{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2020-06-02", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2020-DIJ-459_2020-06-02.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2020.DIJ.459 02.06.2020.pdf", "Checksum": "5c4b2d9b92d31db93337184ca520f61f"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2020.DIJ.459"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 02.06.2020 2020.DIJ.459"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 02.06.2020 2020.DIJ.459"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Gemäss Art. 25 VRPG dürfen die Parteien solange neue Tatsachen und Beweismittel in das Verfahren einbringen, als weder verfügt noch entschieden noch mit prozessleitender Verfügung das Beweisverfahren förmlich geschlossen worden ist. Art. 25 VRPG ist auf jeder Verfahrensstufe anwendbar. Die gleichen Grundsätze gelten sinngemäss auch instanzübergreifend (E. 4.1). <br/>b Nach Art. 17a Abs. 3 HG hat das Grundbuchamt die gewährte Stundung der Steuer zwar aufzuheben, sobald es zum Schluss kommt, die Voraussetzungen für einen Steuererlass seien nicht erfüllt. Allerdings muss es der gesuchstellenden Person unbenommen bleiben, die gesamte ihr gewährte Stundungsfrist zum definitiven Nachweis der zweijährigen Wohnsitzdauer nach Art. 11b Abs. 1 auszuschöpfen, solange die Verfügung des Grundbuchamtes noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist und kein Revisionsgrund vorliegt (E. 4.1)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a En vertu de l'article 25 LPJA, les parties peuvent invoquer de nouveaux faits et moyens de preuve en cours de procédure tant que la décision, la décision sur recours ou le jugement n'ont pas été rendus ou que l'administration des preuves n'a pas été formellement close par une ordonnance de l'autorité qui dirige la procédure. Cet article s'applique à tous les stades de la procédure. Les mêmes principes valent également par analogie lorsque la procédure passe d'une instance à l'autre (c. 4.1). <br/>b Selon l'article 17a, alinéa 3 LIMu, le bureau du registre foncier doit certes révoquer le sursis à l'impôt dès qu'il conclut que les conditions d'une exonération fiscale ne sont pas réunies. Toutefois, la personne requérante doit conserver la possibilité d'apporter la preuve définitive que l'immeuble lui a servi de domicile principal pendant deux ans, conformément à l'article 11b, alinéa 1 LIMu, durant toute la période du sursis accordé pour autant que la décision du bureau du registre foncier ne soit pas entrée en force et qu'il n'existe pas de motif de révision (c. 4.1)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:07", "Checksum": "ea98be5d69c89d80e6febd57f6d78bc8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 02.06.2020 2020.DIJ.459\nRegeste:\na Gemäss Art. 25 VRPG dürfen die Parteien solange neue Tatsachen und Beweismittel in das Verfahren einbringen, als weder verfügt noch entschieden noch mit prozessleitender Verfügung das Beweisverfahren förmlich geschlossen worden ist. Art. 25 VRPG ist auf jeder Verfahrensstufe anwendbar. Die gleichen Grundsätze gelten sinngemäss auch instanzübergreifend (E. 4.1). <br/>b Nach Art. 17a Abs. 3 HG hat das Grundbuchamt die gewährte Stundung der Steuer zwar aufzuheben, sobald es zum Schluss kommt, die Voraussetzungen für einen Steuererlass seien nicht erfüllt. Allerdings muss es der gesuchstellenden Person unbenommen bleiben, die gesamte ihr gewährte Stundungsfrist zum definitiven Nachweis der zweijährigen Wohnsitzdauer nach Art. 11b Abs. 1 auszuschöpfen, solange die Verfügung des Grundbuchamtes noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist und kein Revisionsgrund vorliegt (E. 4.1).\n\nDirektion für Inneres Direction de l’intérieur\nund Justiz et de la justice,\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2020.DIJ.459\n\nBeschw erdeentscheid vom 02. Juni 2020\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Gemäss Art. 25 VRPG dürfen die Parteien solange neue Tatsachen und Beweismittel in das Verfahren einbringen, als weder verfügt noch entschieden\nnoch mit prozessleitender Verfügung das Beweisverfahren förmlich geschlossen worden ist. Art. 25 VRPG ist auf jeder Verfahrensstufe anwendbar. Die gleichen Grundsätze gelten sinngemäss auch instanzübergreifend\n(E. 4.1).