{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2021-10-13", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2020-DIJ-6483_2021-10-13.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2020.DIJ.6483 13.10.2021.pdf", "Checksum": "73392b0183e7be2877d7ee5ecccd7b83"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2020.DIJ.6483"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 13.10.2021 2020.DIJ.6483"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 13.10.2021 2020.DIJ.6483"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Die Stundungsverfügung ist eine Zwischenverfügung. Solche Verfügungen, die nicht die Zuständigkeit oder den Ausstand betreffen, sind nur unter besonderen Voraussetzungen selbständig anfechtbar (Art. 61 Abs. 2 und 3 VRPG). Ist die Beschwerde nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so ist die Zwischenverfügung durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 61 Abs. 4VRPG) (E. 5.2).<br/>b Das auf dem Gesuchsformular aufgeführte ankreuzbare Feld kann nicht als Antrag der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers für eine bestimmte Stundungsdauer interpretiert werden. Mit dem Ankreuzen bzw. nicht Ankreuzen des Feldes wird vielmehr lediglich eine Angabe zum Sachverhalt gemacht, der für die Stundungsverfügung relevant ist. Auch beim Erlass der Stundungsverfügung gilt der Grundsatz, dass die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen feststellen (Art. 18 Abs. 1 VRPG) (E. 6)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a L'octroi du sursis est une décision incidente. Lorsqu'une telle décision ne porte pas sur la compétence ou la récusation, elle n'est susceptible de recours qu'à des conditions particulières (art. 61, al. 2 et 3 LPJA). Si ce moyen est irrecevable ou qu'il n'a pas été utilisé, elle peut être attaquée par un recours contre la décision finale dans la mesure où elle influe sur le contenu de celle-ci (art. 61, al. 4 LPJA) (c. 5.2).<br/>b La mention à cocher figurant sur le formulaire de demande ne saurait être interprétée comme une requête en faveur d'une certaine durée de sursis par la personne qui désire obtenir celui-ci. En vérité, le fait de cocher ou non ladite mention ne constitue qu'une allégation pertinente pour l'autorité appelée à statuer. Le principe en vertu duquel les autorités constatent les faits d'office s'applique également à la procédure d'octroi du sursis (art. 18, al. 1 LPJA) (c. 6)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:17", "Checksum": "6448ba1d376d9132a40a34c77808362a", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 13.10.2021 2020.DIJ.6483\nRegeste:\na Die Stundungsverfügung ist eine Zwischenverfügung. Solche Verfügungen, die nicht die Zuständigkeit oder den Ausstand betreffen, sind nur unter besonderen Voraussetzungen selbständig anfechtbar (Art. 61 Abs. 2 und 3 VRPG). Ist die Beschwerde nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so ist die Zwischenverfügung durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 61 Abs. 4VRPG) (E. 5.2).<br/>b Das auf dem Gesuchsformular aufgeführte ankreuzbare Feld kann nicht als Antrag der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers für eine bestimmte Stundungsdauer interpretiert werden. Mit dem Ankreuzen bzw. nicht Ankreuzen des Feldes wird vielmehr lediglich eine Angabe zum Sachverhalt gemacht, der für die Stundungsverfügung relevant ist. Auch beim Erlass der Stundungsverfügung gilt der Grundsatz, dass die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen feststellen (Art. 18 Abs. 1 VRPG) (E. 6).\n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz: 2020.DIJ.6483\n\nBeschwerdeentscheid vom 13. Oktober 2021\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\na Die Stundungsverfügung ist eine Zwischenverfügung. Solche Verfügungen, die nicht die Zuständigkeit oder den Ausstand betreffen, sind nur unter besonderen Voraussetzungen selbständig anfechtbar (Art. 61 Abs. 2 und 3 VRPG). Ist die Beschwerde nicht zulässig oder wurde von ihr kein\nGebrauch gemacht, so ist die Zwischenverfügung durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 61 Abs. 4VRPG) (E. 5.2).