{"Signatur": "BL_KG_005", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2011-01-25", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_005_100-2010-726_2011-01-25.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=ffbefcb1-e8c6-4516-bcc1-17f81a63da6e&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050987", "Checksum": "321f7a16a323936444b2edb2e201b048"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["100 2010 726", "100 10 726"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 25.01.2011 100 2010 726 (100 10 726)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Scheinverkäufe durch ein Unternehmen kurz vor Konkurs"}], "ScrapyJob": "446973/44/2337", "Zeit UTC": "11.04.2026 03:33:41", "Checksum": "c18ccc166b9dbc3577aba99989086617", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 25.01.2011 100 2010 726 (100 10 726)\nRegeste:\nScheinverkäufe durch ein Unternehmen kurz vor Konkurs\n\n\n\"4410 Abschreibung Maschinen Aufwand\" - \"1112 Anlage Werkzeuge Aktiv\" |\n4'270.00 |\n\"Ausbuchung Inventar\" |\n|\n18.1.2007 |\n\"4410 Abschreibung Maschinen Aufwand\" -\"1116 Anlage Büromobilien Aktiv\" |\n4'679.99 |\n\"Ausbuchung Inventar\" |\n|\n18.1.2007 |\n\"4410 Abschreibung Maschinen Aufwand\" - \"1117 Anlage EDV Aktiv\" |\n4'320.00 |\n\"Ausbuchung Inventar\" |\nDer Kaufvertrag vom 18. Januar 2007 zwischen der Z. GmbH und der D. AG betreffend das Inventar (Büro, Maschinen, Werkzeuge) (act. 50.01.001 f.), der Kaufvertrag vom 18. Januar 2007 zwischen der Z. GmbH und der D. AG betreffend den Transporter VW T4 (act. 50.01.27 f.) sowie der Kaufvertrag vom 18. Januar 2007 zwischen der Z. GmbH und der D. AG betreffend den Elektrogabelstapler und die vollautomatische Winkelsäge Univer 50 (act. 50.01.033 f.) trugen einen Buchhaltungsstempelaufdruck und bilden daher Buchungsbelege. Weil die Quittung vom 18. Januar 2007 der D. AG über Fr. 21'600.? fr das Inventar (act. 50.01.026), die Quittung vom 18. Januar 2007 der D. AG über Fr. 7'000.? fr den Transporter VW T4 (act. 50.01.032) sowie die Quittung vom 18. Januar 2007 der D. AG über Fr. 7'000.? fr den Elektrogabelstapler und die vollautomatische Winkelsäge Univer 50 (act. 50.01.038) gemäss Art. 962 Abs. 1 OR aufbewahrt werden mussten, stellen diese auch Buchungsbelege dar (Käfer, a.a.O., N. 44 zu Art. 962 OR).\nDie Scheinmiet- und Scheinleasinggeschäfte verbuchte der Angeklagte 1 in der Buchhaltung der D. AG (act. 40.13.008, 40.13.011, 40.13.181, 40.13.195) wie folgt:\n|\nBuchungsdatum |\nBuchungssatz |\nBetrag (in Fr.) |\nBuchungstext |\n|\n25.5.2007 |\n\"4170 Miete Maschinen Aufwand\" - \"1000 Kasse\" |\n16'342.84 |\n\"Z. GmbH\" |\n|\n25.5.2007 |\n\"4350 Leasing Fahrzeuge Aufwand\" - \"1000 Kasse\" |\n4'000.00 |\n\"Z. GmbH T4\" |\n|\n8.8.2007 |\n\"4170 Miete Maschinen Aufwand\" - \"1000 Kasse\" |\n12'257.16 |\n\"Z. GmbH\" |\n|\n8.8.2007 |\n\"4350 Leasing Fahrzeuge Aufwand\" - \"1000 Kasse\" |\n3'000.00 |\n\"Z. GmbH T4\" |\nDie Rechnung vom 25. Mai 2007 der Z. GmbH für die Nutzung des Inventars (Mobiliar, Winkelsäge, Elektrogabelstapler und Spezialmaschinen) für die Zeit von Februar bis Mai 2007 über Fr. 16'342.84 (act. 50.01.039), die