{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2022-01-25", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-JGK-4921_2022-01-25.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.JGK.4921 25.01.2022.pdf", "Checksum": "f523251882ea22d7606fd00fb991a42a"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.JGK.4921"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 25.01.2022 2019.JGK.4921"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 25.01.2022 2019.JGK.4921"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Im vorliegenden Fall verfügt die im Miteigentum erworbene Liegenschaft über zwei separate Wohnungen. Die Voraussetzungen zur Steuerbefreiung sind grundsätzlich auch dann erfüllt, wenn der Miteigentümer und die Miteigentümerin je alleine in einer der beiden Wohnungen leben, sofern keine Räume an einen Dritten vermietet oder einem Dritten zur Nutzung überlassen werden (Erw. 4). <br/>b Wenn Teile des Grundstück jedoch zu gewerblichen Zwecken - sei es durch den Grundeigentümer selbst oder durch eine Drittperson - genutzt werden, liegt keine reine Selbstnutzung im Sinne des Handänderungssteuergesetzes vor. Die Nutzung des Schafstalls und des Weidelandes auf dem erworbenen Grundstück durch den Nachbar, welcher ein landwirtschaftliches Gewerbe gemäss dem Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991 (BGBB; SR 211.412.11) betreibt, schliesst eine ausschliessliche Nutzung des Grundstückes durch die Grundeigentümer aus. "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a Dans le cas présent, l’immeuble acquis en copropriété se compose de deux appartements séparés. Les conditions d’une exonération fiscale sont en principe remplies si le copropriétaire et la copropriétaire occupent chacun de son côté l’un des deux appartements, dans la mesure où aucune pièce n’est louée à un tiers ou cédée à un tiers pour son usage personnel (c. 4). <br/>b Si des parties de l’immeuble sont utilisées à des fins commerciales, que ce soit par l’un des copropriétaires ou par un tiers, le logement n’est plus destiné exclusivement à l’usage personnel des propriétaires au sens de la loi concernant les impôts sur les mutations. Le fait que le voisin, qui exploite une entreprise agricole conformément à la loi fédérale du 4 octobre 1991 sur le droit foncier rural (LDFR; RS 211.412.11), utilise la bergerie et le pâturage sis sur l’immeuble acquis est incompatible avec l’usage exclusif de l’immeuble par ses propriétaires. "}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:18", "Checksum": "5427572c2b0b7a87010e63a95655af6b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 25.01.2022 2019.JGK.4921\nRegeste:\na Im vorliegenden Fall verfügt die im Miteigentum erworbene Liegenschaft über zwei separate Wohnungen. Die Voraussetzungen zur Steuerbefreiung sind grundsätzlich auch dann erfüllt, wenn der Miteigentümer und die Miteigentümerin je alleine in einer der beiden Wohnungen leben, sofern keine Räume an einen Dritten vermietet oder einem Dritten zur Nutzung überlassen werden (Erw. 4). <br/>b Wenn Teile des Grundstück jedoch zu gewerblichen Zwecken - sei es durch den Grundeigentümer selbst oder durch eine Drittperson - genutzt werden, liegt keine reine Selbstnutzung im Sinne des Handänderungssteuergesetzes vor. Die Nutzung des Schafstalls und des Weidelandes auf dem erworbenen Grundstück durch den Nachbar, welcher ein landwirtschaftliches Gewerbe gemäss dem Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991 (BGBB; SR 211.412.11) betreibt, schliesst eine ausschliessliche Nutzung des Grundstückes durch die Grundeigentümer aus. \n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\nwww.be.ch/ra-dij\n\n2019.JGK.4921\n\nBeschwerdeentscheid vom 25. Januar 2022\n\nHandänderungssteuer; selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Im vorliegenden Fall verfügt die im Miteigentum erworbene Liegenschaft über zwei separate Wohnungen. Die Voraussetzungen zur Steuerbefreiung sind grundsätzlich auch dann erfüllt, wenn der Miteigentümer und die Miteigentümerin je alleine in einer der beiden Wohnungen leben, sofern keine Räume\nan einen Dritten vermietet oder einem Dritten zur Nutzung überlassen werden (Erw. 4).