{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2019-09-17", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-JGK-3434_2019-09-17.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.JGK.3434 17.09.2019.pdf", "Checksum": "d58fc84442060fd894b956358293865b"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.JGK.3434"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 17.09.2019 2019.JGK.3434"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 17.09.2019 2019.JGK.3434"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Das Einhalten der Frist im Sinne von Art. 17a Abs. 1 HG stellt nebst den in Art. 11b HG erwähnten Voraussetzungen ein weiteres Kriterium für die nachträgliche Steuerbefreiung gemäss Art. 11a HG dar (E. 3.4). <br/>b Die Verantwortung für das fristgerechte Einreichen der Unterlagen im Sinne von Art. 17a Abs. 1 HG liegt bei den gesuchstellenden Personen und sie trifft eine Mitwirkungspflicht (E. 3.4)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a Le respect du délai au sens de l'article 17a, alinéa 1 LIMu constitue, en plus des conditions énoncées à l'article 11b LIMu, un autre critère d'exonération fiscale a posteriori conformément à l'article 11a LIMu (c. 3.4). <br/>b La responsabilité en matière de remise des documents dans le délai prévu au sens de l'article 17a, alinéa 1 LIMu incombe aux personnes requérantes, qui sont tenues de collaborer (c. 3.4)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:04", "Checksum": "c536ba22d9636fd23255126be94ca641", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 17.09.2019 2019.JGK.3434\nRegeste:\na Das Einhalten der Frist im Sinne von Art. 17a Abs. 1 HG stellt nebst den in Art. 11b HG erwähnten Voraussetzungen ein weiteres Kriterium für die nachträgliche Steuerbefreiung gemäss Art. 11a HG dar (E. 3.4). <br/>b Die Verantwortung für das fristgerechte Einreichen der Unterlagen im Sinne von Art. 17a Abs. 1 HG liegt bei den gesuchstellenden Personen und sie trifft eine Mitwirkungspflicht (E. 3.4).\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2019.JGK.3434\n\nBeschw erdeentscheid vom 17. September 2019\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Das Einhalten der Frist im Sinne von Art. 17a Abs. 1 HG stellt nebst den in\nArt. 11b HG erwähnten Voraussetzungen ein weiteres Kriterium für die nachträgliche Steuerbefreiung gemäss Art. 11a HG dar (E. 3.4).\n\nb Die Verantwortung für das fristgerechte Einreichen der Unterlagen im Sinne\nvon Art. 17a Abs. 1 HG liegt bei den gesuchstellenden Personen und sie trifft\neine Mitwirkungspflicht (E. 3.4).\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\n\na Le respect du délai au sens de l’article 17a, alinéa 1 LIMu constitue, en plus\ndes conditions énoncées à l’article 11b LIMu, un autre critère d’exonération\nfiscale a posteriori conformément à l’article 11a LIMu (c. 3.4).\n\nb La responsabilité en matière de remise des documents dans le délai prévu\nau sens de l’article 17a, alinéa 1 LIMu incombe aux personnes requérantes,\nqui sont tenues de collaborer (c. 3.4).\nSachverhalt\n\nA.\nDie Ehegatten A.______ kauften am 1. Februar 2016 die Grundstücke C.______\nGbbl. Nrn. 1000, 2000 und 3000 zu Gesamteigentum als Gütergemeinschaft. In\nihrer Selbstdeklaration der Handänderungssteuer vom 1. Februar 2016 führten sie\nals Bemessungsgrundlage einen Betrag von Fr. 976’000.– auf und ersuchten um\nnachträgliche Steuerbefreiung und Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum.\nMit Verfügung vom 17. März 2016 wurde die Stundung gemäss der Selbstdeklaration für eine Dauer von drei Jahren ab dem Datum des Grundstückserwerbs für\nden Betrag von Fr. 14’400.– gewährt. Für die gestundete Handänderungssteuer\nwurde ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nB.\nMit Schreiben vom 1. März 2019 wandte sich das Grundbuchamt B.______ (nachfolgend Grundbuchamt) an die Ehegatten A.______ und wies sie darauf hin, dass\ndie Frist zur Erbringung des Nachweises, dass alle Voraussetzungen zur Steuerbefreiung vorliegen, am 1. Februar 2019 ungenutzt verstrichen sei. Das Grundbuchamt gewährte den Ehegatten eine nicht erstreckbare Nachfrist für die Einreichung von Unterlagen. In der Folge liessen sich die Ehegatten A.______ innert\nFrist nicht vernehmen.\nMit Verfügung vom 23. April 2019 hob das Grundbuchamt die am 17. März 2016\nverfügte Stundung auf. Zugleich verfügte das Grundbuchamt, dass die bisher gestundete Handänderungssteuer von Fr. 14’400.– sowie der Zins und die Gebühr\nzu bezahlen seien.\n\nC.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 23. April 2019 erhoben die Ehegatten A.______ mit Eingabe vom 1. Mai 2019 Einsprache beim Grundbuchamt.\nSie stellen darin sinngemäss den Antrag auf Aufhebung der Verfügung vom 23.\nApril 2019.\nMit Schreiben vom 13. Mai 2019 leitete das Grundbuchamt die Eingabe vom 1. Mai\n2019 an die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (nachfolgend JGK) zur Behandlung weiter.\n\nD.\nMit Verfügung vom 21. Mai stellte das instruierende Rechtsamt der JGK fest, dass\ndie JGK für die Beurteilung der Eingabe der Ehegatten A.______ (nachfolgend\nBeschwerdeführende) vom 1. Mai 2019 zuständig ist und dass die Eingabe als\nBeschwerde behandelt wird.\n\n2\nIn der Vernehmlassung vom 18. Juni 2019 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge.\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen\n\nDie Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren\nnach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für Verfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine Rechtspflegebestimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die JGK Verfügungen\nder Grundbuchämter. Die JGK ist damit für die Beurteilung der als Einsprache bezeichneten Eingabe gegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 23. April\n2019 zuständig. Die Eingabe vom 1. Mai 2019 wird als Beschwerde behandelt.\n\n1.2 Grundsätzlich ist zur Beschwerdeführung befugt, wer vor der Vorinstanz am\nVerfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat\n(Art. 65 Abs. 1 VRPG). Die Beschwerdeführenden sind durch die angefochtene\nVerfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n"}