Rechnung vom 25. Mai 2007 der Z. GmbH für die Nutzung des Transporters VW T4 für die Zeit von Februar bis Mai 2007 über Fr. 4'000.? (act. 50.01.043) und die Rechnung vom 8. August 2007 der Z. GmbH fr die Nutzung des Inventars (Mobiliar, Winkelsäge, Elektrogabelstapler und Spezialmaschinen) für die Zeit von Juni bis August 2007 über Fr. 12'257.16 (act. 50.01.047) trugen einen Buchhaltungsstempelaufdruck und bilden daher Buchungsbelege. Weil die Quittung vom 25. Mai 2007 von Z. über Fr. 16'342.84 (act. 50.01.042), die Quittung vom 25. Mai 2007 von Z. über Fr. 4'000.? (act. 50.01.046), die Quittung vom 8. August 2007 von Z. ber Fr. 12'257.16 (act. 50.01.050), die Rechnung vom 8. August 2007 der Z. GmbH für die Nutzung des Transporters VW T4 für die Zeit von Juni bis August 2007 über Fr. 3'000.? (act. 50.01.051) sowie die Quittung vom 8. August 2007 von Z. ber Fr. 3'000.? (act. 50.01.054) gemss Art. 962 Abs. 1 OR aufbewahrt werden mussten, stellen diese auch Buchungsbelege dar (Käfer, a.a.O., N. 44 zu Art. 962 OR).\nGesamthaft kann festgehalten werden, dass der Angeklagte 1 in der Buchhaltung der D. AG Fr. 35'600.? fiktive Einnahmen und Fr. 35'600.? fiktive Aufwendungen verbuchte und Aktiven im Wert von Fr. 35'600.? fiktiv ausbuchte. Zudem wies er in der Konkursbilanz der D. AG per 6. September 2007 Fr. 35'600.? zu wenig Anlagevermgen aus (act. 40.12.001 ff.). Demzufolge verurkundete er bei der D. AG in den entsprechenden Kontobüchern und der Konkursbilanz per 6. September 2007 rechtlich erhebliche Tatsachen wahrheitswidrig. Weil er die Kaufverträge vom 18. Januar 2007, die Quittung vom 18. Januar 2007 der D. AG über Fr. 21'600.? fr das Inventar und die Quittung vom 18. Januar 2007 der D. AG über Fr. 7'000.? fr den Transporter VW T4 unterschrieb (act. 12.01.011 f.), ist davon auszugehen, dass er diese errichtete. Aufgrund der Ausführungen in Erw. 4.6 steht fest, dass der Angeklagte 1 die Miet- und Leasingvertragsrechnungen vom 25. Mai 2007 und vom 8. August 2007 der Z. GmbH an die D. AG errichtete. Ausserdem spricht die Aussage von Z., der Angeklagte 1 habe ihm die Verträge und Quittungen unterbreitet, welche er praktisch ungelesen unterzeichnet habe (act. 12.01.031 f.), dafür, dass der Angeklagte 1 die Kaufverträge vom 18. Januar 2007, die Kaufpreisquittungen vom 18. Januar 2007 sowie die Mietzins- und Leasinggebührquittungen vom 25. Mai 2007 und vom 8. August 2007 anfertigte bzw. anfertigen liess. Weil der Angeklagte 1 somit all die genannten Verträge, Rechnungen und Quittung erstellte oder erstellen liess und diese zum Nachweis der dargestellten Verbuchungen von Scheingeschäften dienten, steht fest, dass er in den fraglichen Dokumenten rechtlich erhebliche Tatsachen falsch verurkundete oder verurkunden liess und diese als Buchungsbelege für die Buchhaltung der D. AG verwendete. Weil der Angeklagte 2 die geschilderten vom Angeklagten 1 allein begangenen Handlungen aufgrund des gemeinsamen Tatplans mittrug, hat er sich diese als Mittäter anrechnen zu lassen. Aufgrund all dessen folgt, dass die Angeklagten 1 und 2 den objektiven Tatbestand von Art. 251 Ziff. 1 StGB erfüllten.\n5.2.2 Subjektiver Tatbestand"}