{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2019-03-11", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2018-JGK-6462_2019-03-11.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2018.JGK.6462 11.03.2019.pdf", "Checksum": "37031601b5cf716849b88ef754a33194"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2018.JGK.6462"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 11.03.2019 2018.JGK.6462"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 11.03.2019 2018.JGK.6462"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Das Grundbuchamt verfügt die Stundung der Handänderungssteuer aufgrund der eingereichten Selbstdeklaration der Beschwerdeführenden und der bei der Grundbuchanmeldung eingereichten Ausweise. Der Umstand, dass das GB-Formular 2a in der Fassung von 2015 - entgegen der heute geltenden Fassung - noch keine Frage nach der Renovationsbedürftigkeit des Grundstücks enthielt, steht der Rechtmässigkeit einer Stundungsverfügung nicht entgegen. Aus der nachträglichen Anpassung des Formulars lässt sich kein rückwirkender Anspruch auf eine zweijährige Einzugsfrist ableiten (E. 3.3)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Le bureau du registre foncier décide du sursis au paiement de l'impôt sur les mutations sur la base de la déclaration des recourants et des pièces justificatives jointes à la réquisition d'inscription. Le fait que le formulaire RF 2a ne prévoyait pas encore le cas des logements nécessitant des rénovations dans sa teneur de 2015, contrairement à aujourd'hui, ne remet pas en cause la licéité de la décision de sursis. 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Aus der nachträglichen Anpassung des Formulars lässt sich kein rückwirkender Anspruch auf eine zweijährige Einzugsfrist ableiten (E. 3.3).\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2018.JGK.6462\n\nBeschw erdeentscheid vom 11. März 2019\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\nDas Grundbuchamt verfügt die Stundung der Handänderungssteuer aufgrund der eingereichten Selbstdeklaration der Beschwerdeführenden und\nder bei der Grundbuchanmeldung eingereichten Ausweise. Der Umstand,\ndass das GB-Formular 2a in der Fassung von 2015 - entgegen der heute\ngeltenden Fassung - noch keine Frage nach der Renovationsbedürftigkeit\ndes Grundstücks enthielt, steht der Rechtmässigkeit einer Stundungsverfügung nicht entgegen. Aus der nachträglichen Anpassung des Formulars\nlässt sich kein rückwirkender Anspruch auf eine zweijährige Einzugsfrist ableiten (E. 3.3).\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\n\nLe bureau du registre foncier décide du sursis au paiement de l’impôt sur\nles mutations sur la base de la déclaration des recourants et des pièces\njustificatives jointes à la réquisition d’inscription. Le fait que le formulaire RF\n2a ne prévoyait pas encore le cas des logements nécessitant des rénovations dans sa teneur de 2015, contrairement à aujourd’hui, ne remet pas en\ncause la licéité de la décision de sursis. Les modifications ultérieures du\nformulaire ne permettent aucunement de déduire un droit rétroactif à une\nprolongation du délai de deux ans pour l’emménagement (c. 3.3).\nSachverhalt\n\nA.\nGestützt auf den öffentlich beurkundeten Kaufvertrag vom 29. Juni 2015 erwarben\nA.______ und B.______ die Grundstücke C.______ Gbbl.-Nrn. 1000 und 2000\nals einfache Gesellschaft zu Gesamteigentum. Mit Datum vom 6.Juli 2015 stellten\nA.______ und B.______ beim zuständigen Grundbuchamt (nachfolgend: das\nGrundbuchamt) ein Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung sowie Stundung\nder Handänderungssteuer für selbstgenutztes Wohneigentum. Mit Verfügung vom\n30. Oktober 2015 veranlagte das Grundbuchamt die Handänderungssteuer in der\nHöhe von CHF 5400.– und stundete die Steuer in demselben Umfang für die Dauer\nvon drei Jahren ab Datum des Grundstückerwerbs. Für die gestundete Handänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nB.\nMit Datum vom 28. August 2018 reichten A.______ und B.______ dem Grundbuchamt das Formular zum Nachweis des selbstgenutzten Wohneigentums sowie\neine Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde C.______ ein.\nMit Verfügung vom 27. September 2018 hob das Grundbuchamt die Stundungsverfügung vom 30. Oktober 2015 auf und auferlegte A.______ und B.______ die\ngestundete Handänderungssteuer von CHF 5400.– samt Zins und Gebühren.\n\nC.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 27. September 2018 erheben\nA.______ und B.______ mit Datum vom 26. Oktober 2018 Beschwerde bei der\nJustiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK). Sie beantragen\nsinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Befreiung von\nder ihnen gestundeten Handänderungssteuer.\nDas Grundbuchamt beantragt in seiner Beschwerdevernehmlassung vom 12. Dezember 2018 die Abweisung der Beschwerde.\nDie Beschwerdeführenden erhielten anschliessend Gelegenheit, zur Beschwerdevernehmlassung des Grundbuchamtes Stellung zu nehmen, wovon sie jedoch keinen Gebrauch machten.\n\nDie Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren\n\n2\nnach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für Verfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine Rechtspflegebestimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die JGK Verfügungen\nder Grundbuchämter. Die JGK ist damit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 27. September 2018\nzuständig.\n\n1.2 Grundsätzlich ist zur Beschwerdeführung befugt, wer vor der Vorinstanz am\nVerfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat\n(Art. 65 Abs. 1 VRPG). Die Beschwerdeführenden sind durch die angefochtene\nVerfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n"}