{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2020-01-23", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-JGK-5419_2020-01-23.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.JGK.5419 23.01.2020.pdf", "Checksum": "d16d968d14813e27c29bc98409132eac"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.JGK.5419"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 23.01.2020 2019.JGK.5419"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 23.01.2020 2019.JGK.5419"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Die Verzögerung der Wohnsitznahme durch den Grundeigentümer mit der Begründung, keinen Rückschritt im Gesundheitszustand einer bereits in der Wohnung lebenden Person zu riskieren, stellt keinen begründeten Ausnahmefäll im Sinne von Art. 11b Abs. 2 letzter Satz HG dar (E. 3.2)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Le report de l'installation du propriétaire foncier dans son logement au motif qu'il ne veut pas risquer d'aggraver l'état de santé d'une personne qui y réside déjà ne constitue pas un cas exceptionnel et motivé au sens de l'article 11b, alinéa 2, dernière phrase LIMu (c. 3.2)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:05", "Checksum": "8e8504115ac531ee7b44b6f15a555367", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 23.01.2020 2019.JGK.5419\nRegeste:\nDie Verzögerung der Wohnsitznahme durch den Grundeigentümer mit der Begründung, keinen Rückschritt im Gesundheitszustand einer bereits in der Wohnung lebenden Person zu riskieren, stellt keinen begründeten Ausnahmefäll im Sinne von Art. 11b Abs. 2 letzter Satz HG dar (E. 3.2).\n\nDirektion für Inneres Direction de l’intérieur et de\nund Justiz la justice\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2019.JGK.5419\n\nBeschw erdeentscheid vom 23. Januar 2020\n\nHandänderungssteuer – Ausnahmefall für Erstreckung der Einzugsfrist\n\nDie Verzögerung der Wohnsitznahme durch den Grundeigentümer mit der Begründung, keinen Rückschritt im Gesundheitszustand einer bereits in der Wohnung lebenden Person zu riskieren, stellt keinen begründeten Ausnahmefäll im\nSinne von Art. 11b Abs. 2 letzter Satz HG dar (E. 3.2).\n\nImpôt sur les mutations – Exception justifiant une prolongation du délai\npour emménager dans le logement\n\nLe report de l’installation du propriétaire foncier dans son logement au motif qu’il\nne veut pas risquer d’aggraver l’état de santé d’une personne qui y réside déjà\nne constitue pas un cas exceptionnel et motivé au sens de l’article 11b, alinéa 2,\ndernière phrase LIMu (c. 3.2).\n\nSachverhalt\n\nA.\nA.______ kaufte am 7. Juni 2018 das Grundstück C.______ Gbbl. Nr. 1000. Der\nErwerb des Grundstücks wurde am 12. Juni 2018 in das Grundbuch eingetragen.\nMit Verfügung vom 24. September 2018 stundete das Grundbuchamt B.______\n(nachfolgend Grundbuchamt) die veranlagte Handänderungssteuer von Fr.\n14'400.– für die Dauer von drei Jahren ab Grundstückserwerb.\nAm 5. Juni 2019 stellte A.______ beim Grundbuchamt ein «Gesuch um Fristverlängerung der Einzugsfrist». Zur Begründung gab er an, dass er mit seinem Umzug warten müsse, bis es D. ______, welche an einer Multiplen Chemikalien-\nSensitivität (MCS) leide und der er erlaubt habe, sich zu ihrer Erholung in seiner\nfür MCS Patienten besonders gut eignenden Liegenschaft C.______ Gbbl. Nr.\n1000 unterzukommen, etwas bessergehe.\n\nDas Grundbuchamt wies das Gesuch um Fristerstreckung mit Verfügung vom\n5. Juli 2019 ab, hob gleichzeitig die Stundungsverfügung vom 24. September\n2018 auf und auferlegte dem Beschwerdeführer die Bezahlung der bisher gestundeten Handänderungssteuer von Fr. 14'400.– zuzüglich Zinsen und Gebühren.\n\nB.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamts vom 5. Juli 2019 reichte A.______ am\n5. August 2019 Beschwerde bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion\n(JGK; seit dem 1. Januar 2020 Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]) ein. Er beantragt die Wiedererwägung seines Fristerstreckungsgesuchs und die Erteilung\neiner zweijährigen Einzugsfrist, welche standardmässig gewährt werden könne.\nIn seiner Vernehmlassung vom 15. August 2019 beantragt das Grundbuchamt\ndie vollumfängliche Abweisung der Beschwerde vom 5. August 2019 und die\nBestätigung der Verfügung des Grundbuchamts vom 5. Juli 2019.\nAuf die verschiedenen Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich,\nin den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\nDas Verfahren richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai\n1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21), soweit das Gesetz\nvom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2)\nnichts Abweichendes bestimmt (Art. 26 Abs. 1 HG). Weil dieses Gesetz für die\nnachträgliche Steuerbefreiung, die nicht Teil der Handänderungssteuerveranlagung ist, in Bezug auf das Rechtsmittelverfahren keine vom VRPG abweichenden Vorschriften enthält, ist die DIJ zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde\nzuständig (Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG und Art. 1 Abs. 1 Bst. o der Verordnung\nvom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Direktion für\nInneres und Justiz [Organisationsverordnung DIJ, OrV DIJ; BSG 152.221.131]).\nZur Beschwerdeführung ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein\nschutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 65 Abs. 1\nVRPG). Der Beschwerdeführer ist als unterlegener Gesuchsteller von der angefochtenen Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an\nderen Aufhebung. Er ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n"}