\n\nb Nach Art. 17a Abs. 3 HG hat das Grundbuchamt die gewährte Stundung der\nSteuer zwar aufzuheben, sobald es zum Schluss kommt, die Voraussetzungen für einen Steuererlass seien nicht erfüllt. Allerdings muss es der gesuchstellenden Person unbenommen bleiben, die gesamte ihr gewährte Stundungsfrist zum definitiven Nachweis der zweijährigen Wohnsitzdauer nach\nArt. 11b Abs. 1 auszuschöpfen, solange die Verfügung des Grundbuchamtes\nnoch nicht in Rechtskraft erwachsen ist und kein Revisionsgrund vorliegt (E.\n4.1).\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\n\na En vertu de l’article 25 LPJA, les parties peuvent invoquer de nouveaux faits\net moyens de preuve en cours de procédure tant que la décision, la décision\nsur recours ou le jugement n’ont pas été rendus ou que l’administration des\npreuves n’a pas été formellement close par une ordonnance de l’autorité qui\ndirige la procédure. Cet article s’applique à tous les stades de la procédure.\nLes mêmes principes valent également par analogie lorsque la procédure\npasse d’une instance à l’autre (c. 4.1).\n\nb Selon l’article 17a, alinéa 3 LIMu, le bureau du registre foncier doit certes\nrévoquer le sursis à l’impôt dès qu’il conclut que les conditions d’une exonération fiscale ne sont pas réunies. Toutefois, la personne requérante doit\nconserver la possibilité d’apporter la preuve définitive que l’immeuble lui a\nservi de domicile principal pendant deux ans, conformément à l’article 11b,\nalinéa 1 LIMu, durant toute la période du sursis accordé pour autant que la\ndécision du bureau du registre foncier ne soit pas entrée en force et qu’il\nn’existe pas de motif de révision (c. 4.1).\n\nSachverhalt\n\nA.\nMit Kaufvertrag vom 26. Oktober 2017 erwirbt A.______ das Grundstück\nC.______-Gbbl. Nr. 1000, das er bereits seit 1. April 2011 bewohnt hat, zu Eigentum. Gleichen Datums stellt er ein Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung sowie Stundung der Handänderungssteuer für selbstgenutztes Wohneigentum.\nDiese Unterlagen reicht er am 22. November 2017 beim Grundbuchamt B.______\n(nachfolgend. Grundbuchamt) ein. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2017 stundet\ndas Grundbuchamt die veranlagte Handänderungssteuer im Umfang von Fr.\n8'190.– für die Dauer von drei Jahren ab Zeitpunkt des Grundstückserwerbs.\nAm 18. Dezember 2019 reicht A.______ beim Grundbuchamt als Nachweis des\nselbstgenutzten Wohneigentums das Grundbuchformular 2b sowie eine vom 16.\nDezember 2019 datierte Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde\nC.______ ein.\n\nMit Verfügung vom 20. Dezember 2019 weist das Grundbuchamt das Gesuch um\nnachträgliche Steuerbefreiung vom 26. Oktober 2017 ab und hebt die Stundungsverfügung vom 11. Dezember 2017 auf. Ferner legt es A.______ die gestundete\nHandänderungssteuer inkl. Zins und Gebühren in der Höhe von insgesamt Fr.\n9'000.50 zur Bezahlung auf. Es begründet dies damit, dass die Voraussetzungen\nfür eine Steuerbefreiung nicht gegeben seien.\n\nB.\nAm 17. Januar 2020 erhebt A.______ Beschwerde bei der Direktion für Inneres\nund Justiz des Kantons Bern (DIJ) und beantragt, die Verfügung vom 20. Dezember 2019 aufzuheben. Sein Gesuch vom 26. Oktober 2017 um nachträgliche Steu-\n\n2\nerbefreiung sei gutzuheissen und das bestehende Grundpfandrecht auf der Liegenschaft C.______-Gbbl. Nr. 1000 sei zu löschen. Er legt der Beschwerde Unterlagen bei, welche die Erfüllung der Voraussetzungen zur nachträglichen Gutheissung seines Gesuchs belegen sollen.\nMit Vernehmlassung vom 24. Januar 2020 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge.\nMit Eingabe vom 3. Februar 2020 reicht der Beschwerdeführer weitere Belege ein,\ndarunter namentlich eine Abmeldebescheinigung der Einwohnergemeinde\nC.______ vom 31. Januar 2020. Auf weitere Bemerkungen verzichtet er. Auch das\nGrundbuchtamt erklärt mit Schreiben vom 27. Februar 2020, auf eine zusätzliche\nStellungnahme zu verzichten.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n"}