{"Signatur": "BL_KG_003", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2012-09-19", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_003_810-12-226_2012-09-19.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=1375c294-31e6-4dc5-b280-a458b852fa33&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050929", "Checksum": "4b56c489f084d0b8196d02be0745d45e"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_003_810-12-226_2012-09-19.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=d058ac23-f94c-436b-95e3-b7e45e1d3d9e", "Checksum": "c4eae20df5213711b73e0c894365a1d0"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["810 12 226", "810 2012 226"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.09.2012 810 12 226 (810 2012 226)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kosten- und Entschädigungsfolge; Direkte Bundessteuer 2005 (Urteil des Schweizerischen Bundesgericht vom 4. 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September 2012 (810 12 226)\n____________________________________________________________________\n\nSteuern und Kausalabgaben\n\nKosten- und Entschädigungsfolge\n\nBesetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Christian Haidlauf, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber Markus Pachlatko\n\nParteien Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Eigerstrasse 65, Postfach,\n3003 Bern, Beschwerdeführerin\n\ngegen\n\nSteuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft\n(Abteilung Steuergericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin\n\nSteuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33,\nPostfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin\n\nA.____, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dr. Thomas Wyler,\nAdvokat\n\nBetreff Kosten- und Entschädigungsfolge / Direkte Bundessteuer 2005\n(Urteil des Schweizerischen Bundesgericht vom 4. Mai 2012)\nDas Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g:\n\n1. Die Ehegatten A.____ und B.____ wohnten bis zum 15. März 2005 an der\nX.____strasse 25 in C.____. Am 10. Januar 2005 meldete sich B.____ (Ehemann) per\n15. März 2005 bei der Gemeinde C.____ ab. Als neue Adresse gab er \"Weltenbummler\" an. Die\nEhefrau verblieb dagegen bis 15. Februar 2007 in C.____. Danach verlegte sie ihren Wohnsitz\nnach D.____. In der definitiven Steuerveranlagung vom 17. November 2006 betreffend direkte\nBundessteuer 2005 besteuerte die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (Steuerverwaltung) die Einkommens- und Vermögensteile des Ehemannes zusammen mit denjenigen\nder Ehefrau. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Steuerverwaltung mit Entscheid vom\n13. März 2007 ab. Gegen diesen Entscheid rekurrierte die Ehefrau am 12. April 2007 beim\nSteuergericht des Kantons Basel-Landschaft (Steuergericht). Dieses hiess den Rekurs in seinem Entscheid vom 6. Juli 2007 teilweise gut, worauf die Steuerverwaltung beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsgericht (Kantonsgericht) am 5. November 2007\nBeschwerde erhob. Das Kantonsgericht wies die Beschwerde mit Urteil vom 9. April 2008 ab.\n\nAuf die von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (EStV) am 4. Juni 2008 gegen dieses Urteil\nerhobenen Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 3. Februar 2009 nicht ein. Zur\nBegründung führte es ab, das Urteil des Kantonsgerichts stelle einen Zwischenentscheid dar,\nwobei die Voraussetzungen gemäss Art. 92 f. BGG zur Anfechtung eines solchen Entscheids\nnicht erfüllt seien.\n\nIn Umsetzung des Urteils des Kantonsgerichts vom 9. April 2008 veranlagte die kantonale\nSteuerverwaltung die Ehefrau am 24. Juni 2008 neu und bestätigte dies mit Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2009. Die von der EStV betreffend die direkte Bundessteuer erhobenen Rechtsmittel wurden vom Steuergericht am 9. Juli 2010 und vom Kantonsgericht am\n20. April 2011 abgewiesen.\n\n2. Mit Urteil vom 4. Mai 2012 (2C_223/2011) wurde die von der EStV beim Bundesgericht\nerhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten betreffend die direkte Bundessteuer gutgeheissen und das Urteil des Kantonsgerichts vom 20. April 2011 aufgehoben. Im\nWeiteren wurde die Angelegenheit zur Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen im\nkantonalen Verfahren an das Kantonsgericht zurückgewiesen.\n\n3. Gemäss § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über die Verfassung- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 sowie Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 1\ndes Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 auferlegt\ndas Kantonsgericht in Steuerstreitigkeiten die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei. Keine Verfahrenskosten zu entrichten haben die Vorinstanzen, ausser wenn die kantonalen Behörden gemäss dem Verwaltungsverfahrensgesetz Basel-Landschaft vom 13. Juni 1988 und\ndie Gemeinden das Kantonsgericht in Anspruch nehmen (§ 20 Abs. 3 und 4 VPO), was vorliegend nicht der Fall war. Nachdem die Beschwerdeführerin mit ihren Begehren gemäss Urteil\n\nSeite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht\ndes Bundesgerichts vom 4. Mai 2012 durchgedrungen ist, gehen die Verfahrenskosten in der\nHöhe von Fr. 1'400.-- neu zulasten von A.____.\n\n4. Gemäss § 21 Abs. 3 VPO sowie Art. 144 Abs. 4 DBG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1\ndes Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) vom 20. Dezember 1968 kann\nbei Beschwerden in Steuersachen der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug\neines Vertreters bzw. einer Vertreterin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der\nGegenpartei zugesprochen werden. Die ESTV zog im Verfahren vor dem Kantonsgericht keinen Vertreter bzw. keine Vertreterin bei. Die Kosten sind demnach wettzuschlagen.\n\n5. Im Übrigen wird die vorliegende Sache an das Steuergericht zurückgewiesen, damit\ndieses über die Verlegung der ordentlichen und ausserordentlichen Kosten sowohl des Rekursals auch des Einspracheverfahrens befindet.\n\nDemgemäss wird e r k a n n t :\n\n://: 1. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden A.____\nauferlegt.\n\n2. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.\n\n"}