{"Signatur": "BL_KG_003", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2012-02-01", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_003_810-10-347_2012-02-01.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=c2a215ee-4f14-4c52-b7cf-9a8f77fb69e2&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050968", "Checksum": "3ec4864935953804b0d748d5489271b2"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_003_810-10-347_2012-02-01.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=4b58ee67-acd7-42b7-8762-2bd7cfafb2ae", "Checksum": "dfdff1b688730367d3e8b9950041a747"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["810 10 347", "810 2010 347"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 01.02.2012 810 10 347 (810 2010 347)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung (RRB Nr. 921 vom 29. Juni 2010)"}], "ScrapyJob": "446973/44/2337", "Zeit UTC": "11.04.2026 03:37:37", "Checksum": "b9930cf7f8747c0b2c475d70e29ec19c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 01.02.2012 810 10 347 (810 2010 347)\nRegeste:\nNichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung (RRB Nr. 921 vom 29. Juni 2010)\n\n6.1 In einem weiteren Schritt gilt es zu beurteilen, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung einen Eingriff in das nach Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom\n4. November 1950 sowie Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) vom 18. April 1999 geschützte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens des Beschwerdeführers darstellt,\nwobei Art. 13 Abs. 1 BV inhaltlich gleichwertig zu Art. 8 Ziff. 1 EMRK ist (BGE 126 II 425\nE. 4c/bb). Diese Garantien können namentlich dann verletzt sein, wenn einer ausländischen\nPerson, deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit\ndas gemeinsame Familienleben vereitelt wird. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu\nArt. 8 EMRK müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehörigen über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie das Schweizer Bürgerrecht\noder eine Niederlassungsbewilligung besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen,\ndie ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht. Zudem müssen diese Personen zur\nKernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, minderjährige Kinder) gehören, und\nes muss eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143\nE. 1.3.1 S. 145, BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 oder BGE 127 II 60 E. 1d/aa S. 64 f.). Bezüglich\ndes Familienlebens ist der Schutzbereich von Art. 8 EMRK grundsätzlich nicht auf die Kernfamilie beschränkt, sondern erfasst vielmehr die Beziehung zwischen allen nahen Verwandten, die\nin der Familie eine wesentliche Rolle spielen können (STEPHAN BREITENMOSER, Der Schutz der\nPrivatsphäre gemäss Art. 8 EMRK, Basel/Frankfurt a. M. 1986, S. 109 f.; ACHIM BRÖTEL, Der\nAnspruch auf Achtung des Familienlebens, Baden-Baden 1991, S. 51; PETER MOCK, Mesures\nde police des étrangers et respect de la vie privée et familiale, in: ZSR 112 I/1993, S. 100;\nMARTINA PALM-RISSE, Der völkerrechtliche Schutz von Ehe und Familie, Berlin 1990, S. 209 f.;\nKASPAR TRAUB, Familiennachzug im Ausländerrecht, Diss. Basel 1992, S. 32; LUZIUS\nW ILDHABER, Internationaler Kommentar zur Europäischen Menschenrechtskonvention, Art. 8,\nKöln/Berlin/Bonn/München 1992, N 388 ff.). Geht es um Personen, die nicht der eigentlichen\nKernfamilie zuzurechnen sind, kommt es – in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung der\nStrassburger Organe (BREITENMOSER, a.a.O., S. 110; BRÖTEL, a.a.O., S. 51; MOCK, a.a.O.,\nS. 100; PALM-RISSE, a.a.O., S. 209 f.; W ILDHABER, a.a.O., N 389) – darauf an, ob der um die\nfremdenpolizeiliche Bewilligung ersuchende Ausländer in einem so engen Verhältnis zu den\nhier Anwesenheitsberechtigten steht, dass von einem Abhängigkeitsverhältnis die Rede sein\nkann. Nicht unter den Begriff der eigentlichen Kernfamilie fällt zudem die Beziehung von volljährigen Kindern zu ihren Eltern (BGE 120 Ib 61 E. 1e unter Hinweis auf ein unveröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 1991 in Sachen O.)\n\n6.2 Wie den Verfahrensakten zu entnehmen ist, wurde dem Beschwerdeführer und seiner\nEhefrau mit Urteil des Bezirksgerichts E.____ vom 12. Februar 2004 das Getrenntleben bewilligt. Im Gutachten der UPK vom 6. April 2011 wurde festgehalten, dass der Einbezug der Ehefrau in die therapeutischen Behandlungen des Beschwerdeführers als kontraindiziert angesehen werde, zumal davon auszugehen sei, dass die Ehefrau durch das Verhalten des Be-\n\n"}