{"Signatur": "BL_KG_005", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2004-08-31", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_005_100-04-56_2004-08-31.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=9e535316-f079-4554-9ed5-588e095cd523&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245051087", "Checksum": "b2f121b55fa85bd20eb7cd7f3713799e"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["100 04 56", "100 2004 56"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 31.08.2004 100 04 56 (100 2004 56)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Informationspflichten der Strafuntersuchungsbehörden betreffend das Zustandekommen der Protokolle der Telefonkontrolle (Art. 29 Abs. 2 und Art. 36 BV, Art. 6 Ziff. 3 EMRK, § 40 StPO, Art. 307 StGB; E. 3.4)."}], "ScrapyJob": "446973/44/2337", "Zeit UTC": "11.04.2026 03:25:00", "Checksum": "a28a132105ef0d9d7d9251a69fab1ec5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 31.08.2004 100 04 56 (100 2004 56)\nRegeste:\nInformationspflichten der Strafuntersuchungsbehörden betreffend das Zustandekommen der Protokolle der Telefonkontrolle (Art. 29 Abs. 2 und Art. 36 BV, Art. 6 Ziff. 3 EMRK, § 40 StPO, Art. 307 StGB; E. 3.4).\n\nEntscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 31. August 2004 (100 04 56)\nInformationspflichten der Strafuntersuchungsbehörden betreffend das Zustandekommen der Protokolle der Telefonkontrolle (Art. 29 Abs. 2 und Art. 36 BV, Art. 6 Ziff. 3 EMRK, § 40 StPO, Art. 307 StGB; E. 3.4).\nSind die Aussagen des Belastungszeugens von ausschlaggebender Bedeutung, so kommt dem Anspruch des Angeklagten, diesem Fragen stellen zu können, grundsätzlich ein absoluter Charakter zu. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang nicht, dass tatsächlich eine Konfrontation stattgefunden hat, sondern vielmehr, dass dem Angeklagten die Möglichkeit zu einer solchen hätte eingeräumt werden müssen (Art. 6 Ziff. 1, Art. 6 Ziff. 3 lit. d und Art. 8 EMRK, Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV, § 38 StPO; E. 4.4 - 4.5).\nNach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung darf allein aufgrund der Protokolle der Telefonkontrolle ein Schuldspruch erfolgen (Art. 249 BStP, § 170 Abs. 1 Satz 2 und § 185 Abs. 1 StPO; E. 5.4).\nDie Voraussetzungen der Landesverweisung (Art. 55 Abs. 1 und Art. 41 Ziff. 1 StGB; E. 7.4).\nVerfassungsrecht/Verfahrensgarantien (BV, EMRK)\nSachverhalt\nMit Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Juli 2003 wurde E. H. der mehrfachen qualifizierten Zuwiderhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, der Geldwäscherei sowie der mehrfachen Zuwiderhandlung gegen das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern für schuldig erklärt und zu einer Zuchthausstrafe von 12 Jahren, unter Anrechnung der vom 30. August 2001 bis 17. Juli 2003 ausgestandenen Untersuchungshaft von 686 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 lit. a, b und c BetmG, Art. 305 bis Ziff. 1 StGB, Art. 23 Abs. 1 ANAG, Art. 68 Ziff. 1 und Art. 69 StGB. Vom Vorwurf der qualifizierten Zuwiderhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz in Bezug auf eine Menge von über 7,44 Kilogramm reinen Heroins im Anklagepunkt I sowie vom Vorwurf der Geldwäscherei im Anklagepunkt IV wurde E. H. freigesprochen. Des Weiteren wurde der Beurteilte gestützt auf Art. 55 Abs. 1 StGB für 15 Jahre unbedingt aus dem Gebiet der Schweiz verwiesen. Die bei E. H. beschlagnahmten Gegenstände wurden gemäss Art. 58 Abs. 1 StGB, das beschlagnahmte Bargeld gemäss Art. 59 Ziff. 1 StGB eingezogen und die beschlagnahmten Betäubungsmittel gestützt auf Art. 58 Abs. 2 StGB zur Vernichtung eingezogen. Zudem wurde der Beurteilte nach Art. 59 Ziff. 2 StGB zur Bezahlung von CHF 110'600.-- als Ersatzleistung an den Staat verurteilt. Schliesslich wurde er zur Tragung der Verfahrenskosten samt einer Urteilsgebühr in der Höhe von CHF 15'000.-- und der Kosten seiner Verteidigung verurteilt.\nGegen dieses Urteil erklärte E. H. mit Datum vom 26. Juli 2003 die Appellation und die Staatsanwaltschaft mit Datum vom 29. Juli 2003 die Anschlussappellation.\nErwägungen\n1.\n(…)\n2.\n(…)\n3.1 -3.3 (…)\n"}