{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2023-04-11", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-JGK-6597_2023-04-11.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.JGK.6597 11.04.2023.pdf", "Checksum": "3466067b2fa2f84534ebc76927ce944f"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.JGK.6597"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 11.04.2023 2019.JGK.6597"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 11.04.2023 2019.JGK.6597"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Die Notwendigkeit des Aussprachetermins an sich, der Ärger der Stockwerkeigentümerschaft über die Verzögerung, die mehrmaligen Entschuldigungsäusserungen und die Äusserung der Stockwerkeigentü-merschaft betreffend nicht kalkulierten und zusätzlichen finanziellen Aufwendungen zeigen auf, dass nicht mit solchen Bauverzögerungen gerechnet worden war. Demzufolge handelt es sich um eine Bauver-zögerung, welche unvorhersehbar war und daher gestützt auf die Ausführungen in den Materialien eine Erstreckung der Frist zur Wohnsitzbegründung bis zum 6. Oktober 2020 rechtfertigt. \nWird eine Frist gemäss Art. 11b Abs. 2 HStG ausnahmsweise erstreckt, verlängert sich auch die Maxi-malfrist um die entsprechende Dauer (E. 4.4).\n"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "La nécessité d’un entretien sur le report du délai, la colère exprimée par les copropriétaires par étages face au retard, les excuses répétées formulées par l’entreprise chargée des travaux ainsi que la déclara-tion des copropriétaires par étages concernant les dépenses supplémentaires non calculées montrent que l’on ne s’attendait pas à un retard aussi important que celui qui s’est produit. Il s’agit donc d’un retard dans les travaux qui n’était pas prévisible et justifie de ce fait une prolongation du délai pour l’élection du domi-cile jusqu’au 6 octobre 2020 sur la base des explications mentionnées dans les travaux préparatoires. \nSi un délai est exceptionnellement prolongé en vertu de l’article 11b, alinéa 2 LIMu, le délai maximal est également prolongé de la durée correspondante (c. 4.4).\n"}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:21", "Checksum": "64b9cf219c0e514aacd7fb2c788fa8dc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 11.04.2023 2019.JGK.6597\nRegeste:\nDie Notwendigkeit des Aussprachetermins an sich, der Ärger der Stockwerkeigentümerschaft über die Verzögerung, die mehrmaligen Entschuldigungsäusserungen und die Äusserung der Stockwerkeigentü-merschaft betreffend nicht kalkulierten und zusätzlichen finanziellen Aufwendungen zeigen auf, dass nicht mit solchen Bauverzögerungen gerechnet worden war. Demzufolge handelt es sich um eine Bauver-zögerung, welche unvorhersehbar war und daher gestützt auf die Ausführungen in den Materialien eine Erstreckung der Frist zur Wohnsitzbegründung bis zum 6. Oktober 2020 rechtfertigt. \nWird eine Frist gemäss Art. 11b Abs. 2 HStG ausnahmsweise erstreckt, verlängert sich auch die Maxi-malfrist um die entsprechende Dauer (E. 4.4).\n\n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz: 2019.JGK.6597\n\nBeschwerdeentscheid vom 11. April 2023\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\nDie Notwendigkeit des Aussprachetermins an sich, der Ärger der Stockwerkeigentümerschaft über die\nVerzögerung, die mehrmaligen Entschuldigungsäusserungen und die Äusserung der Stockwerkeigentümerschaft betreffend nicht kalkulierten und zusätzlichen finanziellen Aufwendungen zeigen auf, dass\nnicht mit solchen Bauverzögerungen gerechnet worden war. Demzufolge handelt es sich um eine Bauverzögerung, welche unvorhersehbar war und daher gestützt auf die Ausführungen in den Materialie n\neine Erstreckung der Frist zur Wohnsitzbegründung bis zum 6. Oktober 2020 rechtfertigt.\n\nWird eine Frist gemäss Art. 11b Abs. 2 HStG ausnahmsweise erstreckt, verlängert sich auch die Maximalfrist um die entsprechende Dauer (E. 4.4).