\n\nb Das auf dem Gesuchsformular aufgeführte ankreuzbare Feld kann nicht als Antrag der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers für eine bestimmte Stundungsdauer interpretiert werden. Mit dem\nAnkreuzen bzw. nicht Ankreuzen des Feldes wird vielmehr lediglich eine Angabe zum Sachverhalt\ngemacht, der für die Stundungsverfügung relevant ist. Auch beim Erlass der Stundungsverfügung\ngilt der Grundsatz, dass die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen feststellen (Art. 18 Abs.\n1 VRPG) (E. 6).\n\nImpôt sur les mutations: acquisition d’un logement destiné à l’usage personnel\n\na L’octroi du sursis est une décision incidente. Lorsqu’une telle décision ne porte pas sur la compétence ou la récusation, elle n’est susceptible de recours qu’à des conditions particulières (art. 61,\nal. 2 et 3 LPJA). Si ce moyen est irrecevable ou qu’il n’a pas été utilisé, elle peut être attaquée par\nun recours contre la décision finale dans la mesure où elle influe sur le contenu de celle-ci (art. 61,\nal. 4 LPJA) (c. 5.2).\n\nb La mention à cocher figurant sur le formulaire de demande ne saurait être interprétée comme une\nrequête en faveur d’une certaine durée de sursis par la personne qui désire obtenir celui-ci. En vérité, le fait de cocher ou non ladite mention ne constitue qu’une allégation pertinente pour l’autorité\nappelée à statuer. Le principe en vertu duquel les autorités constatent les faits d’office s’applique\négalement à la procédure d’octroi du sursis (art. 18, al. 1 LPJA) (c. 6).\n\n1\nSachverhalt\n\nA.\nMit Kaufvertrag vom 16. März 2016 (im Grundbuch eingetragen am 5. April 2016) erwarben B. und\nG.______ das Grundstück C.______ Gbbl. Nr. 1000 zu Gesamteigentum (einfache Gesellschaft). Mit\nundatiertem Gesuch ersuchten sie beim zuständigen Grundbuchamt A.______ (nachfolgend: Grundbuchamt) um nachträgliche Steuerbefreiung und Stundung der Handänderungssteuer für selbstgenutztes\nWohneigentum im Betrage von Fr. 3'960.00. Mit Verfügung vom 27. Juli 2016 stundete das Grundbuchamt die Handänderungssteuer in der beantragten Höhe für die Dauer von drei Jahren ab Datum des\nGrundstückerwerbs. Für die gestundete Handänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht\nerrichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nAm 8. Mai 2019 reichten die Eheleute B. und G.______ dem Grundbuchamt das Formular zum Nachweis\ndes selbstgenutzten Wohneigentums sowie je eine Wohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde\nC.______ vom 8. Mai 2019 ein.\n\nMit Verfügungen vom 29. September 2020 wies das Grundbuchamt das Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung ab und hob die Stundungsverfügung vom 27. Juli 2016 auf. Zudem verpflichtete es B. und\nG.______ zur Bezahlung der gestundeten Steuer von Fr. 3'960.00 zuzüglich Zins und Gebühren.\n\nB.\nGegen die Verfügungen des Grundbuchamtes vom 29. September 2020 erhoben B. und G.______ am 5.\nOktober 2020 Beschwerde bei der Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) und beantragten sinngemäss die\nAufhebung der angefochtenen Verfügung und die nachträgliche Befreiung von der Handänderungssteuer.\n\nIn seiner Vernehmlassung vom 27. November 2020 beantragte das Grundbuchamt die Abweisung der\nBeschwerde.\n\nMit Schreiben vom 4. Dezember 2020 erklärten die Beschwerdeführenden den Rückzug ihrer Beschwerde unter verschiedenen Bedingungen und Vorbehalten.\n\nMit Verfügung 11. August 2021 wies das Rechtsamt der DIJ die Beschwerdeführenden darauf hin, dass\nein Beschwerderückzug unter Bedingungen und Vorbehalten nicht möglich sei.\n\nMit Eingabe vom 11. September 2021 reichten die Beschwerdeführenden weitere Unterlagen ein.\n\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen\nnäher eingegangen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n"}