{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2019-01-04", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2018-JGK-1099_2019-01-04.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2018.JGK.1099 04.01.2019.pdf", "Checksum": "4c26853f23aaaf1ba28030ad9d84910e"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2018.JGK.1099"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 04.01.2019 2018.JGK.1099"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 04.01.2019 2018.JGK.1099"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Vermietet die Erwerberin oder der Erwerber während der nach Art. 11b Abs. 1 HG vorgeschriebenen Wohndauer einen Teil des von ihr oder ihm erworbenen Grundeigentums, so entfällt die Befreiung von der Handänderungssteuer, weil sie oder er als Eigentümerin oder Eigentümer das Grundeigentum nicht ausschliesslich selbst bewohnt (E. 3). <br/>b Die Stundungsverfügung nach Art. 11a Abs. 3 HG stellt keinen für eine nachträgliche Steuerbefreiung verbindlichen Vorentscheid dar. Eine verbindliche Beurteilung der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung nach Art. 11b HG findet in Anwendung von Art. 17a HG erst nach Ablauf der Stundung statt (E. 4)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "a Lorsque la propriété acquise est louée en partie ou dans son intégralité au cours du délai prescrit par l'article 11b, alinéa 1 LIMu, l'exonération de l'impôt sur les mutations devient caduque puisque l'immeuble n'a pas servi de domicile personnel (seulement) au propriétaire ou à la propriétaire (c. 3). <br/>b La décision de sursis au sens de l'article 11a, alinéa 3 LIMu ne constitue nullement une décision contraignante préalable concernant l'exonération fiscale a posteriori. Un examen contraignant des conditions posées à l'exonération fiscale au sens de l'article 11b LIMu n'a lieu qu'après l'expiration du sursis en application de l'article 17a LIMu (c. 4)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:19:54", "Checksum": "a199cadd800af04b8536a331d493d7e4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 04.01.2019 2018.JGK.1099\nRegeste:\na Vermietet die Erwerberin oder der Erwerber während der nach Art. 11b Abs. 1 HG vorgeschriebenen Wohndauer einen Teil des von ihr oder ihm erworbenen Grundeigentums, so entfällt die Befreiung von der Handänderungssteuer, weil sie oder er als Eigentümerin oder Eigentümer das Grundeigentum nicht ausschliesslich selbst bewohnt (E. 3). <br/>b Die Stundungsverfügung nach Art. 11a Abs. 3 HG stellt keinen für eine nachträgliche Steuerbefreiung verbindlichen Vorentscheid dar. Eine verbindliche Beurteilung der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung nach Art. 11b HG findet in Anwendung von Art. 17a HG erst nach Ablauf der Stundung statt (E. 4)\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2018.JGK.1099\n(bisher 32.13-18.10)\n\nBeschw erdeentscheid vom 4. Januar 2019\n\nHandänderungssteuer: Selbstgenutztes Wohneigentum\n\na Vermietet die Erwerberin oder der Erwerber während der nach Art. 11b Abs. 1\nHG vorgeschriebenen Wohndauer einen Teil des von ihr oder ihm erworbenen\nGrundeigentums, so entfällt die Befreiung von der Handänderungssteuer, weil\nsie oder er als Eigentümerin oder Eigentümer das Grundeigentum nicht ausschliesslich selbst bewohnt (E. 3).\n\nb Die Stundungsverfügung nach Art. 11a Abs. 3 HG stellt keinen für eine nachträgliche Steuerbefreiung verbindlichen Vorentscheid dar. Eine verbindliche Beurteilung der Voraussetzungen zur Steuerbefreiung nach Art. 11b HG findet in\nAnwendung von Art. 17a HG erst nach Ablauf der Stundung statt (E. 4)\n\nImpôt sur les mutations: logement destiné à l’usage personnel du ou de la\npropriétaire\n\na Lorsque la propriété acquise est louée en partie ou dans son intégralité au cours\ndu délai prescrit par l’article 11b, alinéa 1 LIMu, l’exonération de l’impôt sur les\nmutations devient caduque puisque l’immeuble n’a pas servi de domicile personnel (seulement) au propriétaire ou à la propriétaire (c. 3).