\n\nImpôt sur les mutations suite à l’acquisition d’un logement destiné à l’usage personnel\n\nLa nécessité d’un entretien sur le report du délai, la colère exprimée par les copropriétaires par étages\nface au retard, les excuses répétées formulées par l’entreprise chargée des travaux ainsi que la déclaration des copropriétaires par étages concernant les dépenses supplémentaires non calculées montrent\nque l’on ne s’attendait pas à un retard aussi important que celui qui s’est produit. Il s’agit donc d’un retard dans les travaux qui n’était pas prévisible et justifie de ce fait une prolongation du délai pour\nl’élection du domicile jusqu’au 6 octobre 2020 sur la base des explications mentionnées dans les travaux\npréparatoires.\n\nSi un délai est exceptionnellement prolongé en vertu de l’article 11b, alinéa 2 LIMu, le délai maximal est\négalement prolongé de la durée correspondante (c. 4.4).\n\nSachverhalt\n\nA.\nMit Kaufvertrag vom 8. September 2017 erwarb A.______________ die Grundstücke Gbbl. Nrn. 1000-10\n\n1\n(Stockwerkeinheit) und 1000-20 (Miteigentumsanteil/Einstellhallenplatz) zu Alleineigentum. In seiner\nSelbstdeklaration vom 13. September 2017 (eingegangen beim Grundbuchamt am 6. Oktober 2017) gab\ner den Kaufpreis von Fr. 546'000.– als Bemessungsgrundlage für die Handänderungssteuer an. Gleichzeitig stellte er ein Gesuch um eine nachträgliche Steuerbefreiung für selbstgenutztes Wohneigentum für\ndie Handänderungssteuer.\n\nMit Verfügung vom 28. November 2017 veranlagte das Grundbuchamt die Handänderungssteuer im Umfang von Fr. 9'828.– und stundete sie für die Dauer von drei Jahren ab Grundstückserwerb. Zur Sicherung der gestundeten Handänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht im Grundbuch\neingetragen.\n\nAm 8. Juli 2019 ersuchte A.______________ das Grundbuchamt schriftlich um eine Fristverlängerung\nvon zwei Jahren und teilte mit, dass er voraussichtlich per Ende Januar 2020 in die erworbene Liegenschaft einziehen werde. Mit Schreiben vom 18. Juli 2019 nahm das Grundbuchamt dazu Stellung und\nräumte A.______________ eine Frist von 30 Tagen für einen allfälligen Gesuchsrückzug ein.\n\nRechtsanwalt B._____________ teilte mit Schreiben vom 21. August 2019 mit, dass er\nA.______________ vertrete und dieser das «Verschiebungsgesuch» nicht zurückziehe.\n\nMit Verfügung vom 27. August 2019 hob das Grundbuchamt die Stundungsverfügung vom\n28. November 2017 auf. Zudem verpflichtete es A.______________ zur Bezahlung der gestundeten\nSteuer von Fr. 9'828.– zuzüglich Zins.\n\nB.\nGegen diese Verfügung erhebt A.______________ am 26. September 2019 Beschwerde bei der Justiz-,\nGemeinde- und Kirchendirektion (JGK; heute Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]) und beantragt sinngemäss, die Verfügung vom 27. August 2019 sei aufzuheben und es sei ihm die Stundungsfrist der\nHandänderungssteuer von drei auf insgesamt fünf Jahre zu verlängern.\n\nIn seiner Vernehmlassung vom 18. Oktober 2019 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der Beschwerde. Dazu hat A.______________ mit Schreiben vom 11. Dezember 2019 Stellung genommen.\n\nMit Verfügung vom 7. Juli 2021 hat das instruierende Rechtsamt der DIJ A.______________ aufgefordert, eine Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde C.____ sowie das Formular 2b zum\nNachweis des selbstgenutzten Wohneigentums einzureichen. Die entsprechenden Unterlagen wurden\nfristgereicht zugestellt.\n\nMit Schreiben vom 10. März 2022 stellt A.______________ dem Rechtsamt DIJ das Formular 2b im\nDoppel und die Hauptwohnsitzbestätigung, datiert vom 2. März 2022, zu. Darin bestätigt die Gemeinde\nden ununterbrochenen Wohnsitz von A.______________ in der Gemeinde C.____ seit dem 24. Februar\n2020.\n\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen\nnäher eingegangen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n"}