{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2020-05-25", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2019-DIJ-2_2020-05-25.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2019.DIJ.2 25.05.2020.pdf", "Checksum": "4322b590d66b846dbfc673f08a8b4735"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.DIJ.2"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 25.05.2020 2019.DIJ.2"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 25.05.2020 2019.DIJ.2"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Die Hauptwohnsitzbestätigung ist vor Ablauf der Stundung unaufgefordert einzureichen (Art. 17a Abs. 1 HG). <br/>b Stellenwert der freiwilligen Mahnung des Grundbuchamts an die Steuerpflichtigen, die Hauptwohnsitzbestätigung einzureichen. <br/>c Es ist nicht überspitzt formalistisch, wenn das Grundbuchamt eine verspätet eingereichte Hauptwohnsitzbestätigung nicht mehr berücksichtigt. <br/>d Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung in die Frist (Art. 43 Abs. 2 VRPG)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a Remise spontanée de l'attestation de domicile principal avant l'expiration du sursis (art. 17a, al. 1 LIMu). <br/>b Valeur de l'avertissement facultatif, émanant du bureau du registre foncier, aux personnes imposables qui doivent remettre l'attestation de domicile principal. <br/>c Caractère non exagérément formaliste de l'absence de prise en compte, par le bureau du registre foncier, d'une attestation de domicile principal remise tardivement. <br/>d Conditions d'une restitution de délai (art. 43, al. 2 LPJA)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:20:03", "Checksum": "64dcc303bb824b8c26850c1fc0901839", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 25.05.2020 2019.DIJ.2\nRegeste:\na Die Hauptwohnsitzbestätigung ist vor Ablauf der Stundung unaufgefordert einzureichen (Art. 17a Abs. 1 HG). <br/>b Stellenwert der freiwilligen Mahnung des Grundbuchamts an die Steuerpflichtigen, die Hauptwohnsitzbestätigung einzureichen. <br/>c Es ist nicht überspitzt formalistisch, wenn das Grundbuchamt eine verspätet eingereichte Hauptwohnsitzbestätigung nicht mehr berücksichtigt. <br/>d Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung in die Frist (Art. 43 Abs. 2 VRPG).\n\nDirektion für Inneres Direction de l'intérieur et de\nund Justiz des la justice du canton de Berne\nKantons Bern\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2019.DIJ.2\n\nBeschw erdeentscheid vom 25. Mai 2020\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Die Hauptwohnsitzbestätigung ist vor Ablauf der Stundung unaufgefordert\neinzureichen (Art. 17a Abs. 1 HG).\nb Stellenwert der freiwilligen Mahnung des Grundbuchamts an die Steuerpflichtigen, die Hauptwohnsitzbestätigung einzureichen.\nc Es ist nicht überspitzt formalistisch, wenn das Grundbuchamt eine verspätet\neingereichte Hauptwohnsitzbestätigung nicht mehr berücksichtigt.\nd Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung in die Frist (Art. 43 Abs. 2\nVRPG).\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\n\na Remise spontanée de l’attestation de domicile principal avant l’expiration du\nsursis (art. 17a, al. 1 LIMu).\nb Valeur de l’avertissement facultatif, émanant du bureau du registre foncier,\naux personnes imposables qui doivent remettre l’attestation de domicile principal.\nc Caractère non exagérément formaliste de l’absence de prise en compte, par\nle bureau du registre foncier, d’une attestation de domicile principal remise\ntardivement.\nd Conditions d’une restitution de délai (art. 43, al. 2 LPJA).\n\nSachverhalt\n\nA.\nAm 25. November 2015 meldete Notar C.______ beim Grundbuchamt B.______\n(nachfolgend: Grundbuchamt) einen Kaufvertrag an, demgemäss A.______ die\nParzellen D.______ Gbbl. Nrn. 1000, 2000 und 3000 für Fr. 651'000.– erwirbt.\nZugleich ersuchte er das Grundbuchamt um nachträgliche Befreiung von der\nHandänderungssteuer und um deren Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2015 stundete das Grundbuchamt die\nHandänderungssteuer gemäss Selbstdeklaration von A.______ im Betrag von\nFr. 11'718.– für die Dauer von 4 Jahren.\n\nB.\nAm 2. September 2019 gelangte das Grundbuchamt an A.______ und machte\nihn darauf aufmerksam, dass die Stundungsfrist am 25. November 2019 ablaufen\nwerde. Er habe vor Ablauf der Frist den Nachweis zu erbringen, dass alle Voraussetzungen zur Steuerbefreiung erfüllt sind oder zum Zeitpunkt des Ablaufs\nder Stundung erfüllt sein werden. Zu diesem Zweck habe er den Nachweis des\nselbstgenutzten Wohneigentums sowie die Hauptwohnsitzbestätigung einzureichen.\nAm 12. Dezember 2019 reichte A.______ beim Grundbuchamt die Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde D.______ beim Grundbuchamt ein.\n\nC.\nMit Verfügung vom 10. Dezember 2019 hob das Grundbuchamt die Stundungsverfügung vom 8. Dezember 2015 auf und legte A.______ die Handänderungssteuer im Betrag von Fr. 11'718.– zur Bezahlung auf.\n\nD.\nAm 24. Dezember 2019 reichte A.______ Beschwerde bei der Justiz-, Gemein-\nde- und Kirchendirektion (heute: Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]) ein mit\ndem sinngemässen Rechtsbegehren, die Verfügung des Grundbuchamts vom\n10. Dezember 2019 sei aufzuheben, und es sei ihm für die Handänderungssteuer von Fr. 11'718.– Steuerfreiheit zu gewähren.\nIn seiner Beschwerdevernehmlassung vom 22. Januar 2020 beantragte das\nGrundbuchamt, die Beschwerde sei unter Kostenfolgen abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu bestätigen.\nDer Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren\nnach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für Verfügungen der\nGrundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine Rechtspflegebe-\n\n2\nstimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die DIJ Verfügungen der Grundbuchämter. Die DIJ ist damit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen die Verfügung des Grundbuchamts vom 10. Dezember 2019 zuständig.\n\n1.2 Zur Beschwerdeführung ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren\nteilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und\nein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 65\nAbs. 1 VRPG). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt. Auf die im Übrigen form- und\nfristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n"}