\n\nb La décision de sursis au sens de l’article 11a, alinéa 3 LIMu ne constitue nullement une décision contraignante préalable concernant l’exonération fiscale a\nposteriori. Un examen contraignant des conditions posées à l’exonération fiscale au sens de l’article 11b LIMu n’a lieu qu’après l’expiration du sursis en application de l’article 17a LIMu (c. 4).\nSachverhalt\n\nA.\nGestützt auf den öffentlich beurkundeten Kaufvertrag vom 6. Juli 2015 erwarben\nB.______ und A.______ die Grundstücke C.______-Gbbl. Nrn. 1000 und 2000 zu\nje ½ Miteigentum. Mit Datum vom 16. Juli 2015 stellten B.______ und A.______\nbeim zuständigen Grundbuchamt (nachfolgend: das Grundbuchamt) ein Gesuch\num nachträgliche Steuerbefreiung sowie Stundung der Handänderungssteuer für\nselbstgenutztes Wohneigentum. Mit Verfügung vom 10. August 2015 veranlagte\ndas Grundbuchamt die Handänderungssteuer in der Höhe von Fr. 21‘420.– und\nstundete die Steuer im Umfang von Fr. 14‘400.– für die Dauer von drei Jahren ab\nDatum des Grundstückerwerbs. Für die gestundete Handänderungssteuer wurde\nein gesetzliches Grundpfandrecht errichtet und im Grundbuch eingetragen.\n\nB.\nMit Datum vom 29. November 2017 reichten B.______ und A.______ dem Grundbuchamt das Formular zum Nachweis des selbstgenutzten Wohneigentums im\nHinblick auf die beantragte nachträgliche Befreiung von der gestundete Handänderungssteuer sowie eine Hauptwohnsitzbestätigung der Einwohnergemeinde\nC.______ ein. Auf Rückfrage des Grundbuchamtes hin teilten B.______ und\nA.______ dem Grundbuchamt mit Schreiben vom 20. Dezember 2017 mit, ein abgetrennter Teil des Gebäudes werde von ihnen vermietet.\nMit Verfügung vom 6. Februar 2018 wies das Grundbuchamt das Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung ab, hob die Stundungsverfügung vom 10. August 2015\nauf und legte B.______ und A.______ die gestundete Handänderungssteuer samt\nZins und Gebühren zur Bezahlung auf.\n\nC.\nGegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 6. Februar 2018 erheben\nB.______ und A.______ (nachfolgend: die Beschwerdeführenden) mit Datum vom\n12. Februar 2018 Beschwerde bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des\nKantons Bern (JGK).\nDas Grundbuchamt beantragt in seiner Beschwerdevernehmlassung vom 7. März\n2018 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge und die Bestätigung der\nangefochtenen Verfügung.\nAuf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen einzeln eingegangen.\n\n2\nDie Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion zieht in Erwägung:\n\n1.\n1.1 Nach Art. 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. März 1992 betreffend die Handänderungssteuer (HG; BSG 215.326.2) richtet sich das Rechtsmittelverfahren\nnach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Art. 27 HG enthält für Verfügungen der Grundbuchämter über die nachträgliche Steuerbefreiung keine Rechtspflegebestimmungen. In Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG beurteilt die JGK Verfügungen\nder Grundbuchämter. Die JGK ist damit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen die Verfügung des Grundbuchamtes vom 6. Februar 2018 zuständig.\n\n1.2 Grundsätzlich ist zur Beschwerdeführung befugt, wer vor der Vorinstanz am\nVerfahren teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat\n(Art. 65 Abs. 1 VRPG). Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung befugt. Die im Übrigen formund fristgerecht eingereichte Einsprache wird als Beschwerde behandelt. Auf sie\nist einzutreten.\n\n"}