\n\nb Wenn Teile des Grundstück jedoch zu gewerblichen Zwecken - sei es durch den Grundeigentümer\nselbst oder durch eine Drittperson - genutzt werden, liegt keine reine Selbstnutzung im Sinne des Handänderungssteuergesetzes vor. Die Nutzung des Schafstalls und des Weidelandes auf dem erworbenen\nGrundstück durch den Nachbar, welcher ein landwirtschaftliches Gewerbe gemäss dem Bundesgesetz\nüber das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991 (BGBB; SR 211.412.11) betreibt, schliesst eine\nausschliessliche Nutzung des Grundstückes durch die Grundeigentümer aus.\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la propriétaire\n\na Dans le cas présent, l’immeuble acquis en copropriété se compose de deux appartements séparés.\nLes conditions d’une exonération fiscale sont en principe remplies si le copropriétaire et la copropriétaire\noccupent chacun de son côté l’un des deux appartements, dans la mesure où aucune pièce n’est louée\nà un tiers ou cédée à un tiers pour son usage personnel (c. 4).\n\nb Si des parties de l’immeuble sont utilisées à des fins commerciales, que ce soit par l’un des copropriétaires ou par un tiers, le logement n’est plus destiné exclusivement à l’usage personnel des propriétaires au sens de la loi concernant les impôts sur les mutations. Le fait que le voisin, qui exploite une\nentreprise agricole conformément à la loi fédérale du 4 octobre 1991 sur le droit foncier rural (LDFR;\nRS 211.412.11), utilise la bergerie et le pâturage sis sur l’immeuble acquis est incompatible avec l’usage\nexclusif de l’immeuble par ses propriétaires.\nSachverhalt\n\nA.\nFrau B.______ und Herr C.______ kauften am 5. April 2017 das Grundstück D.______ Gbbl. Nr. 100 zu\nje hälftigem Miteigentum (vgl. Kaufvertrag vom 24. März 2017 sowie Grundbuchanmeldung vom 5. April\n2017). Mit der Grundbuchanmeldung stellten sie beim zuständigen Grundbuchamt A.______ (nachfolgend: Grundbuchamt) ein Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung und Stundung der Handänderungssteuer aufgrund selbstgenutzten Wohneigentums.\n\nMit Verfügung vom 15. Mai 2017 stundete das Grundbuchamt die Handänderungssteuer im Umfang von\nFr. 12'600.– für eine Dauer von drei Jahren ab dem Datum des Grundstückserwerbs. Für die gestundete\nHandänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nB.\n\nMit Eingabe vom 20. Mai 2019, angemeldet am 17. April 2019, reichten die Beschwerdeführenden beim\nGrundbuchamt ihre Hauptwohnsitzbestätigungen i.S.v. Art. 17a des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2) ein, je ausgestellt durch die Einwohnergemeinde\nD.______ am 15. April 2019. Gemäss den Wohnsitzbestätigungen begründete C.______ seinen Hauptwohnsitz am 4. Januar 2017 auf dem Grundstück D.______ Gbbl. Nr. 100; B.______ ihrerseits hatte ihren Wohnsitz vom 15. Mai 2005 bis am 31. März 2019 auf dem Grundstück.\n\nMit Verfügung vom 20. Juni 2019 hob das Grundbuchamt die Stundungsverfügung vom 15. Mai 2017 auf\nund legte den Beschwerdeführenden die bisher gestundete Handänderungssteuer von je Fr. 6'867.35\nsamt Zins und Gebühren zur Bezahlung auf.\n\nC.\n\nMit ihrer als «Einsprache zur Veranlagungsverfügung» bezeichneten Eingabe vom 6. Juli 2019 an die\ndamalige Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK; seit 1. Januar 2020 Direktion\nfür Inneres und Justiz [DIJ]) beantragen B.______ und C.______ sinngemäss die Aufhebung der Verfügung des Grundbuchamts vom 20. Juni 2019 und die Befreiung von der bisher gestundeten Handänderungssteuer. Mit Verfügung vom 18. Juli 2019 nimmt die DIJ die Eingabe als Beschwerde an die Hand.\n\nIn seiner Vernehmlassung vom 14. August 2019 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung vom 20. Juni\n2019.\n\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen\nnäher eingegangen.\n\n2\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\n\n"}