{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2019-08-29", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2018-JGK-2929_2019-08-29.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2018.JGK.2929 29.08.2019.pdf", "Checksum": "02f9b1f00fffba16d2f97a45597ddeea"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2018.JGK.2929"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 29.08.2019 2018.JGK.2929"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 29.08.2019 2018.JGK.2929"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Die Anmeldung bei der Gemeinde stellt ein wichtiges Indiz für die Begründung des Lebensmittelpunktes am neuen Wohnsitz dar. Es sind jedoch auch andere Beweismittel denkbar und zulässig. <br/>b Die Erwerberin oder der Erwerber hat dem Grundbuchamt vor Ablauf der Stundung unaufgefordert den Nachweis zu erbringen, dass alle Voraussetzungen zur Steuerbefreiung erfüllt sind. Das Einhalten dieser Frist stellt nebst den in Art. 11a HG erwähnten Voraussetzungen ein weiteres Kriterium für die nachträgliche Steuerbefreiung gemäss Art. 11a HG dar. 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Même lorsque les conditions prévues à l'article 11b LIMu sont remplies, l'exonération n'est pas possible si les moyens de preuve ont été remis trop tard."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:19:56", "Checksum": "130087e0eca60cb863e9f771583cb9cb", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 29.08.2019 2018.JGK.2929\nRegeste:\na Die Anmeldung bei der Gemeinde stellt ein wichtiges Indiz für die Begründung des Lebensmittelpunktes am neuen Wohnsitz dar. Es sind jedoch auch andere Beweismittel denkbar und zulässig. <br/>b Die Erwerberin oder der Erwerber hat dem Grundbuchamt vor Ablauf der Stundung unaufgefordert den Nachweis zu erbringen, dass alle Voraussetzungen zur Steuerbefreiung erfüllt sind. Das Einhalten dieser Frist stellt nebst den in Art. 11a HG erwähnten Voraussetzungen ein weiteres Kriterium für die nachträgliche Steuerbefreiung gemäss Art. 11a HG dar. Selbst wenn die übrigen Voraussetzungen nach Art. 11b HG vorliegen, ist die nachträgliche Steuerbefreiung nicht möglich, wenn die Beweismittel zu spät eingereicht werden.\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2018.JGK.2929\n\nBeschw erdeentscheid vom 29. August 2019\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Die Anmeldung bei der Gemeinde stellt ein wichtiges Indiz für die Begründung des Lebensmittelpunktes am neuen Wohnsitz dar. Es sind jedoch auch\nandere Beweismittel denkbar und zulässig.\n\nb Die Erwerberin oder der Erwerber hat dem Grundbuchamt vor Ablauf der\nStundung unaufgefordert den Nachweis zu erbringen, dass alle Voraussetzungen zur Steuerbefreiung erfüllt sind. Das Einhalten dieser Frist stellt\nnebst den in Art. 11a HG erwähnten Voraussetzungen ein weiteres Kriterium\nfür die nachträgliche Steuerbefreiung gemäss Art. 11a HG dar. Selbst wenn\ndie übrigen Voraussetzungen nach Art. 11b HG vorliegen, ist die nachträgliche Steuerbefreiung nicht möglich, wenn die Beweismittel zu spät eingereicht werden.\n\nImpôt sur les mutations suite à l’acquisition d’un logement destiné à l’usage\npersonnel\n\na Même si l’annonce auprès de la commune du nouveau domicile représente un\nindice important que la personne concernée y a désormais le centre de son\nexistence et de ses intérêts, d’autres moyens de preuve sont recevables.\nb Il incombe à l’acquéreur ou à l’acquéreuse de prouver spontanément au bureau\ndu registre foncier, avant l’expiration du sursis, que toutes les conditions de\nl’exonération fiscale sont réunies. Le respect de ce délai constitue également\nun critère d’octroi d’une exonération fiscale a posteriori au sens de l’article 11a\nLIMu, en sus des conditions expressément visées par cette disposition. Même\nlorsque les conditions prévues à l’article 11b LIMu sont remplies, l’exonération\nn’est pas possible si les moyens de preuve ont été remis trop tard.\nSachverhalt\n\nA.\nDie Ehegatten A.______ kauften am 6. Januar 2015 das Grundstück C.______\nGbbl. Nr. 1000 zu Gesamteigentum als einfache Gesellschaft (vgl. Kaufvertrag\nvom 5. Dezember 2014 sowie Grundbuchanmeldung vom 6. Januar 2015). In ihrer\nSelbstdeklaration der Handänderungssteuer vom 9. Dezember 2014 führten sie\nals Bemessungsgrundlage einen Betrag von Fr. 170‘000.– auf und ersuchten um\nnachträgliche Steuerbefreiung und Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum.\nMit Verfügung vom 27. April 2015 wurde die Stundung gemäss der Selbstdeklaration für eine Dauer von drei Jahren ab dem Datum des Grundstückserwerbs für\nden Betrag von Fr. 3’060.– gewährt. Für die gestundete Handänderungssteuer\nwurde ein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nB.\nMit Schreiben vom 1. Februar 2018 wandte sich das Grundbuchamt B.______\n(nachfolgend Grundbuchamt) an die Ehegatten A.______ und wies sie darauf hin,\ndass die Frist zur Erbringung des Nachweises, dass alle Voraussetzungen zur\nSteuerbefreiung vorliegen, am 6. Januar 2018 ungenutzt verstrichen sei. Das\nGrundbuchamt gewährte den Ehegatten eine nicht erstreckbare Nachfrist von 30\nTagen für die Einreichung von Unterlagen. Daraufhin ersuchten die Ehegatten mit\nEingaben vom 7. respektive 8. Februar 2018 um nachträgliche Befreiung von der\ngestundeten Handänderungssteuer. Dem ausgefüllten Formular legten sie eine\naktuelle Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde (EG) C.______ bei.\nMit Verfügung vom 19. April 2018 hob das Grundbuchamt die Stundungsverfügung\nvom 27. April 2015 auf. Zugleich verfügte das Grundbuchamt, dass die bisher gestundete Handänderungssteuer von Fr. 3'060.– sowie der Zins und die Gebühr zu\nbezahlen seien.\n\nC.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 19. April 2018 erhoben A.______\nmit Datum vom 4. Mai 2018 Einsprache bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK). Mit Eingabe vom 18. Mai 2018 führen A.______ (nachfolgend Beschwerdeführer) Beschwerde bei der JGK mit folgendem Rechtsbegehren:\n« Es wird beantragt, die gestundete Handänderungssteuer von Fr. 3'060.– zuzüglich\nZins zu erlassen.\n\nEs wird beantragt, die Gebühr für die Gesuchsabweisung zu erlassen.\n\nEs wird beantragt, die Einspracheführenden aufwandgerecht zu entschädigen.»\n\n2\nD.\nMit Verfügung vom 15. Mai 2018 stellte das instruierende Rechtsamt der JGK fest,\ndass die Eingabe als Beschwerde behandelt wird.\nIn der Vernehmlassung vom 21. Juni 2018 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der Beschwerde.\nIn der Folge reichten sowohl die Beschwerdeführer als auch das Grundbuchamt\nverschiedene Stellungnahmen (teilweise mit Beilagen) ein, wobei sie an ihren Anträgen und Ausführungen festhielten.\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\nDie Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion zieht in Erwägung:\n\n"}