{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2019-09-11", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2018-JGK-551_2019-09-11.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2018.JGK.551 11.09.2019.pdf", "Checksum": "9eda50428c276e408a17da168a73e4b5"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2018.JGK.551"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 11.09.2019 2018.JGK.551"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 11.09.2019 2018.JGK.551"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Veräussert die Erwerberin oder der Erwerber während der gesetzlich vorgeschriebenen Wohndauer von zwei Jahren einen Teil des von ihr oder ihm erworbenen Grundeigentums, so entfällt die Befreiung von der Handänderungssteuer, die sich auf den veräusserten Teil bezieht, weil die oder der Steuerpflichtige diesen nicht mehr persönlich als Eigentümerin oder Eigentümer bewohnt. <br/>b Dies gilt auch, wenn es sich bei der Veräusserung um eine Schenkung zwischen Ehegatten handelt. 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Der schenkende Ehegatte erfüllt damit die Voraussetzungen nach Art. 11b Abs. 1 HG für den verschenkten Eigentumsanteil nicht mehr.\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2018.JGK.551\n(bisher: 32.13-18.7)\n\nBeschw erdeentscheid vom 11. September 2019\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Veräussert die Erwerberin oder der Erwerber während der gesetzlich\nvorgeschriebenen Wohndauer von zwei Jahren einen Teil des von ihr oder ihm\nerworbenen Grundeigentums, so entfällt die Befreiung von der\nHandänderungssteuer, die sich auf den veräusserten Teil bezieht, weil die oder\nder Steuerpflichtige diesen nicht mehr persönlich als Eigentümerin oder\nEigentümer bewohnt.\n\nb Dies gilt auch, wenn es sich bei der Veräusserung um eine Schenkung\nzwischen Ehegatten handelt. Der schenkende Ehegatte erfüllt damit die\nVoraussetzungen nach Art. 11b Abs. 1 HG für den verschenkten Eigentumsanteil\nnicht mehr.\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\n\na Si la partie acquéreuse aliène une partie de la propriété foncière qu’elle a\nachetée pendant le délai de deux ans durant lequel elle est tenue de l’habiter,\nl’exonération de l’impôt sur les mutations qui se rapporte à la partie aliénée est\nsupprimée, car le ou la contribuable n’y réside plus personnellement en tant que\npropriétaire.\n\nb Cette règle s’applique également lorsque l’aliénation consiste en une\ndonation entre époux. Celui des deux époux à l’origine de la donation ne remplit\nplus les conditions prévues à l’article 11, alinéa 1 LIMu pour la part de la\npropriété qui fait l’objet de la donation.\nSachverhalt\n\nA.\nA.______ kaufte am 28. Oktober 2015 zusammen mit zwei weiteren Personen das\nGrundstück D.______ Gbbl. Nr. 1000. Mit öffentlichem beurkundeten Vertrag vom\ngleichen Tag wurde auf dem Grundstück Stockwerkeigentum begründet, wobei\nA.______ die Grundstücke Nr. 1000-1 und 1000-2 erwarb. In der Selbstdeklaration\nder Handänderungssteuer vom 3. November 2015 führte er als\nBemessungsgrundlage der Veranlagung einen Wert von Fr. 299‘666.– auf und\nersuchte um nachträgliche Steuerbefreiung und Stundung für selbstgenutztes\nWohneigentum.\n\nMit Verfügung vom 1. Dezember 2015 gewährte das Grundbuchamt C.______\n(nachfolgend: Grundbuchamt) die Stundung für eine Dauer von drei Jahren ab\ndem Datum des Grundstückserwerbs für den Betrag von Fr. 5‘232.–. Für die\ngestundete Handänderungssteuer wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht\nerrichtet und im Grundbuch eingetragen.\nMit Schenkungsvertrag vom 15. November 2017 übertrug der Beschwerdeführer\nseiner Ehefrau E.______ einen Anteil von ½ an den Grundstücken Nr. 1000-1 und\n1000-2. Die betreffende Grundbuchanmeldung ging am 23. November 2017 ein.\nMit Veranlagungsverfügung vom 21. Dezember 2017 hob das Grundbuchamt\nC.______ die Stundungsverfügung teilweise auf und legte A.______ die Hälfte der\ngestundeten Steuer (Fr. 2‘616.-) samt Zins und Gebühren, im Betrag von\ninsgesamt Fr. 3‘083.20 zur Bezahlung auf.\n\nB.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 21. Dezember 2017 erhob\nA.______, vertreten durch Fürsprecher und Notar B.______, Beschwerde mit den\nAnträgen, «die Verfügung des Grundbuchamtes vom 21. Dezember 2017\nbetreffend Veranlagungsverfügung für Handänderungssteuern sei aufzuheben\nund es sei festzustellen, dass keine Handänderungssteuer aufgrund der\nSchenkung unter Ehegatten fällig wird».\nIn der Vernehmlassung vom 8. Februar 2018 beantragt das Grundbuchamt die\nAbweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. Mit Eingaben vom 5. März 2018\nbzw. vom 6. April 2018 hielten die Verfahrensbeteiligten an ihren jeweiligen\nAnträgen fest.\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den\nnachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\n2\nDie Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die\nHandänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2) richtet sich das\nRechtsmittelverfahren nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989\nüber die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für\nVerfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine\nRechtspflegebestimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG\nbeurteilt die JGK Verfügungen der Grundbuchämter. Die JGK ist damit für die\nBeurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.\n\n1.2 Zur Beschwerdeführung ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren\nteilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und\nein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 65 Abs.\n1 VRPG). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung beschwert\nund daher zur Beschwerdeführung befugt. Auf die im Übrigen form- und\nfristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n"}