{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2020-02-20", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-JGK-6034_2020-02-20.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.JGK.6034 20.02.2020.pdf", "Checksum": "78733fa3daf09a5478cc3cd7ed8c9157"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.JGK.6034"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 20.02.2020 2019.JGK.6034"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 20.02.2020 2019.JGK.6034"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Die ausschliessliche Wohnnutzung gemäss Art. 11b Abs. 1 HG schliesst jede andere Art der Benutzung der Liegenschaft aus. 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Bereits bei Deckungsgleichheit zwischen der Liegenschaft und dem Sitz einer GmbH liegt keine ausschliessliche Wohnnutzung mehr vor (E. 4.2 f.)\n\nDirektion für Inneres Direction de l’intérieur et de\nund Justiz la justice\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2019.JGK.6034\n\nBeschw erdeentscheid vom 20. Februar 2020\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\nDie ausschliessliche Wohnnutzung gemäss Art. 11b Abs. 1 HG schliesst jede\nandere Art der Benutzung der Liegenschaft aus. Bereits bei Deckungsgleichheit\nzwischen der Liegenschaft und dem Sitz einer GmbH liegt keine ausschliessliche\nWohnnutzung mehr vor (E. 4.2 f.)\n\nImpôt sur les mutations suite à l’acquisition d’un logement destiné à\nl’usage personnel\n\nL’utilisation exclusive à des fins d’habitation prévue par l’article 11b, alinéa 1 LIMu est inconciliable avec tout autre type d’utilisation. Lorsqu’un bienfonds est occupé à parts égales par un logement et le siège d’une Sàrl, il ne\ns’agit plus d’une utilisation exclusive à des fins d’habitation (c. 4.2 s.).\n\nSachverhalt\n\nA.\nMit Kaufvertrag vom 30. Juni 2016 erwarb A.______ das Grundstück C.______\nGbbl. Nr. 1000. Zusammen mit der Grundbuchanmeldung wurde am 11. Juli\n2016 beim Grundbuchamt B.______, (nachfolgend Grundbuchamt), ein Gesuch\num nachträgliche Befreiung und Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum\ngestellt. Mit Verfügung vom 9. August 2016 veranlagte das Grundbuchamt die\nHandänderungssteuer in der Höhe von Fr. 12'240.– und stundete die Steuer in\ndemselben Umfang für die Dauer von drei Jahren ab Datum des Grundstückerwerbs. Für die gestundete Handänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch eingetragen.\nB.\nAm 8. Mai 2019 reichte A.______ dem Grundbuchamt das Formular zum Nachweis des selbstgenutzten Wohneigentums sowie eine Hauptwohnsitzbestätigung\nder Einwohnergemeinde C.______ von 30. April 2019 ein.\nDas Grundbuchamt forderte mit Schreiben vom 16. Mai 2019 A.______ auf, seine Wohnsituation und Raumnutzung darzulegen, allenfalls unter Beilage entsprechender Beweismittel, und die Steuererklärung und Veranlagung der Jahre\n2016 bis 2018 einzureichen. Mit Verfügung vom 13. August 2019 wies das\nGrundbuchamt das Gesuch vom 30. Juni 2016 um nachträgliche Steuerbefreiung\nab und hob die Stundungsverfügung vom 9. August 2016 auf. Gleichzeitig auferlegte das Grundbuchamt A.______ die gestundete Steuer von Fr. 12'240.– samt\nZins und Gebühren.\n\nC.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamts vom 13. August 2019 erhebt\nA.______ am 2. September 2019 Beschwerde bei der Justiz-, Gemeinde- und\nKirchendirektion des Kantons Bern (JGK; seit 1. Januar 2020 Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]) und beantragt sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Befreiung von der gestundeten Handänderungssteuer.\nIn seiner Vernehmlassung vom 16. September 2019 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung vom 13. August 2019.\nA.______ hält in seiner Eingabe vom 4. Oktober 2019 an seiner Beschwerde\nfest.\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Gemäss Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die\nHandänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für Verfügungen der\nGrundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine Rechtspflegebestimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die DIJ Verfügungen der Grundbuchämter. Die DIJ ist damit für die Beurteilung der vorlie-\n\n2\ngenden Beschwerde gegen die Verfügung des Grundbuchamts vom 13. August\n2019 zuständig.\n\n1.2 Grundsätzlich ist zur Beschwerdeführung befugt, wer vor der Vorinstanz\nam Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders\nberührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung\nhat (Art. 65 Abs. 1 VRPG). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene\nVerfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt.\nAuf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n"}