{"Signatur": "BL_KG_002", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-10-18", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_002_710-17-270---272_2017-10-18.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=2b7d3dc6-e2af-43df-8f0b-ecbc0c1200e9&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050610", "Checksum": "cc964dbaf3605f231d036556c3da10ff"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_002_710-17-270---272_2017-10-18.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=410fb05c-817e-4ec2-9882-604a55f07d0b", "Checksum": "e5eb08578c03d50a4bea3b5d1309ecdd"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["710 17 270 / 272"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.10.2017 710 17 270 / 272"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Abteilung Sozialversicherungsrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Abteilung Sozialversicherungsrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beiträge"}], "ScrapyJob": "446973/44/2337", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:46:26", "Checksum": "0f575c1a66712527028c2a0afa2e448b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.10.2017 710 17 270 / 272\nRegeste:\nBeiträge\n\nEntscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht\n\nvom 18. Oktober 2017 (710 17 270 / 272)\n____________________________________________________________________\n\nAlters- und Hinterlassenenversicherung\n\nBei der Bemessung des AHV-rechtlich massgebenden Vermögens gemäss Art. 29 Abs. 3\nAHVV sind die interkantonalen Repartitionswerte zu berücksichtigen.\n\nBesetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann\n\nParteien A.____, Beschwerdeführerin\n\ngegen\n\nAusgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109,\n4102 Binningen, Beschwerdegegnerin\n\nBetreff Beiträge\n\nA. Mit Verfügung vom 31. Mai 2017 stellte die Ausgleichskasse Basel-Landschaft (Ausgleichskasse) der im August 1951 geborenen A.____ für die Periode vom 1. Januar 2015 bis\n31. August 2015 – unter Anrechnung bereits fakturierter Rechnungen von Fr. 3‘713.45 – persönliche AHV/IV/EO-Beiträge für Nichterwerbstätige in Höhe von insgesamt Fr. 535.80 (inkl.\nVerwaltungskosten) in Rechnung. Daran hielt sie auch auf Einsprache der Versicherten hin mit\nEntscheid vom 28. August 2017 fest.\nB. Hiergegen erhob A.____ am 8. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht,\nAbteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids. Zur Begründung hielt sie im Wesentlichen fest, dass das massgebende Vermögen nicht korrekt bemessen worden sei.\n\nC. Mit Vernehmlassung vom 21. September 2017 schloss die Ausgleichskasse auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids.\n\nDie Präsidentin zieht i n E r w ä g u n g :\n\n1.1 Gemäss Art. 84 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung\n(AHVG) vom 20. Dezember 1946 entscheidet über Beschwerden gegen Einspracheentscheide\nkantonaler Ausgleichskassen das Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid der Ausgleichskasse\nBasel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut\n§ 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO)\nvom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 8. September 2017 ist einzutreten.\n\n1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts durch Präsidialentscheid Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall liegt der strittige Betrag unter dieser Grenze, weshalb der Entscheid über die Beschwerde der Versicherten in die Kompetenz der präsidierenden Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts fällt.\n\n2.1 Der obligatorischen Alters- und Hinterlassenenversicherung unterstehen gemäss\nArt. 1a Abs. 1 lit. a AHVG die natürlichen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Nach Art. 3\nAbs. 1 AHVG sind die Versicherten beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausüben.\nFür Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und sie dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer das\n65. Altersjahr vollendet haben. Personen, welche über die Alters- und Hinterlassenenversicherung versichert sind, sind auch nach Massgabe des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 versichert (Art. 1b IVG). Schliesslich unterstellt auch Art. 27\nAbs. 1 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft\n(EOG) vom 25. September 1952 die in Art. 3 AHVG genannten Versicherten der Beitragspflicht.\n\n2.2 Nichterwerbstätige hatten im hier zur Diskussion stehenden Beitragsjahr 2015 je nach\nihren sozialen Verhältnissen einen persönlichen AHV/IV/EO-Beitrag von Fr. 480.-- bis\nFr. 24‘000.-- pro Jahr zu bezahlen (Art. 10 Abs. 1 Satz 1 AHVG, Art. 3 Abs. 1bis IVG, Art. 27\nAbs. 2 Satz 4 EOG; je in der hier anwendbaren, bis 31. Dezember 2015 gültig gewesenen Fas-\n\nSeite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht\nsung). Über die Beitragsbemessung hat der Bundesrat gestützt auf Art. 10 Abs. 3 AHVG nähere\nVorschriften erlassen: Art. 28 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 bestimmt, dass sich die Beiträge der Nichterwerbstätigen, die mehr als den jährlichen Mindestbeitrag zu entrichten haben, aufgrund ihres Vermögens\nund Renteneinkommens bemessen, wobei die Beiträge nach der in Art. 28 Abs. 1 AHVV enthaltenen Tabelle berechnet werden. Verfügen Nichterwerbstätige gleichzeitig über Vermögen und\nRenteneinkommen, so wird der jährliche Rentenbetrag mit 20 multipliziert und zum Vermögen\nhinzugerechnet (Art. 28 Abs. 2 AHVV). Für die Berechnung des Beitrages ist dieser Betrag\nschliesslich auf die nächsten Fr. 50'000.-- abzurunden (Art. 28 Abs. 3 AHVV). Die Artikel 28 bis\n30 AHVV, mithin die in Art. 28 Abs. 1 AHVV enthaltene Berechnungstabelle, gelten dabei in den\nBereichen der Invalidenversicherung und der Erwerbsersatzordnung sinngemäss (Art. 1bis\nAbs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961, Art. 36\nAbs. 2 der Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz [EOV] vom 24. November 2004).\n\n"}