{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2023-01-17", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2022-DIJ-1256_2023-01-17.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2022.DIJ.1256 17.01.2023.pdf", "Checksum": "d3edf7ef596c7d6c65382218d4c2d317"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2022.DIJ.1256"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 17.01.2023 2022.DIJ.1256"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 17.01.2023 2022.DIJ.1256"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Die Einhaltung der Frist nach Art. 17a Abs. 1 HG ist eine Voraussetzung für die Befreiung von der Handänderungssteuer (E. 3.7). \nb Das Handänderungssteuergesetz legt fest, dass die Beweislast im Verfahren betreffend Stundung respektive nachträglicher Steuerbefreiung von den gesuchstellenden Personen zu tragen ist (E.3.4). \nc Die Beschwerdeführenden haben zu beweisen, dass sie die Unterlagen zum Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung noch vor Ablauf der Stundungsfrist an das Grundbuchamt gesendet bzw. in einen Briefkasten der schweizerischen Post eingeworfen haben (E. 3.4). \nd Für die Berechnung des Verzugszinses gilt der für das Jahr der Grundbuchanmeldung festgelegte Zinssatz (E. 4). 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"}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:23", "Checksum": "9e425cd2963f7d7e920c54066804d053", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 17.01.2023 2022.DIJ.1256\nRegeste:\na Die Einhaltung der Frist nach Art. 17a Abs. 1 HG ist eine Voraussetzung für die Befreiung von der Handänderungssteuer (E. 3.7). \nb Das Handänderungssteuergesetz legt fest, dass die Beweislast im Verfahren betreffend Stundung respektive nachträglicher Steuerbefreiung von den gesuchstellenden Personen zu tragen ist (E.3.4). \nc Die Beschwerdeführenden haben zu beweisen, dass sie die Unterlagen zum Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung noch vor Ablauf der Stundungsfrist an das Grundbuchamt gesendet bzw. in einen Briefkasten der schweizerischen Post eingeworfen haben (E. 3.4). \nd Für die Berechnung des Verzugszinses gilt der für das Jahr der Grundbuchanmeldung festgelegte Zinssatz (E. 4). \n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz: 2022.DIJ.1256\n\nBeschwerdeentscheid vom 17. Januar 2023\n\nHandänderungssteuer: selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Die Einhaltung der Frist nach Art. 17a Abs. 1 HG ist eine Voraussetzung für die Befreiung von der\nHandänderungssteuer (E. 3.7).\nb Das Handänderungssteuergesetz legt fest, dass die Beweislast im Verfahren betreffend Stundung\nrespektive nachträglicher Steuerbefreiung von den gesuchstellenden Personen zu tragen ist (E.\n3.4).\nc Die Beschwerdeführenden haben zu beweisen, dass sie die Unterlagen zum Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung noch vor Ablauf der Stundungsfrist an das Grundbuchamt gesendet bzw. in einen Briefkasten der schweizerischen Post eingeworfen haben (E. 3.4).\nd Für die Berechnung des Verzugszinses gilt der für das Jahr der Grundbuchanmeldung festgelegte\nZinssatz (E. 4).\n\nImpôt sur les mutations suite à l’acquisition d’un logement destiné à l’usage personnel\n\na Le respect du délai selon l’article 17a, alinéa 1 LIMu constitue l’une des conditions à remplir pour\nbénéficier d’une exonération de l’impôt sur les mutations (c. 3.7).\nb La LIMu exige des personnes requérantes qu’elles supportent le fardeau de la preuve dans le\ncadre d’une procédure de sursis ou d’exonération fiscale a posteriori (c. 3.4).\nc Les recourants doivent prouver qu’ils ont envoyé au bureau du registre foncier les pièces attestant\nqu’ils remplissent les conditions d’exonération de l’impôt sur les mutations – autrement dit, qu’ils\nont remis cet envoi à la Poste suisse – avant l’expiration du sursis (c. 3.4).\nd Pour le calcul de l’intérêt moratoire, le taux d’intérêt fixé pour l’année de la réquisition d’inscription\nau registre foncier est applicable (c. 4).\n\n1/7\nSachverhalt\n\nA.\nMit Grundstückerwerb vom 17. Januar 2019 erwarben die Ehegatten A.____ und B.______________ als\neinfache Gesellschaft das Grundstück Gbbl. Nr. 100 zu Gesamteigentum. Gestützt auf ein Gesuch um\nnachträgliche Steuerbefreiung und Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum stundete das Grundbuchamt A.____ und B.______________ mit Verfügung vom 28. Juni 2019 die Handänderungssteuer im\nBetrage von CHF 11’880.– für die Dauer von 3 Jahren ab Datum des Grundstückerwerbs bis am 17. Januar 2022. Für die gestundete Handänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet\nund im Grundbuch eingetragen.\n\nB.\nMit Verfügungen vom 10. Februar 2022 hob das Grundbuchamt die Stundungsverfügung vom 28. Juni\n2019 auf. Es auferlegte A.____ und B.______________ die gestundete Handänderungssteuer inkl. Zins\nund Gebühren zur Bezahlung.\n\nC.\nGegen die Verfügungen des Grundbuchamtes vom 10. Februar 2022 erheben A.____ und\nB.______________ (nachfolgend: Beschwerdeführende) am 14. Februar 2022 Beschwerde bei der Direktion für Inneres und Justiz (DIJ). Sie beantragen sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die nachträgliche Befreiung von den Handänderungssteuern.\n\nIn seiner Vernehmlassung vom 22. März 2022 beantragt das Grundbuchamt, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.\n\nIn ihrer Stellungnahme vom 10. Mai 2022 beantragen die Beschwerdeführenden, nunmehr vertreten\ndurch Rechtsanwalt C.________________, die Verfügung des Grundbuchamtes vom 10. Februar 2022\nsei aufzuheben, den Beschwerdeführenden sei die Steuerbefreiung bei der Handänderungssteuer zu\ngewähren und es sei die Löschung des gesetzlichen Grundpfandrechtes zur Sicherung der Handänderungssteuer auf dem Grundstück Gbbl. Nr. 100 zu verfügen. Eventualliter sei der geschuldete Steuerbetrag um denjenigen Teil des Verzugszinses herabzusetzen, der fälschlicherweise für das Steuerjahr 2020\nverlangt worden sei.\n\nIn seiner Duplik vom 7. Juni 2022 hält das Grundbuchamt an seinen Anträgen fest und beantragt ergänzend auch den Eventualantrag der Beschwerdeführenden abzuweisen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer\n(HG; BSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren nach den Bestimmungen des Gesetzes vom\n2/7\n23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für Verfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine Rechtspflegebestimmungen. In\nAnwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die DIJ Verfügungen der Grundbuchämter. Die DIJ\nist damit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen die Verfügung des Grundbuchamtes\nvom 10. Februar 2022 zuständig.\n\n"}