{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2021-03-17", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-JGK-6290----201_2021-03-17.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.JGK.6290 2019.JGK.6370 17.03.2021.pdf", "Checksum": "e38922e71ec7483651c90d57a93c5655"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.JGK.6290  / 2019.JGK.6370"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 17.03.2021 2019.JGK.6290  / 2019.JGK.6370"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 17.03.2021 2019.JGK.6290  / 2019.JGK.6370"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Erwerberinnen und Erwerber sind verpflichtet, dem Grundbuchamt unaufgefordert vor Ablauf der Stundung den Nachweis der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung gemäss Art. 11b HG zu erbringen (Art. 17a Abs. 1 HG). Die Einhaltung dieser Frist stellt nebst den Voraussetzungen gemäss Art. 11b HG ein weiteres Kriterium für die nachträgliche Steuerbefreiung dar. (E. 3.4.1) <br/>b Die Frist gemäss Art. 17a Abs. 1 HG zur Erbringung des Nachweises der erfüllten Voraussetzungen für die nachträgliche Steuerbefreiung ist eine gesetzliche Frist und kann nicht erstreck werden (vgl. Art. 43 Abs. 1 VRPG). (E.3.5)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a L'acquéreur ou l'acquéreuse doit prouver spontanément au bureau du registre foncier, avant l'expiration du sursis, que les conditions d'exonération fiscale prévues à l'article 11b LIMu (art. 17a, al. 1 LIMu) sont réalisées. Parallèlement au respect de ces dernières, le respect du délai constitue aussi un critère d'octroi de l'exonération a posteriori (c. 3.4.1). <br/>b Le délai prévu par l'article 17a, alinéa 1 LIMu pour apporter la preuve du respect des conditions d'exonération fiscale a posteriori est un délai légal, lequel ne saurait être prolongé (cf. art. 43, al. 1 LPJA; c. 3.5). "}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:06", "Checksum": "66c8fa69e54a694292978b30cc05209e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 17.03.2021 2019.JGK.6290  / 2019.JGK.6370\nRegeste:\na Erwerberinnen und Erwerber sind verpflichtet, dem Grundbuchamt unaufgefordert vor Ablauf der Stundung den Nachweis der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung gemäss Art. 11b HG zu erbringen (Art. 17a Abs. 1 HG). Die Einhaltung dieser Frist stellt nebst den Voraussetzungen gemäss Art. 11b HG ein weiteres Kriterium für die nachträgliche Steuerbefreiung dar. (E. 3.4.1) <br/>b Die Frist gemäss Art. 17a Abs. 1 HG zur Erbringung des Nachweises der erfüllten Voraussetzungen für die nachträgliche Steuerbefreiung ist eine gesetzliche Frist und kann nicht erstreck werden (vgl. Art. 43 Abs. 1 VRPG). (E.3.5)\n\nDirektion für Inneres Direction de l’intérieur\nund Justiz et de la justice\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2019.JGK.6290\n2019.JGK.6370\n\nBeschw erdeentscheid vom 17. März 2021\n\nHandänderungssteuer; Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Erwerberinnen und Erwerber sind verpflichtet, dem Grundbuchamt unaufgefordert\nvor Ablauf der Stundung den Nachweis der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung gemäss Art. 11b HG zu erbringen (Art. 17a Abs. 1 HG). Die Einhaltung dieser Frist stellt\nnebst den Voraussetzungen gemäss Art. 11b HG ein weiteres Kriterium für die nachträgliche Steuerbefreiung dar. (E. 3.4.1)\n\nb Die Frist gemäss Art. 17a Abs. 1 HG zur Erbringung des Nachweises der erfüllten Voraussetzungen für die nachträgliche Steuerbefreiung ist eine gesetzliche Frist und\nkann nicht erstreck werden (vgl. Art. 43 Abs. 1 VRPG). (E.3.5)\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\n\na L’acquéreur ou l’acquéreuse doit prouver spontanément au bureau du registre foncier, avant l’expiration du sursis, que les conditions d’exonération fiscale prévues à\nl’article 11b LIMu (art. 17a, al. 1 LIMu) sont réalisées. Parallèlement au respect de ces\ndernières, le respect du délai constitue aussi un critère d’octroi de l’exonération a\nposteriori (c. 3.4.1).