{"Signatur": "BL_KG_003", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2012-02-15", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_003_810-11-330_2012-02-15.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=916d1e76-8a26-4615-aef8-77577462fd25&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050968", "Checksum": "0e19ee95ffb8f1babaea70ddf98a6854"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_003_810-11-330_2012-02-15.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=fcd97e50-2783-4610-bb0b-ab50363c7ad2", "Checksum": "455b620cdb2e9ebd7d801c130d7c2fee"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["810 11 330", "810 2011 330"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 15.02.2012 810 11 330 (810 2011 330)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Aufenthaltsbewilligung (RRB Nr. 1244 vom 06. 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Februar 2012 (810 11 330)\n____________________________________________________________________\n\nAusländerrecht\n\nAufenthaltsbewilligung\n\nBesetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus\nClausen, Bruno Gutzwiller, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl,\nGerichtsschreiberin Julia Kempfert\n\nParteien A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicolas\nRoulet, Advokat\n\ngegen\n\nRegierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Beschwerdegegner\n\nBetreff Aufenthaltsbewilligung (RRB Nr. 1244 vom 06. September 2011)\n\nA. B.____, geboren 1960, und ihr Ehemann, A.____, geboren 1959, beide Bürger der\nRepublik Serbien und der Roma-Ethnie zugehörig, reisten im Jahr 2002 illegal in die Schweiz\nein und stellten im selben Jahr Asylanträge. Das Bundesamt für Flüchtlinge (heute: Bundesamt\nfür Migration [BFM]) lehnte beide Asylgesuche mit Entscheid vom 30. Oktober 2003 ab und verfügte gleichzeitig die Wegweisung aus der Schweiz bis spätestens am 5. Januar 2004. Eine\ndagegen von B.____ und A.____ am 28. November 2003 erhobene Beschwerde wies die\nSchweizerische Asylrekurskommission (heute zuständige Beschwerdeinstanz: Bundesverwaltungsgericht) mit Urteil vom 25. September 2006 ab. Gestützt auf diesen Entscheid setzte das\nBFM am 28. September 2006 B.____ und A.____ eine neue Frist bis zum 24. November 2006\num die Schweiz zu verlassen. Das von B.____ und A.____ am 10. November 2006 eingereichte\nGesuch um Verlängerung der Ausreisefrist wurde vom BFM am 29. November 2006 abgelehnt\nund die bestehende Ausreisefrist bestätigt. Schliesslich wurde das Gesuch von B.____, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, Advokat, vom 21. Dezember 2006 um Wiedererwägung der Wegweisungsverfügung vom 30. Oktober 2003 durch das BFM mit Entscheid vom\n29. Dezember 2006 abgewiesen. Dagegen erhob B.____, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet,\nam 1. Februar 2007 (Poststempel) Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Mit Zwischenverfügung vom 2. Februar 2007 setzte das Bundesverwaltungsgericht den Vollzug der\nWegweisung vorsorglich aus. Schliesslich wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde\nmit Urteil vom 2. September 2010 ab.\n\nMit Gesuch vom 23. September 2008 beantragte B.____, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet,\nbeim Amt für Migration Basel-Landschaft (AfM) die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund einer schwerwiegenden persönlichen Notlage, beziehungsweise diesen Antrag dem BFM\nzu unterbreiten. Das AfM teilte B.____ mit Schreiben vom 9. September 2010 mit, dass ihrem\nGesuch nicht entsprochen werde.\n\nAm 16. September 2010 reichten B.____ und A.____, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, ein\nGesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Familie der Tochter\nC.____ ein. C.____ und ihr Ehemann D.____ sind seit dem Jahr 1995 in der Schweiz. Sie wurden im Oktober 2006 nach zwei Asylverfahren vorläufig aufgenommen und erhielten im Juni\n2008 im Rahmen einer Härtefallprüfung eine Aufenthaltsbewilligung. C.____ und D.____ haben\ndrei Kinder, E.____, geboren 1995, F.____, geboren 1998, und G.____, geboren 2006. Alle\nFamilienmitglieder sind im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung.\n\nDas AfM verweigerte mit Verfügung vom 7. März 2011 die beantragten Aufenthaltsbewilligungen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass sich B.____ und A.____ weder\nauf Art. 8 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und\nGrundfreiheiten (EMRK) noch auf das Übereinkommen über die Rechte des Kindes (UN-\nKinderrechtskonvention) vom 20. November 1989 berufen könnten, da sie nicht zur eigentlichen\nKernfamilie gehören würden und auch nicht auf die Betreuung durch ihre Tochter angewiesen\nseien. Zudem könne auch B.____ aufgrund ihrer psychischen Verfassung ihre Tochter nicht\nunterstützen. Das Vorliegen eines Härtefalls gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes\nüber die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG) vom 16. Dezember 2005\ni.V.m. Art. 31 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24.\nOktober 2007 wurde verneint, da von B.____ und A.____ keine eigentliche Notlage geltend\ngemacht worden sei. Einzig die finanzielle Unterstützung durch die Tochter sei angeführt worden, wobei eine solche Unterstützung auch im Heimatland weitergeführt werden könne. Unter\nHinweis auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. September 2010 wurde schliesslich eine Rückkehr nach Serbien als zumutbar bezeichnet.\n\n"}