{"Signatur": "BL_KG_001", "Spider": "BL_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2012-08-28", "HTML": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_001_400-12-147_2012-08-28.html", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/doc/getAsset?id=0d3f7bce-cf19-42b7-ba06-0674c4b7d606&lang=de&queryLang=De&source=hitlist-search&transactionId=245050929", "Checksum": "0834f6b2f66b982133ed1fdc24020312"}, "PDF": {"Datei": "BL_Gerichte/BL_KG_001_400-12-147_2012-08-28.pdf", "URL": "https://bl.swisslex.ch/api/Content/GetFacsimile?facsimileGuid=1b06f49f-f5c2-4e02-9ba0-f8bc7d70abf4", "Checksum": "3ff6e29c249375bc1e58adb9ba2d027f"}, "Scrapedate": "2026-04-11", "Num": ["400 12 147", "400 2012 147"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 28.08.2012 400 12 147 (400 2012 147)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 28.08.2012 400 12 147 (400 2012 147)"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 28.08.2012 400 12 147 (400 2012 147)"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bâle-Campagne Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Basilea Campagna Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Forderung"}], "ScrapyJob": "446973/44/2337", "Zeit UTC": "11.04.2026 03:43:53", "Checksum": "fe5eb34fc20e0db02485bb439e16bc76", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 28.08.2012 400 12 147 (400 2012 147)\nRegeste:\nForderung\n\n4.1 Der Schuldner einer Geldschuld hat, soweit nichts anderes vereinbart wurde, von Gesetzes wegen einen Verzugszins zu zahlen, sobald er mit der Zahlung der Schuld in Verzug gerät\n(Art. 104 Abs. 1 OR; vgl. BGE 129 III 535 E. 3.1). Wenn eine Verbindlichkeit fällig ist, wird der\nSchuldner durch Mahnung in Verzug gesetzt (Art. 102 Abs. 1 OR). Wurde ein bestimmter Verfalltag verabredet, so kommt der Schuldner nach Art. 102 Abs. 2 OR schon mit Ablauf dieses\nTages in Verzug. Eine in Verzug setzende Mahnung im Sinne von Art. 102 Abs. 1 OR liegt vor,\nwenn der Gläubiger in unmissverständlicher Weise die unverzügliche Erbringung der fälligen\nLeistung beansprucht (BGE 129 III 541 f.; BGE 78 I 55; W IEGAND, a.a.O., Art. 102 N 5; W EBER,\nBK OR, 2000, Art. 102 N 66 m.w.H.). Die blosse Rechnungsstellung genügt dabei den Anforderungen an eine Mahnung nicht (Urteil des Handelsgerichts Aargau vom 11. Dezember 1998, in:\nSJZ 96/2000, S. 224 f.; SCHWENZER, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil,\nN 69.08; W IEGAND, a.a.O., Art. 104 N 5). Mit einem der Rechnung angefügten Vermerk wie\n\"zahlbar sofort\", \"zahlbar sofort nach Erhalt der Rechnung\" oder \"Mahnung: letzte Frist 10 Tage\" wird dagegen eine Mahnung im Rechtssinne ausgesprochen, da solche Äusserungen unmissverständlich zum Ausdruck bringen, dass die fällige Leistung unverzüglich zu erbringen ist\n(W IEGAND, a.a.O., Art. 102 N 9; GAUCH/SCHLUEP/ REY, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, 2003, N 2960). Ebenso gilt als rechtsgenügliche Mahnung das Ansetzen einer\nNachfrist im Sinne von Art. 107 OR, die Zusendung eines Rechnungsauszuges, die Zustellung\neines Zahlungsbefehls, die Anhebung einer Leistungsklage (SCHWENZER, a.a.O., N 65.08). In\nder Lehre nicht abschliessend geklärt und vom Bundesgericht bisher nicht entschieden ist die\nFrage, ob eine Rechnung mit dem Vermerk \"zahlbar innert 30 Tagen netto\", eine sog. befristete\nMahnung (W IEGAND, a.a.O., N 9; W EBER, a.a.O., Art. 102 N 68), den Schuldner mit Ablauf der\n30-tägigen Frist bereits in Verzug setzt. Ein Teil der Lehre lässt einen solchen Vermerk als\nMahnung genügen (W IEGAND, a.a.O., N 9; W EBER, a.a.O., Art. 102 N 68; RÜETSCHI, Der Beginn\nder Verzinsungspflicht im Vertragsrecht unter besonderer Berücksichtigung von Rechnungen\nzahlbar \"30 Tage netto\", in: SJZ 99/2003, S. 341 ff. m.w.H. in Fn. 27; Entscheid des Kantonsgerichts Wallis vom 5. November 1992 E. 2a, in: SJZ 90/1994 S. 218 ff.). Nach der gegenteiligen\nAuffassung reicht ein solcher Vermerk nicht aus, da damit nicht unmissverständlich dargetan\nwerde, dass die unverzügliche Leistung der fälligen Forderung beansprucht werde (BECKER, BK\nOR, 2. Aufl. 1941, Art. 102 N 8; Handelsgericht Aargau vom 11. Dezember 1998 E. 4c und 4d,\nin: SJZ 96/2000 S. 224 ff.; RÜETSCHI, a.a.O., Fn. 26 mit Hinweis auf das Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt, in: SJZ 1959 S. 243; Obergericht Aargau, in: SJZ 1929/30, S. 29; Kan-\n\nSeite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht\ntonsgericht Wallis, RVJ 1979, S. 330, 334). Ob im Einzelfall die Anforderungen an die Bestimmtheit und Deutlichkeit der Aufforderung zur sofortigen Bezahlung erfüllt sind, ist aufgrund\nder konkreten Umstände durch Auslegung nach dem Vertrauensprinzip zu ermitteln\n(GAUCH/SCHLUEP/REY, a.a.O., N 2940; W EBER, a.a.O., Art. 102 N 67).\n\n"}