{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2021-09-10", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2020-DIJ-7075_2021-09-10.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2020.DIJ.7075 10.09.2021.pdf", "Checksum": "3883605fac56ef12ed5cce6caa35763a"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2020.DIJ.7075"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 10.09.2021 2020.DIJ.7075"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 10.09.2021 2020.DIJ.7075"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Die Stundungsverfügung ist eine Zwischenverfügung. Solche Verfügungen, die nicht die Zuständigkeit oder den Ausstand betreffen, sind nur unter besonderen Voraussetzungen selbständig anfechtbar (Art. 61 Abs. 2 und 3 VRPG). Ist die Beschwerde nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so ist die Zwischenverfügung durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 61 Abs. 4VRPG) (E. 5.2).<br/>b Das auf dem Gesuchsformular aufgeführte ankreuzbare Feld kann nicht als Antrag der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers für eine bestimmte Stundungsdauer interpretiert werden. Mit dem Ankreuzen bzw. nicht Ankreuzen des Feldes wird vielmehr lediglich eine Angabe zum Sachverhalt gemacht, der für die Stundungsverfügung relevant ist. Auch beim Erlass der Stundungsverfügung gilt der Grundsatz, dass die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen feststellen (Art. 18 Abs. 1 VRPG) (E. 6)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a L'octroi du sursis est une décision incidente. 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Ist die Beschwerde nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so ist die Zwischenverfügung durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 61 Abs. 4VRPG) (E. 5.2).<br/>b Das auf dem Gesuchsformular aufgeführte ankreuzbare Feld kann nicht als Antrag der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers für eine bestimmte Stundungsdauer interpretiert werden. Mit dem Ankreuzen bzw. nicht Ankreuzen des Feldes wird vielmehr lediglich eine Angabe zum Sachverhalt gemacht, der für die Stundungsverfügung relevant ist. Auch beim Erlass der Stundungsverfügung gilt der Grundsatz, dass die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen feststellen (Art. 18 Abs. 1 VRPG) (E. 6).\n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz: 2020.DIJ.7075\n\nBeschwerdeentscheid vom 10. September 2021\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\na Die Stundungsverfügung ist eine Zwischenverfügung. Solche Verfügungen, die nicht die Zuständigkeit oder den Ausstand betreffen, sind nur unter besonderen Voraussetzungen selbständig anfechtbar (Art. 61 Abs. 2 und 3 VRPG). Ist die Beschwerde nicht zulässig oder wurde von ihr kein\nGebrauch gemacht, so ist die Zwischenverfügung durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 61 Abs. 4VRPG) (E. 5.2).\n\nb Das auf dem Gesuchsformular aufgeführte ankreuzbare Feld kann nicht als Antrag der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers für eine bestimmte Stundungsdauer interpretiert werden. Mit dem\nAnkreuzen bzw. nicht Ankreuzen des Feldes wird vielmehr lediglich eine Angabe zum Sachverhalt\ngemacht, der für die Stundungsverfügung relevant ist. Auch beim Erlass der Stundungsverfügung\ngilt der Grundsatz, dass die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen feststellen (Art. 18 Abs.\n1 VRPG) (E. 6).\n\nImpôt sur les mutations: acquisition d’un logement destiné à l’usage personnel\n\na L’octroi du sursis est une décision incidente. Lorsqu’une telle décision ne porte pas sur la compétence ou la récusation, elle n’est susceptible de recours qu’à des conditions particulières (art. 61,\nal. 2 et 3 LPJA). Si ce moyen est irrecevable ou qu’il n’a pas été utilisé, elle peut être attaquée par\nun recours contre la décision finale dans la mesure où elle influe sur le contenu de celle-ci (art. 61,\nal. 4 LPJA) (c. 5.2).\n\nb La mention à cocher figurant sur le formulaire de demande ne saurait être interprétée comme une\nrequête en faveur d’une certaine durée de sursis par la personne qui désire obtenir celui-ci. En vérité, le fait de cocher ou non ladite mention ne constitue qu’une allégation pertinente pour l’autorité\nappelée à statuer. Le principe en vertu duquel les autorités constatent les faits d’office s’applique\négalement à la procédure d’octroi du sursis (art. 18, al. 1 LPJA) (c. 6).\n\n1\nSachverhalt\n\nA.\nMit Kaufvertrag vom 29. März 2016 erwarben B.______ und C.______ das Grundstück D.______ Gbbl.\nNr. 1000 zu Miteigentum zu gleichen Teilen. Mit Gesuch vom 29. März 2016 ersuchten sie beim zuständigen Grundbuchamt A.______ (nachfolgend: Grundbuchamt) um nachträgliche Steuerbefreiung sowie\nStundung der Handänderungssteuer für selbstgenutztes Wohneigentum im Betrage von Fr. 3'895.10. Mit\nVerfügung vom 13. Juli 2016 stundete das Grundbuchamt die Handänderungssteuer in der beantragten\nHöhe für die Dauer von drei Jahren ab Datum des Grundstückerwerbs. Für die gestundete Handänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nAm 17. Juni 2019 reichten die Eheleute B.______ und C.______ dem Grundbuchamt das Formular zum\nNachweis des selbstgenutzten Wohneigentums, datiert vom 10. Juni 2019, sowie je eine Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde D.______ vom 12. Juni 2019 ein. Mit Verfügungen vom 29. September 2020 wies das Grundbuchamt das Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung ab und hob die\nStundungsverfügung vom 13. Juli 2016 auf. Zudem verpflichtete es B.______ und C.______ zur Bezahlung der gestundeten Steuer von Fr. 3'895.10 zuzüglich Zins und Gebühren.\n\nB.\nGegen die Verfügungen des Grundbuchamtes vom 29. September 2020 erheben B.______ und\nC.______, vertreten durch Rechtsanwalt F.______, am 30. Oktober 2020 Beschwerde bei der Direktion\nfür Inneres und Justiz (DIJ) und stellen folgende Anträge: «Es seien die Verfügungen vom 29. September 2020 aufzuheben. Es sei die Stundungsfrist für die Handänderungssteuern aus dem Erwerb des\nGrundstückes D.______ Nr. 1000 gemäss Veranlagungsverfügung vom 13. Juli 2016, Beleg 2000, nachträglich auf die Dauer von vier Jahren ab Datum des Grundstückerwerbs zu veranlagen.».\n\nIn seiner Vernehmlassung vom 27. November 2020 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der\nBeschwerde.\n\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen\nnäher eingegangen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n"}