{"Signatur": "BL_KG_001", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2014-03-04", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_001_400-13-296_2014-03-04.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=a920021b-b818-4f57-9581-5114cdc10a5b&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050841", "Checksum": "1cc4fccb14002eb1e732ba19a2d837f8"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_001_400-13-296_2014-03-04.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=59f2c956-dcca-448b-81c3-2afd079af055", "Checksum": "fabaa13d2b66229acebc4119ad4b3102"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["400 13 296", "400 2013 296"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 04.03.2014 400 13 296 (400 2013 296)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 04.03.2014 400 13 296 (400 2013 296)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 04.03.2014 400 13 296 (400 2013 296)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Obligationenrecht allg. / Forderung"}], "ScrapyJob": "446973/44/2337", "Zeit UTC": "11.04.2026 04:03:44", "Checksum": "9c26d8908e73dd22e0dc38a0fab7a88d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 04.03.2014 400 13 296 (400 2013 296)\nRegeste:\nObligationenrecht allg. / Forderung\n\n4. Auf welche Teile eines Vertrags sich die Beurkundungspflicht erstreckt, geht aus dem\nGesetz nicht hervor. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bezieht sich der Formzwang\nauf alle objektiv und subjektiv wesentlichen Vertragsinhalte, welche unmittelbar den Kaufrechtsvertrag betreffen. Der Formzwang erstreckt sich bloss auf Abmachungen im Rahmen des Kaufvertrags, nicht auf sonstige Übereinkünfte, auch wenn für die Parteien der Bestand der einen\nAbrede conditio sine qua non für die Zustimmung zur zweiten darstellt. Objektive Nebenabreden fallen nur dann zufolge subjektiver Wesentlichkeit unter den Formzwang, wenn sie ihrer\nNatur nach vom Rahmen eines Kaufvertrages erfasst werden. Dabei muss die eingegangene\nVerpflichtung einerseits ihren Rechtsgrund in einem Anspruch haben, der nicht ausserhalb des\nnatürlichen Inhalts der Vereinbarung steht, indem das Versprochene die Gegenleistung für den\nPreis oder für die Überlassung des Eigentums darstellt. Andererseits muss die Verpflichtung in\nden Rahmen eines Kaufvertrags fallen, die rechtliche Situation der Kaufsache beeinflussen und\nunmittelbar den Geschäftsinhalt betreffen. Formbedürftig sind daher von vornherein nur Abreden, welche das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung des Kaufvertrags berühren. Entscheidend ist die Einheit des Vertrags, welche sich allein nach dem Vertragsinhalt beurteilt\n(BGE 113 II 402, E. 2a). Gestützt auf die Lehre und Rechtsprechung unterliegen dem Formzwang auch Nebenabreden, welche die Leistung und Gegenleistung präzisieren, die Leistungspflicht bekräftigen, die rechtliche Situation der Kaufsache beeinflussen und unmittelbar den Geschäftsinhalt betreffen. Konventionalstrafen sind beurkundungspflichtig, da sie darauf abzielen,\ndie Vertragspflichten zu verstärken (HANS GIGER, in: Berner Kommentar zum Schweizerischen\nPrivatrecht, Bd. VI 2.1.3, Bern 1997, Art. 216 N 262; CHRISTOPH LEUENBERGER, in: Alfred Koller\n\n"}