{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2022-09-20", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2022-DIJ-1105_2022-09-20.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2022.DIJ.1105 20.09.2022.pdf", "Checksum": "ae07feacd15d53d671eb2ef2c3bc02f5"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2022.DIJ.1105"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 20.09.2022 2022.DIJ.1105"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 20.09.2022 2022.DIJ.1105"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Die Einhaltung der Frist nach Art. 17a Abs. 1 HG ist ebenfalls eine Voraussetzung für die Befreiung von der Handänderungssteuer.\nb Geht der Nachweis gemäss Art. 17a Abs. 1 HG beim Grundbuchamt nicht innerhalb der Stundungsfrist ein und vermag der Steuerpflichtige das Versenden dieser Dokumente nicht zu beweisen, gilt die Frist im Sinne von Art. 17a Abs. 1 HG als nicht eingehalten und der Anspruch auf Steuerbefreiung erlischt mit dem Fristablauf."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a Le respect du délai selon l’article 17a, alinéa 1 LIMu constitue l’une des conditions à remplir pour bénéficier d’une exonération de l’impôt sur les mutations.\nb Si la preuve visée à l’article 17a, alinéa 1 LIMu ne parvient pas au bureau du registre foncier avant l’expiration du sursis et que la personne contribuable n’est pas en mesure de prouver l’envoi de ces documents, le délai au sens de l’article 17a, alinéa 1 LIMu est considéré comme non respecté et le droit à l’exonération fiscale s’éteint à l’expiration du délai.\n"}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:20", "Checksum": "2ce0c6362d461ca7ad7f48c9ae06f8a3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 20.09.2022 2022.DIJ.1105\nRegeste:\na Die Einhaltung der Frist nach Art. 17a Abs. 1 HG ist ebenfalls eine Voraussetzung für die Befreiung von der Handänderungssteuer.\nb Geht der Nachweis gemäss Art. 17a Abs. 1 HG beim Grundbuchamt nicht innerhalb der Stundungsfrist ein und vermag der Steuerpflichtige das Versenden dieser Dokumente nicht zu beweisen, gilt die Frist im Sinne von Art. 17a Abs. 1 HG als nicht eingehalten und der Anspruch auf Steuerbefreiung erlischt mit dem Fristablauf.\n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz: 2022.DIJ.1105\n\nBeschwerdeentscheid vom 20. September 2022\n\nHandänderungssteuer: selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Die Einhaltung der Frist nach Art. 17a Abs. 1 HG ist ebenfalls eine Voraussetzung für die Befreiung\nvon der Handänderungssteuer.\nb Geht der Nachweis gemäss Art. 17a Abs. 1 HG beim Grundbuchamt nicht innerhalb der Stundungsfrist ein und vermag der Steuerpflichtige das Versenden dieser Dokumente nicht zu beweisen, gilt\ndie Frist im Sinne von Art. 17a Abs. 1 HG als nicht eingehalten und der Anspruch auf Steuerbefreiung\nerlischt mit dem Fristablauf.\n\nImpôt sur les mutations suite à l’acquisition d’un logement destiné à l’usage personnel\n\na Le respect du délai selon l’article 17a, alinéa 1 LIMu constitue l’une des conditions à remplir pour\nbénéficier d’une exonération de l’impôt sur les mutations.\nb Si la preuve visée à l’article 17a, alinéa 1 LIMu ne parvient pas au bureau du registre foncier avant\nl’expiration du sursis et que la personne contribuable n’est pas en mesure de prouver l’envoi de ces\ndocuments, le délai au sens de l’article 17a, alinéa 1 LIMu est considéré comme non respecté et le\ndroit à l’exonération fiscale s’éteint à l’expiration du délai.\n\nSachverhalt\n\n1\nA.\nAm 12. Dezember 2018 erwarb A.______ die Liegenschaft B.______ Gbbl. Nr. 179 zu Alleineigentum. In\nseiner Selbstdeklaration der Handänderungssteuer vom 11. Dezember 2018 führte er als Bemessungsgrundlage einen Betrag von Fr. 385'000.– auf und ersuchte gleichzeitig um nachträgliche Steuerbefreiung\nund Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum.\n\nDas Grundbuchamt C.______ (nachfolgend: Grundbuchamt) veranlagte mit Verfügung vom 16. Mai 2019\ndie Handänderungssteuer auf Fr. 6'930.– und stundete sie im selben Umfang für die Dauer von drei Jahren\nab Grundstückerwerb. Für die gestundete Handänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht\nerrichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nB.\nMit Schreiben vom 1. Oktober 2021 wies das Grundbuchamt A.______ darauf hin, dass die Stundungsfrist\nam 12. Dezember 2021 ablaufen wird. Er wurde deswegen aufgefordert, vor Ablauf der Frist eine Hauptwohnsitzbestätigung der Gemeinde B.______ (Formular 2c) und das Formular betreffend den Nachweis\ndes selbstgenutzten Wohneigentums im Hinblick auf die beantragte nachträgliche Befreiung von der Handänderungssteuer (Formular 2b) einzureichen. Beim Grundbuchamt ging innert Frist kein solcher Nachweis ein.\n\nIn der Folge hob das Grundbuchamt mit Verfügung vom 12. Januar 2022 die am 16. Mai 2019 verfügte\nStundung auf. Zugleich verfügte das Grundbuchamt, dass die bisher gestundete Handänderungssteuer\nvon Fr. 6'930.– sowie ein Zins von Fr. 641.05 und eine Gebühr von Fr. 300.– zu bezahlen seien.\n\nC.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 12. Januar 2022 erhebt A.______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 8. Februar 2022, Postaufgabe vom 9. Februar 2022, Beschwerde bei\nder Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) und beantragt sinngemäss die Aufhebung der Verfügung. Der\nBeschwerde legt er zudem die Veranlagungsverfügung vom 16. Mai 2019 (Formular 2a) und die Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde (EG) B.______ vom 7. Dezember 2021 (Formular 2c) bei.\n\nIn der Vernehmlassung vom 3. März 2022 beantragt das Grundbuchamt die vollumfängliche Abweisung\nder Beschwerde und die Bestätigung der Verfügung vom 12. Januar 2022.\n\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG;\nBSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren nach den Bestimmungen des Gesetzes vom\n23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21), soweit das HG nichts Abweichendes\n2\nvorsieht. Art. 27 HG enthält für Verfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung\nkeine Rechtspflegebestimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die DIJ Verfügungen der Grundbuchämter. Die DIJ ist damit für die Beurteilung der Beschwerde gegen die Verfügung\ndes Grundbuchamtes vom 12. Januar 2022 zuständig.\n\n1.2 Zur Beschwerdeführung ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch\ndie angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung\noder Änderung hat (Art. 65 Abs. 1 VRPG). Der Beschwerdeführer war am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und ist durch die angefochtene Verfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt.\n\nAuf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.\n\n"}