{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2022-10-18", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2020-DIJ-8757_2022-10-18.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2020.DIJ.8757 18.10.2022.pdf", "Checksum": "3d86cd40f5290ae3a19705f994d362b9"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2020.DIJ.8757"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 18.10.2022 2020.DIJ.8757"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 18.10.2022 2020.DIJ.8757"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Das Verschicken einer Erinnerung durch das Grundbuchamt, dass die Frist ablaufen werde, ist frei-willig. Der Beschwerdeführer kann sich nicht darauf berufen, die Erinnerung nicht erhalten zu haben.\nb Nachweise für die Steuerbefreiung sind vor Fristablauf einzureichen (Art. 17a Abs. 1 HG in der bis 31.3.2023 geltenden Fassung). Die frühere Praxis, dass die Einreichung bis zur Rechtskraft der Ver-fügung über die Befreiung möglich ist, galt nur, als das Grundbuchamt eine Nachfrist nach Fristab-lauf setzte.\nc Im vorliegenden Fall liegt keine Gleichbehandlung im Unrecht vor.\n"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a L’envoi d’un rappel par le bureau du registre foncier indiquant que le délai va expirer repose sur une base volontaire. Le recourant ne peut pas invoquer le fait de ne pas avoir reçu de rappel.\nb Les moyens de preuve pour l’exonération fiscale doivent être envoyés avant l’expiration du délai (art. 17a, al. 1 LIMu dans la teneur en vigueur jusqu’au 31.3.2023). La pratique antérieure selon la-quelle l’envoi était possible jusqu’à l’entrée en force de la décision d’exonération ne s’appliquait que si le bureau du registre foncier fixait un délai supplémentaire après expiration du délai.   \nc En l’espèce, il n’existe pas de droit à l’égalité de traitement dans l’illégalité.  \n"}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:22", "Checksum": "b54efc08f9d8cbeed5824e026e809fe9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 18.10.2022 2020.DIJ.8757\nRegeste:\na Das Verschicken einer Erinnerung durch das Grundbuchamt, dass die Frist ablaufen werde, ist frei-willig. Der Beschwerdeführer kann sich nicht darauf berufen, die Erinnerung nicht erhalten zu haben.\nb Nachweise für die Steuerbefreiung sind vor Fristablauf einzureichen (Art. 17a Abs. 1 HG in der bis 31.3.2023 geltenden Fassung). Die frühere Praxis, dass die Einreichung bis zur Rechtskraft der Ver-fügung über die Befreiung möglich ist, galt nur, als das Grundbuchamt eine Nachfrist nach Fristab-lauf setzte.\nc Im vorliegenden Fall liegt keine Gleichbehandlung im Unrecht vor.\n\n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz: 2020.DIJ.8757\n\nBeschwerdeentscheid vom 18. Oktober 2022\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Das Verschicken einer Erinnerung durch das Grundbuchamt, dass die Frist ablaufen werde, ist freiwillig. Der Beschwerdeführer kann sich nicht darauf berufen, die Erinnerung nicht erhalten zu haben.\nb Nachweise für die Steuerbefreiung sind vor Fristablauf einzureichen (Art. 17a Abs. 1 HG in der bis\n31.3.2023 geltenden Fassung). Die frühere Praxis, dass die Einreichung bis zur Rechtskraft der\nVerfügung über die Befreiung möglich ist, galt nur, als das Grundbuchamt eine Nachfrist nach Fristablauf setzte.\nc Im vorliegenden Fall liegt keine Gleichbehandlung im Unrecht vor.\n\nImpôt sur les mutations suite à l’acquisition d’un logement destiné à l’usage personnel\n\na L’envoi d’un rappel par le bureau du registre foncier indiquant que le délai va expirer repose sur une\nbase volontaire. Le recourant ne peut pas invoquer le fait de ne pas avoir reçu de rappel.\nb Les moyens de preuve pour l’exonération fiscale doivent être envoyés avant l’expiration du délai\n(art. 17a, al. 1 LIMu dans la teneur en vigueur jusqu’au 31.3.2023). La pratique antérieure selon laquelle l’envoi était possible jusqu’à l’entrée en force de la décision d’exonération ne s’appliquait que\nsi le bureau du registre foncier fixait un délai supplémentaire après expiration du délai.\nc En l’espèce, il n’existe pas de droit à l’égalité de traitement dans l’illégalité.\n\n1\nSachverhalt\n\nA.\nA.___________ erwarb am 8. November 2017 die Grundstücke Gbbl. Nr. 1000-1 und Nr. 2000-1. Zugleich stellte er ein Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung und Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum. Gestützt darauf stundete das Grundbuchamt Seeland (nachfolgend: Grundbuchamt) die Handänderungssteuer im Betrag von Fr. 12'960.– für die Dauer von drei Jahren ab dem Datum des Grundstückerwerbs.\n\nB.\nBeim Grundbuchamt ging innert der Stundungsfrist kein Nachweis ein, wonach die Voraussetzungen zur\nSteuerbefreiung erfüllt sind bzw. zum Zeitpunkt des Ablaufs der Stundung erfüllt sein werden.\nMit Verfügung vom 10. Dezember 2020 hob das Grundbuchamt die Stundung auf und wies das Gesuch\num nachträgliche Steuerbefreiung ab. Zugleich verfügte es, dass die gestundete Handänderungssteuer\nim Betrag von Fr. 12’960.– sowie Zins und Gebühr zu bezahlen sei.\n\nC.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 10. Dezember 2020 erhebt A.___________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 16. Dezember 2020 Beschwerde bei der Direktion für Inneres und Justiz\n(DIJ) und beantragt sinngemäss die Aufhebung der Verfügung. Der Beschwerde legt er den Nachweis\ndes selbstgenutzten Wohneigentums im Hinblick auf die beantragte nachträgliche Befreiung von der gestundeten Handänderungssteuer (Formular 2b) sowie die Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde (EG) C.____ vom 14. Dezember 2020 bei.\n\nMit Schreiben vom 11. Januar 2021 weist das instruierende Rechtsamt der DIJ den Beschwerdeführer\ndarauf hin, dass es das Verfahren nach einer ersten Beurteilung als aussichtslos erachtet. Mit Schreiben\nvom 22. Januar 2021, nun vertreten durch Notar und Rechtsanwalt B.______, führt der Beschwerdeführer verweisend auf seine gleichdatierte Eingabe an das Grundbuchamt aus, dass die Beschwerde nicht\naussichtslos sei. Der Beschwerdeführer erklärt in seiner Eingabe vom 5. Februar 2021, dass er an der\nBeschwerde festhalte.\n\nDas Grundbuchamt führt mit seiner Stellungnahme vom 2. März 2021 aus, dass es auf eine Beschwerdevernehmlassung verzichte und an seinen Ausführungen in der Verfügung vom 10. Dezember 2020\nsowie im Schreiben vom 28. Januar 2021 an den Beschwerdeführer festhalte.\n\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen\nnäher eingegangen.\n\n2\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer\n(HG; BSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren nach den Bestimmungen des Gesetzes vom\n23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für Verfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine Rechtspflegebestimmungen. In\nAnwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die DIJ Verfügungen der Grundbuchämter. Die DIJ\nist damit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen die Verfügung des Grundbuchamtes\nvom 10. Dezember 2020 zuständig.\n\n1.2 Zur Beschwerdeführung ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch\ndie angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 65 Abs. 1 VRPG). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt.\n\n"}