG\n154.100] ist das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt als einzige\ngerichtliche Instanz des Kantons zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentscheide\nder Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG sachlich zuständig.\n1.2.\nNach Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetz über die Alters- und\nHinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG; SR 831.10) ist in\nAbweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG für Beschwerden betreffend\nSchadenersatzansprüche der Ausgleichskassen das Versicherungsgericht desjenigen\nKantons zuständig, in dem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat. Nach der\nRechtsprechung ist bei Schadenersatzklagen gegen juristische Personen und deren\nOrgane die Beschwerde dort zu erheben, wo die juristische Person ihren Sitz hat\noder vor dem Konkurs hatte, und zwar ohne Rücksicht auf den Wohnsitz der in\nAnspruch genommenen Organe (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_725/2009 vom 15.\nMärz 2010 mit Hinweis auf die Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts\n[EVG, heute: Schweizerisches Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] H\n184/06 vom 25. April 2007 und H 130/06 vom 13. Februar 2007). Da die B____ GmbH\nvor dem Konkurs ihren statutarischen Sitz in Basel hatte, ist die örtliche\nZuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt gegeben. Auf die im\nÜbrigen form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten.\n2.\n2.1.\nMit der durch den Einspracheentscheid vom 30. Juni 2017 bestätigten\nVerfügung vom 10. Januar 2017 fordert die Beschwerdegegnerin vom\nBeschwerdeführer als Geschäftsführer der B____ GmbH Schadenersatz in der Höhe\nvon Fr. 23‘247.80 für unbezahlt gebliebene Sozialversicherungsbeiträge.\n"}