{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2020-05-28", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-JGK-4341_2020-05-28.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.JGK.4341 28.05.2020.pdf", "Checksum": "f8eeb500d691e01c842cb66559227b1a"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.JGK.4341"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 28.05.2020 2019.JGK.4341"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 28.05.2020 2019.JGK.4341"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Der Hauptwohnsitz muss innert einem Jahr ab Grundstückserwerb in der Baute begründet werden, wenn diese bereits besteht. 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Ces périodes peuvent être prolongées de la durée du nouveau délai accordé, le cas échéant, selon l'article 11b, alinéa 2 LIMu. <br/>b Le délai d'emménagement peut seulement être prolongé si la requête en est faite avant son expiration (c. 4.3.)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:04", "Checksum": "ecccaa45804f12ec8964a547ee0581b2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 28.05.2020 2019.JGK.4341\nRegeste:\na Der Hauptwohnsitz muss innert einem Jahr ab Grundstückserwerb in der Baute begründet werden, wenn diese bereits besteht. Muss die Baute noch erstellt werden, hat der Bezug innert zwei Jahren ab Grundstückserwerb zu erfolgen. Diese Fristen verlängern sich um die Dauer einer allfälligen Erstreckung gemäss Art. 11b Abs. 2 HG. <br/>b Die Einzugsfrist kann nur erstreckt werden, wenn vor Ablauf der Frist darum nachgesucht wird. (E. 4.3.)\n\nDirektion für Inneres Direction de l'intérieur\nund Justiz et de la justice\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2019.JGK.4341\n\nBeschw erdeentscheid vom 28. Mai 2020\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\na Der Hauptwohnsitz muss innert einem Jahr ab Grundstückserwerb in der\nBaute begründet werden, wenn diese bereits besteht. Muss die Baute noch\nerstellt werden, hat der Bezug innert zwei Jahren ab Grundstückserwerb zu\nerfolgen. Diese Fristen verlängern sich um die Dauer einer allfälligen Erstreckung gemäss Art. 11b Abs. 2 HG.\nb Die Einzugsfrist kann nur erstreckt werden, wenn vor Ablauf der Frist darum\nnachgesucht wird. (E. 4.3.)\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\na Il convient d’élire le domicile principal dans le bâtiment prévu, si celui-ci existe\ndéjà, dans un délai d’un an à compter de l’acquisition de l’immeuble. Si le bâtiment est à construire, il devra être habité dans les deux ans qui suivent l’acquisition de l’immeuble. Ces périodes peuvent être prolongées de la durée du\nnouveau délai accordé, le cas échéant, selon l’article 11b, alinéa 2 LIMu.\nb Le délai d’emménagement peut seulement être prolongé si la requête en est\nfaite avant son expiration (c. 4.3.).\n\nSachverhalt\n\nA.\nGestützt auf den öffentlich beurkundeten Kaufvertrag vom 25. November 2015 erwarben A.______ die Parzelle D.______ Gbbl. Nr. 1000 für Fr. 250'630.– als einfache Gesellschaft zu Gesamteigentum. Am 17. Dezember 2015 meldete Notar\nB.______ das Geschäft beim Grundbuchamt C.______ (nachfolgend: Grundbuchamt) an. Zugleich ersuchte er das Grundbuchamt um nachträgliche Befreiung von\nder Handänderungssteuer und um deren Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum. Mit Verfügung vom 12. Januar 2016 stundete das Grundbuchamt die Handänderungssteuer gemäss Selbstdeklaration im Betrag von Fr. 4'511.35 für die\nDauer von 3 Jahren.\n\nB.\nBeim Grundbuchamt gingen am 14. Januar 2019 zwei Formulare zum Nachweis\ndes selbstgenutzten Wohneigentums sowie zwei Hauptwohnsitzbestätigungen\nein. Mit Verfügung vom 16. Mai 2019 hob das Grundbuchamt die Stundungsverfügung auf. Gleichzeitig auferlegte es A.______ die gestundete Steuer von Fr.\n4'511.35 samt Zins und Gebühr, insgesamt ausmachend Fr. 5'227.50, zur Bezahlung.\n\nD.\nGegen diese Verfügung des Grundbuchamts erhoben A.______, vertreten durch\nNotar und Rechtsanwalt B.______, am 17. Juni 2019 Beschwerde bei der Justiz-,\nGemeinde- und Kirchendirektion (heute: Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]), mit\ndem Rechtsbegehren, die Verfügung vom 16. Mai 2019 sei aufzuheben und die\nSteuer sei ihnen zu erlassen.\nIn seiner Beschwerdevernehmlassung vom 4. Juli 2019 beantragt das Grundbuchamt, die Beschwerde sei abzuweisen.\n\nDie Beschwerdeführenden halten in ihrer Stellungnahme vom 12. September 2019\nan den gestellten Anträgen fest.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Das Rechtsmittelverfahren richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21),\nsofern das Gesetz vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG;\nBSG 215.326.2) nicht Abweichendes bestimmt (Art. 26 Abs. 1 HG). Art. 27 HG\nenthält für Verfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung gestützt auf Art. 17a HG keine Bestimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs.\n1 Bst. a VRPG beurteilt die DIJ Verfügungen der Grundbuchämter. Die DIJ ist damit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.\n\n1.2 Grundsätzlich ist zur Beschwerdeführung befugt, wer vor der Vorinstanz am\nVerfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat\n(Art. 65 Abs. 1 VRPG). Die Beschwerdeführenden sind durch die angefochtene\nVerfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n"}