Die schweizerische Rechtslehre hält es ebenfalls für sachlich begründet, eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes als Strafmilderungsgrund zu behandeln, der neben Art. 48 lit. e StGB selbständige Bedeutung beansprucht (Trechsel/Affolter-Eijsten, Praxiskommentar StGB, Art. 48 N 24; Stratenwerth, Schweiz. Strafrecht, Allgemeiner Teil II, § 6 N 59, 104; Stratenwerth/Wohlers, Handkommentar StGB, 2. Aufl., Art. 48 N 10; BSK Strafrecht I-Wiprächtiger, 2. Aufl., Art. 47 N 139, 143, Art. 48 N 37). Ferner ist das bisherige Strafabschlagsmodell zweifellos EMRK-konform (BGE 117 IV 124 E. 4.c; vgl. auch Beschluss des deutschen BHG vom 17.01.2008, GSSt 1/07, E. 15).