{"Signatur": "BL_KG_002", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2014-02-20", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_002_710-13-322---52_2014-02-20.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=5febacd1-0a9d-419c-a73b-8394545aeb12&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050841", "Checksum": "bf6cab038cfcb2997a15dfb72f360397"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_002_710-13-322---52_2014-02-20.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=858851f4-c3e6-47a8-9843-847f787169ec", "Checksum": "583888c244580b1b52f8133cec5dd6d5"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["710 13 322 / 52", "710 2013 322 / 52"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.02.2014 710 13 322 / 52 (710 2013 322 / 52)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Abteilung Sozialversicherungsrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Abteilung Sozialversicherungsrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schadenersatz"}], "ScrapyJob": "446973/44/2337", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:03:18", "Checksum": "8e3c8107150e1c094228bd6b3f1c7a37", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.02.2014 710 13 322 / 52 (710 2013 322 / 52)\nRegeste:\nSchadenersatz\n\nEntscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht\n\nvom 20. Februar 2014 (710 13 322 / 52)\n____________________________________________________________________\n\nAlters- und Hinterlassenenversicherung\n\nSchadenersatz, tatsächlicher Austritt aus dem Verwaltungsrat massgebend\n\nBesetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrichter Michael Guex, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann\n\nParteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Urs Grob, Advokat, Advokatur und Notariat Stadthof, Hauptstrasse 47, 4153 Reinach 1\n\ngegen\n\nAusgleichskasse Wirtschaftskammer 114, Viaduktstrasse 42,\nPostfach, 4002 Basel, Beschwerdegegnerin\n\nBetreff Schadenersatz\n\nA.1 Der 1945 geborene A.____ war in der 1986 gegründeten B____AG mit Sitz in X.____\nMitglied des Verwaltungsrats. Als Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer fungierte sein\nSchwager C.____. Mit Verfügung vom 7. März 2013 eröffnete der Konkursrichter des Bezirksgerichts Y.____ den Konkurs über die B____AG.\nA.2 Mit Verfügung vom 11. September 2013 forderte die Ausgleichskasse Wirtschaftskammer 114 (Ausgleichskasse) gegenüber A.____ in seiner Eigenschaft als Mitglied des Verwaltungsrats Schadenersatz in der Höhe von Fr. 12‘525.75 für entgangene Sozialversicherungsbeiträge. Daran hielt sie auch auf Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid vom\n18. Oktober 2013 fest.\n\nB. Hiergegen erhob A.____ am 7. November 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht,\nAbteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). In seiner verbesserten Beschwerdeeingabe vom 21. November 2013 beantragte er, nunmehr vertreten durch Advokat Urs Grob, in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 18. Oktober 2013 sei festzustellen, dass er der Beschwerdegegnerin keinen Schadenersatz aus dem Konkurs der B____AG zu bezahlen habe;\nunter o/e- Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Advokat Grob als unentgeltlichen Rechtsbeistand. Zur Begründung liess er im Wesentlichen ausführen, dass er ab Februar/März 2010 zufolge Pensionierung\nnicht mehr als Verwaltungsrat der B____AG tätig gewesen sei und deshalb für den entstandenen Schaden nicht haftbar gemacht werden könne.\n\nC. In ihrer Vernehmlassung vom 9. Dezember 2013 schloss die Ausgleichskasse auf Abweisung der Beschwerde.\n\nD. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 20. Februar 2013, an welcher auch C.____ als\nAuskunftsperson befragt wurde, hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.\n\nDas Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :\n\n1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechtes (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger Beschwerde erhoben werden. Jeder Kanton bestellt ein Versicherungsgericht\nals einzige Instanz zur Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung\n(Art. 57 ATSG). Laut § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und\nVerwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Kantonsgericht als einzige\ngerichtliche Instanz des Kantons zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG sachlich zuständig.\n\n1.2 Nach Art. 52 Abs. 5 AHVG ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG für Beschwerden betreffend Schadenersatzansprüche der Ausgleichskassen das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat, beziehungsweise die\nals Arbeitgeberin auftretende juristische Person ihr statutarisches Domizil hat, ungeachtet des\njeweiligen Wohnsitzes der in Anspruch genommenen Organe. Da die B____AG ihren statutarischen Sitz in X.____ hatte, ist auch die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben.\n\n2. Streitig ist, ob der Beschwerdeführer für die Beitragsausstände der Gesellschaft gegenüber der Ausgleichskasse haftbar gemacht werden kann.\n\n"}