{"Signatur": "BL_KG_003", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2013-01-23", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_003_810-11-146_2013-01-23.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=209815be-0dd2-4654-a576-ea3092695500&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050911", "Checksum": "37b1ddc8bab61d0781c1bfde557e6312"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_003_810-11-146_2013-01-23.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=df26f4ce-916e-4965-b568-40099f3c7f62", "Checksum": "3ba7f00e3821628d83b8348476c72b39"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["810 11 146", "810 2011 146"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.01.2013 810 11 146 (810 2011 146)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Zonenplan und Zonenreglement Landschaft, Strassennetzplan Landschaft und Mutation Zonenplan Siedlung, Grünzone Schänzli, Gemeinde Muttenz (RRB Nr. 0478 vom 05. 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Nach ständiger Rechtsprechung des Kantonsgerichts kann sich eine Gemeinde auf\ndiese besondere Ermächtigung zur verwaltungsgerichtlichen Beschwerde nur im Zusammenhang mit aufsichtsrechtlichen Massnahmen des Kantons berufen, nicht jedoch, wenn die Behörde des Kantons als Rechtsmittelinstanz entschieden hat (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 5. September 2007 [2006/199] E. 2.3;\nvom 18. April 2007 [2006/303] E. 2.4.2; vom 6. September 2006 [2006/65] E. 1f/bb; vgl. auch\nBasellandschaftliche Verwaltungsgerichtsentscheide [BLVGE] 1996 S. 33; 1998/1999 S. 194;\nUrteile des Verwaltungsgerichts Basel-Landschaft [VGE] vom 13. Juni 2001 [99/344]; vom\n18. Dezember 2002 [2002/188]). In der Literatur wird in diesem Zusammenhang ausdrücklich\nauch die Ortsplanung unter Verweis auf § 2 RBG genannt (vgl. DANIEL SCHWÖRER, Bezirke und\nGemeinden, in: Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons Basel-Landschaft, Liestal 1998,\nS. 250). Die Genehmigung bzw. vorliegend die Nichtgenehmigung von Teilen der kommunalen\nOrtsplanung bzw. deren Zonenreglemente kann somit gestützt auf § 47 Abs. 1 lit. c VPO von\nder vollziehenden Behörde der Gemeinde angefochten werden. Die Regel der obligatorischen\nBeteiligung am Einspracheverfahren vor dem Regierungsrat gemäss § 47 Abs. 2 VPO gilt für\ndie zwangsläufig verfahrensbeteiligte Gemeinde nicht. Damit ist die Gemeinde zur Erhebung\nder verwaltungsgerichtlichen Beschwerde gemäss § 47 Abs. 1 lit. c VPO legitimiert. Ob vorliegendenfalls auch die Beschwerdebefugnis nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO gegeben wäre, kann\nsomit offen bleiben.\n\n3. Nach § 41 VPO können die Einwohner- und Bürgergemeinden Verfügungen und Entscheide letztinstanzlicher Verwaltungsbehörden des Kantons wegen Verletzung der Gemeindeautonomie beim Verfassungsgericht anfechten (Abs. 1). Zur Beschwerde ist die vollziehende\nBehörde der Gemeinde berechtigt (Abs. 2).\n\nDa die allgemeineren Charakter aufweisende Autonomiebeschwerde nach der Rechtsprechung\ndes Kantonsgerichts durch das spezielle Institut der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss\nden §§ 43 ff. VPO verdrängt wird (VGE vom 29. März 2000 [2000/15]; KGE VV vom 5. November 2008 [810 08 57] E. 2; vom 26. Juni 2003 [2001/394]; vom 21./28. April 2004 [2003/135]\nE. 1.f; vom 18. April 2007 [2006/303] E. 2.4.1; vom 5. September 2007 [2006/199] E. 2; vom\n17. Oktober 2007 [2007/155] E. 2.3), ist auch irrelevant, ob die Gemeinde zur Erhebung der\nAutonomiebeschwerde befugt ist, was jedoch vorliegendenfalls ohne weiteres zu bejahen wäre.\n\n4. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen gemäss § 43 ff. VPO erfüllt sind, ist\ndie Beschwerde der Gemeinde als verwaltungsgerichtliche Beschwerde entgegenzunehmen\nund zu behandeln. An dieser Stelle gilt es nochmals festzuhalten, dass anlässlich der Parteiverhandlung vom 28. November 2012 im Einverständnis der Parteien das Verfahren bezüglich\nder Beschwerde gegen den Regierungsratsbeschluss Nr. 478 vom 5. April 2011 aufgeteilt wurde in ein Verfahren betreffend \"Schänzli\" und ein Verfahren betreffend \"Lachmatt\" und das\nletztgenannte Verfahren bis zum Widerruf durch eine der Parteien sistiert wurde. Da bis heute\n\nSeite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht\nkeine der Parteien die Sistierung des letztgenannten Verfahrens widerrufen hat, ist Gegenstand\nder heutigen Verhandlung und des vorliegenden Urteils einzig die Behandlung der Beschwerde\nbetreffend \"Grünzone Schänzli\".\n\nII. Kognition\n\n1.1. Die Kognition des Kantonsgerichts ist gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO grundsätzlich auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens\nsowie unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts beschränkt. Die Unangemessenheit kann nach § 45 Abs. 1 lit. c VPO nur in den in dieser Bestimmung genannten Ausnahmefällen überprüft werden. Entscheide betreffend Nutzungspläne und die dazugehörigen\nZonenreglemente fallen nicht darunter. Es stellt sich die Frage, ob diese Regelung im vorliegenden Fall den Anforderungen des übergeordneten Rechts genügt.\n\n"}