\n\nb Le délai prévu par l’article 17a, alinéa 1 LIMu pour apporter la preuve du respect des\nconditions d’exonération fiscale a posteriori est un délai légal, lequel ne saurait être\nprolongé (cf. art. 43, al. 1 LPJA; c. 3.5).\n\nSachverhalt\n\nA.\nA.______ und B.______ kaufen am 13. Juli 2016 das Grundstück C.______ Gbbl.\nNr. 1000 zu Gesamteigentum als einfache Gesellschaft und stellen ein Gesuch um\nnachträgliche Steuerbefreiung und Stundung der Handänderungssteuer für selbstgenutztes Wohneigentum.\nMit Verfügung vom 21. September 2016 stundet das Grundbuchamt D.______\n(nachfolgend Grundbuchamt) die Handänderungssteuer gestützt auf die eingereichte Selbstdeklaration im Betrag von Fr. 5'305.45 für die Dauer von drei Jahren\nab Datum des Grundstückerwerbs. Für die gestundete Handänderungssteuer\nwurde ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nB.\nIn seinem Schreiben vom 2. Mai 2019 weist das Grundbuchamt A.______ und\nB.______ darauf hin, dass die Stundungsfrist am 13. Juli 2019 ablaufen werde und\nvor deren Ablauf der Nachweis erbracht werden müsse, dass alle Voraussetzungen zur Steuerbefreiung erfüllt sind oder zum Zeitpunkt des Ablaufs der Stundung\nerfüllt sein werden.\nMit Verfügungen vom 14. August 2019 hebt das Grundbuchamt die am 21. September 2016 verfügte Stundung auf und verfügt, dass die bisher gestundete Handänderungssteuer von Fr. 5'305.45 von A.______ und B.______ je zu Fr. 2'898.35\nbzw. Fr. 2'898.30 zuzüglich Zins und Gebühren zu bezahlen sei.\n\nC.\nGegen die beiden Verfügungen des Grundbuchamts vom 14. August 2019 erheben A.______ am 10. September 2019 und B.______ am 15. September 2019\nBeschwerde bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern\n(seit 1. Januar 2020 Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]). Sie stellen sinngemäss\nden Antrag auf Aufhebung der Verfügungen vom 14. August 2019 und dass auf\ndie Bezahlung der Handänderungssteuer zu verzichten sei. Gleichzeitig mit ihren\nBeschwerden reichen die Beschwerdeführenden die Hauptwohnsitzbestätigung\nder Einwohnergemeinde Bern ein.\nMit Verfügung vom 20. September 2019 vereinigt das instruierende Rechtsamt die\nbeiden Beschwerdeverfahren 2019.JGK.6290 und 2019.JGK.6370.\nIn seiner Beschwerdevernehmlassung vom 25. September 2019 beantragt das\nGrundbuchamt die vollumfängliche Abweisung der beiden Beschwerden und die\nBestätigung der Verfügungen vom 14. August 2019.\nIm Rahmen ihrer Stellungnahme vom 24. Februar 2020 beantragen die in der Zwischenzeit durch Rechtsanwalt E.______ vertretenen Beschwerdeführenden Folgendes:\n\n«1. Die Beschwerden seien gut zu heissen und die Verfügungen der Vorinstanz vom\n14. August 2019 seien aufzuheben.\n\n2\n2. Es sei durch die Beschwerdeinstanz festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden\nden Beweis für das selbstgenutzte Wohneigentum als Hauptwohnsitz erbracht haben\n(Rechtsheilung).\n\n3. Auf die Erhebung der Handänderungssteuer je CHF 2'898.30 (inkl. 3% Verzugszinsen) sei infolge des inzwischen erbrachten Nachweises von Amtes wegen zu verzichten.\n\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST»\n\nDas Grundbuchamt verzichtet in seiner Eingabe vom 4. März 2020 darauf, weitere\nBemerkungen anzubringen und hält an seinem Antrag auf Abweisung der Beschwerden fest.\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n"}