{"Signatur": "BL_KG_002", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2023-06-29", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_002_120-22-262---151_2023-06-29.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=39318205-1688-46fa-8df0-67fcc4f98b74&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050279", "Checksum": "bbeea17dda3deb6a94571a73bd3c3b30"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_002_120-22-262---151_2023-06-29.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=f855d40b-bd9c-4bed-9c99-236faac42245", "Checksum": "cabb2824f69cbeaf02e75bae7fd095fd"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["120 22 262 / 151", "120 2022 262 / 151"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.06.2023 120 22 262 / 151 (120 2022 262 / 151)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne  Abteilung Sozialversicherungsrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna  Abteilung Sozialversicherungsrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "IV-Rente"}], "ScrapyJob": "446973/44/2337", "Zeit UTC": "11.04.2026 05:41:35", "Checksum": "bd548fc05a816a4c05993461073171a9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.06.2023 120 22 262 / 151 (120 2022 262 / 151)\nRegeste:\nIV-Rente\n\nEntscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht\n\nvom 29. Juni 2023 (120 22 262 / 151)\n____________________________________________________________________\n\nInvalidenversicherung\n\nLeidensbedingter Abzug\n\nBesetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Susanne Afheldt,\nKantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz\n\nParteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Monica Armesto, Advokatin, Advokatur Armesto GmbH, Hauptstrasse 31, Postfach 169,\n5070 Frick\n\ngegen\n\nIV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin\n\nBetreff IV-Rente\n\nA. Der 1966 geborene A.____ arbeitete als Maschinist in einem 100 %-Pensum. Daneben\nwar er rund 2 x 3 Stunden pro Woche als Unterhaltsreiniger tätig. Am 22. Mai 2013 stürzte er bei\nder Arbeit auf der Baustelle von einer Leiter und zog sich eine Calcaneustrümmerfraktur am linken Fuss zu. In der Folge musste er sich diversen Fussoperationen unterziehen. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom\n16. Januar 2020 sprach sie A.____ gestützt auf das Gutachten von Dr. med. B.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 27. Juni 2018 und einer attestierten vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades\nvon 25 % zu.\n\nNachdem sich A.____ mit Gesuch vom 6. Februar 2014 auch bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet hatte, klärte die IV-Stelle Basel-Landschaft\n(IV-Stelle) den Sachverhalt ab und stellte mit Verfügung vom 29. Juni 2020 fest, dass Anspruch\nauf eine befristete Invalidenrente vom 1. August 2014 bis 31. Dezember 2014 bestehe. Gegen\ndiese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monica Armesto, Beschwerde ans\nKantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), woraufhin die IV-Stelle die\nangefochtene Verfügung lite pendente aufhob und weitere medizinische Abklärungen vornahm.\nGestützt auf das von ihr eingeholte polydisziplinäre Gutachten der Medizinischen Gutachterzentrum Region St. Gallen GmbH (MGSG) vom 21. Juli 2021 lehnte die IV-Stelle schliesslich mit\nVerfügung vom 15. August 2022 einen Anspruch von A.____ in Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensangepassten Tätigkeit bis 31. Januar 2020 und eines ermittelten Invaliditätsgrades von 21 % beziehungsweise einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ab 1. Februar\n2020 und eines Invaliditätsgrades von 37 % ab.\n\nB. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monica Armesto, mit Eingabe vom\n15. September 2022 Beschwerde ans Kantonsgericht. Er beantragte, die Verfügung vom 15. August 2022 sei aufzuheben und die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihm mit Wirkung ab 1. Mai 2014\nmindestens eine halbe Invalidenrente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 50 % auszurichten. Zur Begründung führte er an, dass das polydisziplinäre Gutachten der MGSG vom 21.\nJuli 2021 nicht beweiskräftig sei. Namentlich wiesen das orthopädische und das psychiatrische\nTeilgutachten Widersprüche auf. Um die Arbeitsfähigkeit rechtsgenüglich beurteilen zu können,\nsei ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten einzuholen.\n\nC. Mit Vernehmlassung vom 23. November 2022 beantragte die IV-Stelle die Abweisung\nder Beschwerde.\n\nDas Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :\n\n1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)\nvom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des\nKantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die\nVerfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das\nKantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der\nvorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 15. September 2022 ist demnach einzutreten.\n\nSeite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht\n2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung\ndes IVG (\"Weiterentwicklung der IV\", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung\nerging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung der Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 Anwendung. Erfolgt die Verfügung über die erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022,\nwelche aber einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022 betrifft, sind die Bestimmungen des\nIVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 massgebend (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar\n2022, Rz. 9101; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen\nRentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Die Bestimmungen werden\nim Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.\n\n"}