{"Signatur": "BL_KG_001", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2012-06-26", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_001_400-12-33_2012-06-26.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=315af603-fe8b-4cb5-b7b4-06af6e82f32c&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=240433747", "Checksum": "6dee6a0e0a5b7a2cb7d54c97c5fb6727"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_001_400-12-33_2012-06-26.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=77fbeb28-3403-4330-9155-f9ac73e0ce4a", "Checksum": "8c006b2e1533337e992cffa37de71f64"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["400 12 33", "400 2012 33"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 26.06.2012 400 12 33 (400 2012 33)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 26.06.2012 400 12 33 (400 2012 33)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 26.06.2012 400 12 33 (400 2012 33)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Erbrecht / Aufhebung des Testamentes"}], "ScrapyJob": "446973/44/2274", "Zeit UTC": "11.02.2026 02:56:20", "Checksum": "10ebf55a389c805b695ce2f26ca6a188", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 26.06.2012 400 12 33 (400 2012 33)\nRegeste:\nErbrecht / Aufhebung des Testamentes\n\n5.6 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Ziffer 4 des Ehe- und Erbvertrages\nvom 20. März 1978 vertraglicher Natur mit Bindungswirkung ist, dass sich diese Klausel auf den\nganzen Nachlass des Zweitversterbenden bezieht, dass das Testament vom 8. September\n1998 diesem Ehe- und Erbvertrag widerspricht, dass keine Verletzung von Art 27 ZGB vorliegt\nund dass das Institut der clausula rebus sic stantibus nicht greift. Die Vorinstanz hat die Klage\ndementsprechend zu Recht gutgeheissen und die letztwillige Verfügung vom 8. September\n1998 aufgehoben. Die Berufung ist somit abzuweisen.\n\n6. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Prozesskosten des Berufungsverfahrens gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO der Berufungsklägerin aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr\nist gestützt auf § 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. f GebT auf pauschal CHF 10'000.-- festzulegen.\nDa der Berufungsklägerin die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde, geht diese Entscheidgebühr in Anwendung von Art. 122 Abs. 1 lit. b ZPO zulasten des Kantons und ihr\nRechtsvertreter wird vom Kanton angemessen entschädigt (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). Der vom\nAnwalt der Berufungsklägerin geltend gemachte Aufwand von 28 Std. (ohne Hauptverhandlung)\nà CHF 180.-- zuzüglich Auslagen von CHF 128.-- und Mehrwertsteuer scheint angemessen. Für\ndie Hauptverhandlung werden zusätzlich 3,5 Std. à CHF 180.-- eingesetzt. Somit resultiert ein\nHonorar von CHF 6'261.85 (31,5 Std. à CHF 180.-- = CHF 5'670.--, Auslagen CHF 128.--,\nMehrwertsteuer 8% auf CHF 5'798.-- = CHF 463.85), welches dem Rechtsvertreter der Berufungsklägerin aus der Gerichtskasse ausbezahlt wird.\nDie Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege befreit die Berufungsklägerin jedoch nicht von\nder Bezahlung einer Parteientschädigung an die Gegenpartei (Art. 118 Abs. 3 ZPO). Vielmehr\n\nSeite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht\nhat die unterliegende unentgeltlich prozessführende Partei der Gegenpartei die Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 122 Abs. 1 lit. d ZPO). Der Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten\nmacht einen Aufwand von 12,5 Std. à CHF 180.-- zuzüglich Auslagen von CHF 49.-- und\nMehrwertsteuer geltend, total ausmachend CHF 2'482.90. Dieses Honorar ist vollumfänglich\nzuzulassen und die Berufungsklägerin somit zu verpflichten, den Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung von CHF 2'482.90 zu bezahlen.\n\nDemnach wird erkannt:\n://: 1. Die Berufung wird abgewiesen.\n2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren von CHF 10'000.-- wird\nder Berufungsklägerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen\nRechtspflege für die Berufungsklägerin gehen diese Kosten zu Lasten\ndes Staates.\n3. Die Berufungsklägerin hat den Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung von CHF 2'482.90 (inkl. Spesen und CHF 183.90 MWST) zu bezahlen.\n4. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für die Berufungsklägerin wird deren Rechtsvertreter, Dr. Thomas Christen, ein Anwaltshonorar von CHF 6'261.85 (inkl. Auslagen und CHF 463.85 MwSt) aus\nder Gerichtskasse ausbezahlt.\n\nVorsitzender Richter Gerichtsschreiberin\n\nDieter Freiburghaus Karin Arber\n\nDie Berufungsklägerin hat gegen diesen Entscheid Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht (Verfahrensnummer 5A_686/2012) erhoben.\n\nSeite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht\n"}