{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2018-12-17", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2018-JGK-1824_2018-12-17.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2018.JGK.1824 17.12.2018.pdf", "Checksum": "6dd89df569782a7b9a7093d5a6bf2611"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2018.JGK.1824"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 17.12.2018 2018.JGK.1824"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 17.12.2018 2018.JGK.1824"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Ein Gesuch um Erstreckung der Frist zur Wohnsitzbegründung nach Art. 11b Abs. 2 HG muss vor Ablauf der Frist gestellt werden. Dies ergibt sich aus den Verfahrensgrundsätzen des VRPG, die nach Art. 26 Abs. 1 HG auch im Verfahren betreffend Handänderungssteuer zur Anwendung kommen. (E. 2.3 f.) <br/>b Bei Unverschulden besteht die Möglichkeit, eine verpasste Frist wieder herzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 2 VRPG). Der vorgebrachte Grund der Arbeitsauslastung infolge eines Liegenschaftsumbaus stellt keinen entschuldbaren Grund dar. Auch Unwissenheit hinsichtlich der Verfahrensgrundsätze (vgl. hiervor Bst. a) stellt keinen ausreichenden Grund für eine Wiederherstellung der Frist dar. (E. 2.3 f.)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a Une demande de prolongation du délai pour élire domicile au sens de l'article 11b, alinéa 2 LIMu doit être déposée avant l'expiration du délai. C'est ce qui découle des principes de procédure de la LPJA qui, selon l'article 26, alinéa 1 LIMu, régissent aussi la procédure relative à l'impôt sur les mutations (c. 2.3 s.) <br/>b En l'absence de faute, il existe la possibilité de restituer un délai qui a été dépassé (voir art. 43, al. 2 LPJA). L'argument invoqué de la charge de travail due à la transformation d'un bien-fonds n'est pas un motif excusable. Même l'ignorance quant aux principes de procédure (voir lit. a supra) ne constitue pas un motif suffisant de restitution du délai (c. 2.3 s.)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:19:55", "Checksum": "8cec07477ac719a5f9e6ad1fd3d56c65", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 17.12.2018 2018.JGK.1824\nRegeste:\na Ein Gesuch um Erstreckung der Frist zur Wohnsitzbegründung nach Art. 11b Abs. 2 HG muss vor Ablauf der Frist gestellt werden. Dies ergibt sich aus den Verfahrensgrundsätzen des VRPG, die nach Art. 26 Abs. 1 HG auch im Verfahren betreffend Handänderungssteuer zur Anwendung kommen. (E. 2.3 f.) <br/>b Bei Unverschulden besteht die Möglichkeit, eine verpasste Frist wieder herzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 2 VRPG). Der vorgebrachte Grund der Arbeitsauslastung infolge eines Liegenschaftsumbaus stellt keinen entschuldbaren Grund dar. Auch Unwissenheit hinsichtlich der Verfahrensgrundsätze (vgl. hiervor Bst. a) stellt keinen ausreichenden Grund für eine Wiederherstellung der Frist dar. (E. 2.3 f.)\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2018.JGK.1824\n(alt 32.13-18.16)\n\nBeschw erdeentscheid vom 17. Dezember 2018\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Ein Gesuch um Erstreckung der Frist zur Wohnsitzbegründung nach Art. 11b\nAbs. 2 HG muss vor Ablauf der Frist gestellt werden. Dies ergibt sich aus den\nVerfahrensgrundsätzen des VRPG, die nach Art. 26 Abs. 1 HG auch im Verfahren betreffend Handänderungssteuer zur Anwendung kommen. (E. 2.3 f.)\n\nb Bei Unverschulden besteht die Möglichkeit, eine verpasste Frist wieder herzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 2 VRPG). Der vorgebrachte Grund der Arbeitsauslastung infolge eines Liegenschaftsumbaus stellt keinen entschuldbaren Grund\ndar. Auch Unwissenheit hinsichtlich der Verfahrensgrundsätze (vgl. hiervor Bst.\na) stellt keinen ausreichenden Grund für eine Wiederherstellung der Frist dar.\n(E. 2.3 f.)\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\n\na Une demande de prolongation du délai pour élire domicile au sens de l’article\n11b, alinéa 2 LIMu doit être déposée avant l’expiration du délai. C’est ce qui\ndécoule des principes de procédure de la LPJA qui, selon l’article 26, alinéa 1\nLIMu, régissent aussi la procédure relative à l’impôt sur les mutations (c. 2.3 s.)\nb En l’absence de faute, il existe la possibilité de restituer un délai qui a été dépassé (voir art. 43, al. 2 LPJA). L’argument invoqué de la charge de travail due\nà la transformation d’un bien-fonds n’est pas un motif excusable. Même l’ignorance quant aux principes de procédure (voir lit. a supra) ne constitue pas un\nmotif suffisant de restitution du délai (c. 2.3 s.).\n\nSachverhalt\n\nA.\n\nGestützt auf den öffentlich beurkundeten Kaufvertrag vom 21. Dezember 2016 erwarb A.______ das Grundstück B.______ Gbbl. Nr. 1000. Gleichzeitig mit der\nGrundbuchanmeldung beim Grundbuchamt vom 29. Dezember 2016 stellte\nA.______ ein Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung und Stundung der Handänderungssteuer für selbstgenutztes Wohneigentum. Mit Verfügung vom 30.\nMärz 2017 veranlagte das Grundbuchamt die Handänderungssteuer in der Höhe\nvon Fr. 4‘050.– und stundete diese für die Dauer von drei Jahren ab Datum des\nGrundstückserwerbs.\n\nB.\nMit Schreiben vom 4. März 2018 stellte A.______ beim Grundbuchamt ein Gesuch\num Erstreckung der Frist für die Stundung der Handänderungssteuer um ein Jahr.\nDas Grundbuchamt entsprach diesem Gesuch um Fristerstreckung mit Verfügung\nvom 6. März 2018 nicht, wies das Gesuch vom 29. Dezember 2016 um nachträgliche Steuerbefreiung ab und hob die Stundungsverfügung vom 30. März 2017 auf.\n\nC.\n\nGegen die Verfügung des Grundbuchamts vom 6. März 2018 führt A.______\n(nachfolgend der Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 18. März 2018 Beschwerde\nbei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK). Er beantragt, dass ihm die\nFristerstreckung zu bewilligen und die Stundungsverfügung wieder in Kraft zu setzen sei.\n\nIn ihrer Vernehmlassung vom 6. April 2018 beantragt das Grundbuchamt die Abweisung der Beschwerde unter Auferlegung der Kosten an den Beschwerdeführer\nund die Bestätigung der angefochtenen Verfügung.\n\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\n2\nDie Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion zieht in Erwägung:\n\n1.\n\n1.1 Gemäss Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren\nnach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für Verfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine Rechtspflegebestimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die JGK Beschwerden\ngegen Verfügungen der Grundbuchämter. Die JGK ist damit für die Beurteilung der\nvorliegenden Beschwerde gegen die Verfügung des Grundbuchamts vom 6. März\n2018 zuständig.\n\n1.2 Zur Beschwerde ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 65 Abs. 1 VRPG).\nDer Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung als Verfügungsadressat beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt.\n\nAuf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n2.\n\n"}