{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2020-01-15", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2018-JGK-4480_2020-01-15.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2018.JGK.4480 15.01.2020.pdf", "Checksum": "3eae52ec0f7e3f747a6cefcc7e76f021"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2018.JGK.4480"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 15.01.2020 2018.JGK.4480"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 15.01.2020 2018.JGK.4480"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Die Frist zur Wohnsitzbegründung bzw. die Einzugsfrist und deren rechtliche Bedeutung ergeben sich direkt aus Art. 11b Abs. 2 HG. Ein Gesuch um Erstreckung dieser Frist muss vor Ablauf der Frist gestellt werden. Dies ergibt sich aus den Verfahrensgrundsätzen des VRPG, die nach Art. 26 Abs. 1 HG auch im Verfahren betreffend Handänderungssteuer zur Anwendung kommen. <br/>b Bei der Stundungsfrist handelt es sich um die in Art. 17 Abs. 2 HG umschriebene Frist. Sie berechnet sich aus der Addition von Einzugsfrist (Art. 11b Abs. 2 HG) und der Mindestnutzungsdauer des Grundstücks als Hauptwohnsitz (Art. 11b Abs. 1 HG). Im Gegensatz zur Einzugsfrist sieht das Gesetz keine separate Erstreckungsmöglichkeit der Stundungsfrist vor. Diese verlängert sich indes automatisch um die Dauer einer allfälligen Erstreckung der Einzugsfrist."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a Le délai pour élire domicile ou emménager dans le logement concerné et sa validité juridique découlent directement de l'article 11b, alinéa 2 LiMu. Les demandes de prolongation de ce délai doivent, le cas échéant, être déposées avant son expiration, conformément aux principes de procédure de la LPJA, laquelle est applicable à la perception de l'impôt sur les mutations en vertu de l'article 26, alinéa 1 LiMu. <br/>b La durée du sursis est prévue à l'article 17, alinéa 2 LiMu. Elle se calcule en additionnant le délai prévu pour emménager (art. 11b, al. 2 LiMu) et la durée d'utilisation minimale du bien-fonds en tant que domicile principal (art. 11b, al. 1 LiMu). La loi ne prévoit pas la possibilité d'allonger, de manière séparée, la durée du sursis. Celle-ci est cependant étendue automatiquement lorsque le délai prévu pour emménager est prolongé."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:19:59", "Checksum": "e7b7554de3732989f5901adbfec8e91c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 15.01.2020 2018.JGK.4480\nRegeste:\na Die Frist zur Wohnsitzbegründung bzw. die Einzugsfrist und deren rechtliche Bedeutung ergeben sich direkt aus Art. 11b Abs. 2 HG. Ein Gesuch um Erstreckung dieser Frist muss vor Ablauf der Frist gestellt werden. Dies ergibt sich aus den Verfahrensgrundsätzen des VRPG, die nach Art. 26 Abs. 1 HG auch im Verfahren betreffend Handänderungssteuer zur Anwendung kommen. <br/>b Bei der Stundungsfrist handelt es sich um die in Art. 17 Abs. 2 HG umschriebene Frist. Sie berechnet sich aus der Addition von Einzugsfrist (Art. 11b Abs. 2 HG) und der Mindestnutzungsdauer des Grundstücks als Hauptwohnsitz (Art. 11b Abs. 1 HG). Im Gegensatz zur Einzugsfrist sieht das Gesetz keine separate Erstreckungsmöglichkeit der Stundungsfrist vor. Diese verlängert sich indes automatisch um die Dauer einer allfälligen Erstreckung der Einzugsfrist.\n\nDirektion für Inneres Direction de l’intérieur et de\nund Justiz la justice\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2018.JGK.4480\n(alt:32.13-18.68)\n\nBeschw erdeentscheid vom 15. Januar 2020\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Die Frist zur Wohnsitzbegründung bzw. die Einzugsfrist und deren rechtliche\nBedeutung ergeben sich direkt aus Art. 11b Abs. 2 HG. Ein Gesuch um Erstreckung dieser Frist muss vor Ablauf der Frist gestellt werden. Dies ergibt sich aus\nden Verfahrensgrundsätzen des VRPG, die nach Art. 26 Abs. 1 HG auch im Verfahren betreffend Handänderungssteuer zur Anwendung kommen.