{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2022-01-06", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-JGK-4273_2022-01-06.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.JGK.4273 06.01.2022.pdf", "Checksum": "535ade4eaee868f98905b18b13022834"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.JGK.4273"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 06.01.2022 2019.JGK.4273"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 06.01.2022 2019.JGK.4273"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Anfechtungsobjekt ist vorliegend die als Veranlagungsverfügung betitelte Verfügung des Grundbuchamtes. Mit dieser Verfügung hielt das Grundbuchamt fest, es werde vom Rückzug des Gesuchs Kenntnis genommen und die Stundungsverfügung werde aufgehoben. Zur Begründung hat das Grundbuchamt einzig auf den Gesuchsrückzug verwiesen. Es wurde daher – entgegen der Bezeichnung als Veranlagungsverfügung – nicht eine materielle Beurteilung der Angelegenheit vorgenommen, sondern das Grundbuchamt hat einen Prozessentscheid gefällt. Es hat eine Abschreibungsverfügung erlassen, um das aus seiner Sicht gegenstandslose Verfahren abzuschliessen. Wenn eine Abschreibungsverfügung angefochten wird, bezieht sich das Prozessthema im Beschwerdeverfahren nur darauf, ob die Vorinstanz zu Recht oder zu Unrecht keinen Sachentscheid gefällt hat (E. 1.2)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Le recours porte sur la décision rendue par le Bureau du registre foncier et intitulée «décision de taxation». Dans cette décision, le Bureau du registre foncier constatait qu’il avait pris connaissance du retrait de la demande et qu’il annulait la décision de sursis. À titre de motivation, il mentionnait uniquement le retrait de la demande, raison pour laquelle il ne procédait pas à un examen matériel de la situation – contrairement à ce que laissait entendre l’intitulé «décision de taxation» – mais rendait une décision de procédure. Le Bureau du registre foncier a ensuite rendu une décision de radiation du rôle pour clore la procédure devenue, de son point de vue, sans objet. 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Es hat eine Abschreibungsverfügung erlassen, um das aus seiner Sicht gegenstandslose Verfahren abzuschliessen. Wenn eine Abschreibungsverfügung angefochten wird, bezieht sich das Prozessthema im Beschwerdeverfahren nur darauf, ob die Vorinstanz zu Recht oder zu Unrecht keinen Sachentscheid gefällt hat (E. 1.2).\n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz: 2019.JGK.4273\n\nBeschwerdeentscheid vom 6. Januar 2022\n\nHandänderungssteuer\n\nAnfechtungsobjekt ist vorliegend die als Veranlagungsverfügung betitelte Verfügung des Grundbuchamtes. Mit dieser Verfügung hielt das Grundbuchamt fest, es werde vom Rückzug des Gesuchs Kenntnis\ngenommen und die Stundungsverfügung werde aufgehoben. Zur Begründung hat das Grundbuchamt einzig auf den Gesuchsrückzug verwiesen. Es wurde daher – entgegen der Bezeichnung als Veranlagungsverfügung – nicht eine materielle Beurteilung der Angelegenheit vorgenommen, sondern das Grundbuchamt hat einen Prozessentscheid gefällt. Es hat eine Abschreibungsverfügung erlassen, um das aus seiner\nSicht gegenstandslose Verfahren abzuschliessen. Wenn eine Abschreibungsverfügung angefochten wird,\nbezieht sich das Prozessthema im Beschwerdeverfahren nur darauf, ob die Vorinstanz zu Recht oder zu\nUnrecht keinen Sachentscheid gefällt hat (E. 1.2).\n\nImpôt sur les mutations\n\nLe recours porte sur la décision rendue par le Bureau du registre foncier et intitulée «décision de taxation».\nDans cette décision, le Bureau du registre foncier constatait qu’il avait pris connaissance du retrait de la\ndemande et qu’il annulait la décision de sursis. À titre de motivation, il mentionnait uniquement le retrait\nde la demande, raison pour laquelle il ne procédait pas à un examen matériel de la situation – contrairement à ce que laissait entendre l’intitulé «décision de taxation» – mais rendait une décision de procédure.\nLe Bureau du registre foncier a ensuite rendu une décision de radiation du rôle pour clore la procédure\ndevenue, de son point de vue, sans objet. Lorsqu’une décision de radiation du rôle est attaquée, la procédure de recours vise uniquement à trancher si l’instance précédente a renoncé à tort ou à raison à rendre\nun jugement de fond (c. 1.2).\n\n1\nSachverhalt\n\nA.\nMit Kaufvertrag vom 12. Mai 2016 erwarben die Ehegatten C.______ die Stockwerkeigentumswohnung\n(Gbbl. Nr. 1000-1) sowie den zugehörigen Einstellhallenplatz (Gbbl. Nrn. 1000-10-1) zu Gesamteigentum\nals einfache Gesellschaft. In ihrer Selbstdeklaration vom 3. Juni 2016 gaben sie den Kaufpreis von\nCHF 598’553.85 als Bemessungsgrundlage für die Handänderungssteuer an. Gleichzeitig stellten sie ein\nGesuch um nachträgliche Steuerbefreiung für selbstgenutztes Wohneigentum für den Handänderungssteuerbetrag von CHF 14’400.00.\n\nMit Verfügung vom 27. Juli 2016 veranlagte die Dienststelle B.______ des Grundbuchamtes A.______\n(nachfolgend: Grundbuchamt) die Handänderungssteuer mit CHF 10'773.95 und stundete sie für die Dauer\nvon drei Jahren ab Grundstückserwerb. Zur Sicherung der gestundeten Handänderungssteuer wurde ein\ngesetzliches Grundpfandrecht im Grundbuch eingetragen.\n\nMit Schreiben vom 2. April 2019 wurden C.______ darauf aufmerksam gemacht, dass die Frist zur Erbringung des Nachweises für die Erfüllung der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung am 3. Juni 2019 abgelaufen werde. Am 15. April, 16. April 2019 und 8. Mai 2019 korrespondierten die Beschwerdeführenden\ndiesbezüglich mit dem Grundbuchamt.\n\nMit Verfügung vom 17. Mai 2019 hielt das Grundbuchamt fest, vom Rückzug des Gesuchs um nachträgliche Steuerbefreiung werde Kenntnis genommen.\n\nB.\nGegen diese Verfügung erheben C.______, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt und Notar D.______,\nam 13. Juni 2019 (Postaufgabe gleichentags) Beschwerde bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK; heute Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]) und beantragen sinngemäss, die Verfügung vom\n17. Mai 2019 sei aufzuheben und die Stundung der Handänderungssteuer sei den Beschwerdeführenden\nfür die Dauer von maximal vier Jahren ab Datum des Grundstückserwerbs zu gewähren.\n\nIn seiner Vernehmlassung vom 12. Juli 2019 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der Beschwerde.\n\nMit Verfügung vom 7. Juli 2021 gibt das instruierende Rechtsamt der DIJ den Beschwerdeführenden Gelegenheit nachzuweisen, dass alle Voraussetzungen zur Steuerbefreiung erfüllt sind. Fristgerecht reichen\nsie je eine Hauptwohnsitzbestätigung der Gemeinde E.______ vom 13. Juli 2021 sowie das von ihnen\nausgefüllte und per 3. August 2021 datierte Formular 2b zum Nachweis des selbstgenutzten Wohneigentums ein.\n\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\nVerfügungen des Grundbuchamtes, welche die Handänderungssteuer betreffen, können bei der DIJ mit\n\n"}