{"Signatur": "BS_SVG_001", "Spider": "BS_Omni", "Sprache": "de", "Datum": "2017-10-11", "HTML": {"Datei": "BS_Omni/BS_SVG_001_AH-2017-6_2017-10-11.html", "URL": "/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&WebServerUrl=&WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&OmnisLibrary=JURISWEB&OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&OmnisServer=JURISWEB,7000&Parametername=WEB&Schema=BS_FI_WEB&Source=&Aufruf=getMarkupDocument&cSprache=DE&nF30_KEY=60265&W10_KEY=3230868&nTrefferzeile=2&Template=search_result_document.html", "Checksum": "2ad640f1c8e69cba8d1511acae0ab7c4"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["AH.2017.6", "SVG.2018.46"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 11.10.2017 AH.2017.6 (SVG.2018.46)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht 11.10.2017 AH.2017.6 (SVG.2018.46)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht 11.10.2017 AH.2017.6 (SVG.2018.46)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Ville Sozialversicherungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Città Sozialversicherungsgericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Verjährung einer Schadenersatzforderung gemäss Art. 52 AHVG verneint, Verrechnung mit AHV-Rente gemäss Art. 20 Abs. 2 AHVG ist zulässig.(BGer 9C_235/2018 Urteil vom 2.7.18)"}], "ScrapyJob": "446973/46/2147", "Zeit UTC": "11.04.2026 05:15:47", "Checksum": "64ccb4fc7ab658accc74f142b838ba11", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Stadt Sozialversicherungsgericht 11.10.2017 AH.2017.6 (SVG.2018.46)\nRegeste:\nVerjährung einer Schadenersatzforderung gemäss Art. 52 AHVG verneint, Verrechnung mit AHV-Rente gemäss Art. 20 Abs. 2 AHVG ist zulässig.(BGer 9C_235/2018 Urteil vom 2.7.18)\n\n3.5.\nEs ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass vorliegend\nArt. 52 Abs. 3 AHVG lediglich eine Verjährungsfrist behandelt, von einer\nVollstreckungsfrist der Schadenersatzforderung ist im Gesetz nicht die Rede. Davon\ngeht auch das Bundesgericht aus und kommt im Sinne einer Lückenfüllung zum\nSchluss, es bestehe in analoger Anwendung von Art. 16 Abs. 2 AHVG (ZAK 1991 S.\n129 E. 2c) bzw. Art. 137 Abs. 2 OR (BGE 131 V 4) eine Vollstreckungsfrist von\n10 Jahren für Schadenersatzforderungen nach Art. 52 AHVG. Mit Blick auf die Materialien\nfragt sich indes, ob vorliegend eine (echte) Gesetzeslücke besteht, welche der\nSchliessung bedurfte (BGE 136 III 96, E. 3.3\nmit Hinweisen). Die aktuelle Regelung des Art. 52 AHVG stützt sich auf\nden Vorschlag des Bundesrates bzw. dessen vertiefte Stellungnahme zur\nparlamentarischen Initiative Sozialversicherungsrecht vom 17. August 1994. In\nder diesbezüglichen Botschaft wird ausgeführt, dass sich im Zuge der Gesamtrevision\ndes Haftpflichtrechtes eine Wiederangleichung von Art. 52 AHVG an sein Vorbild\nArt. 60 des Bundesgesetzes vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des\nSchweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht [OR]; SR\n220) sowie an Art. 23 des Bundesgesetzes vom 14. März 1958 über die Verantwortlichkeit\ndes Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten (Verantwortlichkeitsgesetz\n[VG]; SR 170.32) geradezu aufdränge (BBl 1994 V 983). Wie die Beschwerdegegnerin\nzutreffend erkannt hat, wurden deshalb abweichend von den allgemeinen\nGrundsätzen im Sozialversicherungsrecht in Art. 52 AHVG nur Verjährungsfristen\nvorgesehen. Um einer Umdeutung vorzubeugen, hat der Gesetzgeber im Gesetz\nexplizit den terminus technicus „verjährt“ verwendet und die Möglichkeit der\nUnterbrechung der Verjährungsfristen und des Einredeverzichts vorgesehen (BBl\n1994 V 984). Aufgrund dieser Entstehungsgeschichte zu Art. 52 AHVG steht somit\nfest, dass der Gesetzgeber auf eine Unterscheidung zwischen Festsetzungs- und\nVollstreckungsfrist verzichten wollte. Wird Art. 52 AHVG dem Vorerwähnten\nentsprechend ausgelegt, liegt somit keine Gesetzeslücke vor, sondern Art. 52\nAHVG regelt analog des zum Vorbild genommenen Art. 60 OR einzig die\nVerjährungsfrist. Folglich kommen vorliegend die (privatrechtlichen) Bestimmungen\nzur Unterbrechung der Verjährungsfrist zur Anwendung, von einer (absoluten)\nVollstreckungsverwirkung ist abzusehen.\n"}