\n\nb Bei der Stundungsfrist handelt es sich um die in Art. 17 Abs. 2 HG umschriebene Frist. Sie berechnet sich aus der Addition von Einzugsfrist (Art. 11b Abs. 2\nHG) und der Mindestnutzungsdauer des Grundstücks als Hauptwohnsitz (Art. 11b\nAbs. 1 HG). Im Gegensatz zur Einzugsfrist sieht das Gesetz keine separate Erstreckungsmöglichkeit der Stundungsfrist vor. Diese verlängert sich indes automatisch um die Dauer einer allfälligen Erstreckung der Einzugsfrist.\n\nImpôt sur les mutations suite à l’acquisition d’un logement destiné à l’usage\npersonnel\n\na Le délai pour élire domicile ou emménager dans le logement concerné et sa\nvalidité juridique découlent directement de l’article 11b, alinéa 2 LiMu. Les demandes de prolongation de ce délai doivent, le cas échéant, être déposées avant\nson expiration, conformément aux principes de procédure de la LPJA, laquelle est\napplicable à la perception de l’impôt sur les mutations en vertu de l’article 26, alinéa\n1 LiMu.\nb La durée du sursis est prévue à l’article 17, alinéa 2 LiMu. Elle se calcule en\nadditionnant le délai prévu pour emménager (art. 11b, al. 2 LiMu) et la durée d’utilisation minimale du bien-fonds en tant que domicile principal (art. 11b, al. 1 LiMu).\nLa loi ne prévoit pas la possibilité d’allonger, de manière séparée, la durée du sursis. Celle-ci est cependant étendue automatiquement lorsque le délai prévu pour\nemménager est prolongé.\n\nSachverhalt\n\nA.\nMit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 21. Januar 2015 erwerben das Ehepaar A. ______ das Grundstück D. ______ Gbbl. Nr. 1000 als einfache Gesellschaft zu Gesamteigentum. Am 23. Januar 2015 stellen die Ehegatten beim zuständigen Grundbuchamt C. ______ (nachfolgend: Grundbuchamt) ein Gesuch\num nachträgliche Steuerbefreiung sowie Stundung der Handänderungssteuer für\nselbstgenutztes Wohneigentum. Das Grundbuchamt verfügt am 22. April 2015 die\nVeranlagung der Handänderungssteuer und die gleichzeitige Stundung des Gesamtbetrags von Fr. 5'161.95 für die Dauer von 4 Jahren ab Datum des Grundstückerwerbs am 26. Januar 2015. In gleicher Höhe wie die gestundete Handänderungssteuer wird ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch\neingetragen.\n\nB.\nAm 27. März 2018 ersuchen die Ehegatten A. ______ beim Grundbuchamt um\nVerlängerung der Stundung der Handänderungssteuer bis zum 17. Februar 2019\nund bzw. um Aufschub des Einzugstermins bis zum 15. Februar 2017.\nMit Verfügung vom 20. Juni 2018 weist das Grundbuchamt das Gesuch der Ehegatten ab, soweit es darauf eingetreten ist, hebt die Stundungsverfügung auf, erhebt die gestundete Handänderungssteuer von Fr. 5'161.95 samt Zins und Gebühren und kündigt die Löschung des bestehenden Grundpfandrechts auf dem betroffenen Grundstück nach Bezahlung der gestundeten Steuer inkl. Zins an.\n\nC.\nMit Eingabe vom 20. Juli 2018 erheben die Ehegatten A. ______ bei der Justiz-,\nGemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JKG; seit 1. Januar 2020: Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern [DIJ]) Beschwerde gegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 20. Juni 2018 mit folgenden Anträgen:\n\n1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben.\n\n2\n2. Die den Beschwerdeführern beim Erwerb des Grundstücks D. ______\nGbbl. Nr. 1000 vom 26.01.2015 (Grundbuchbeleg 2000) gewährte Stundung der Handänderungssteuer von CHF 5'161.95 sei bis zum 15.02.2019\nzu verlängern, womit gleichzeitig der Termin zur Begründung des Hauptwohnsitzes nach Art. 11b Abs. 2 HG auf den 15.02.2017 zu verlängern sei.\n- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -\n\nDas Grundbuchamt beantragt in seiner Beschwerdevernehmlassung vom 23. August 2018 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der\nVerfügung vom 20. Juni 2018.\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.\n\nDie Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion zieht in Erwägung:\n\n"}