{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2021-02-01", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2017-JGK-7382_2021-02-01.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2017.JGK.7382 01.02.2021.pdf", "Checksum": "9948f2c3be4fc080b67d14a449dab8db"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2017.JGK.7382"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 01.02.2021 2017.JGK.7382"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 01.02.2021 2017.JGK.7382"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Ein Miteigentumsanteil an einem selbstständigen und dauernden Baurecht, das zudem mit einer ebenfalls erworbenen Stockwerkeinheit verknüpft ist, teilt das rechtliche Schicksal des Hauptgrundstücks und kann nicht gesondert veräussert, verpfändet oder belastet werden. 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Das gesetzliche Vorkaufsrecht der Miteigentümerinnen und Miteigentümer kann bei dieser Konstellation nicht geltend gemacht werden. Folglich besteht beim Erwerb des Miteigentumsanteils keine Anzeigepflicht der Grundbuchverwalterin oder des Grundbuchverwalters gemäss Art. 969 Abs. 1 ZGB (E. 3.3). <br/>b Bei dieser Konstellation ist die Käuferschaft gleichzeitig Baurechtsgeberin und -nehmerin. Daher besteht auch in dieser Hinsicht keine Anzeigepflicht der Grundbuchverwalterin oder des Grundbuchverwalters (E. 3.4).\n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz: 2017.JGK.7382\n\nBeschwerdeentscheid vom 1. Februar 2021\n\nGebührenerhebung infolge Avisierung betreffend Vorkaufsrechten\n\na Ein Miteigentumsanteil an einem selbstständigen und dauernden Baurecht, das zudem mit einer\nebenfalls erworbenen Stockwerkeinheit verknüpft ist, teilt das rechtliche Schicksal des Hauptgrundstücks und kann nicht gesondert veräussert, verpfändet oder belastet werden. Das gesetzliche Vorkaufsrecht der Miteigentümerinnen und Miteigentümer kann bei dieser Konstellation nicht\ngeltend gemacht werden. Folglich besteht beim Erwerb des Miteigentumsanteils keine Anzeigepflicht der Grundbuchverwalterin oder des Grundbuchverwalters gemäss Art. 969 Abs. 1 ZGB\n(E. 3.3).\n\nb Bei dieser Konstellation ist die Käuferschaft gleichzeitig Baurechtsgeberin und -nehmerin. Daher\nbesteht auch in dieser Hinsicht keine Anzeigepflicht der Grundbuchverwalterin oder des Grundbuchverwalters (E. 3.4).\n\nEmoluments pour avis relatifs à des droits de préemption\n\na Une part de copropriété sur un droit de superficie distinct et permanent, par ailleurs lié à une unité\nd’étage qui vient également d’être acquise, partage le sort de l’immeuble principal et ne peut être\nni aliénée, ni mise en gage, ni grevée d’un autre droit réel séparément. Dans une telle situation, le\ndroit de préemption légal des copropriétaires ne peut être invoqué. Partant, le conservateur ou la\nconservatrice du registre foncier n’a pas d’obligation d’aviser de l’acquisition de la part de copropriété en application de l’article 969, alinéa 1 CC (c. 3.3).\nb Dans cette situation, l’acquéreur est simultanément propriétaire et détenteur du droit de superficie.\nDès lors, à cet égard non plus, aucune d’obligation d’aviser n’incombe au conservateur ou à la\nconservatrice du registre foncier (c. 3.4).\n\n1\nSachverhalt\n\nA.\nMit Grundbucheintrag vom 27. Oktober 2017 erwerben die Ehegatten A.______ die Stockwerkeinheit\nB.______ Gbbl.-Nr. 1000 mit einem Miteigentumsanteil von 2/87 am dominierten Grundstück Nr. 2000.\n\nDas Grundstück Nr. 2000 ist ein selbstständiges und dauerndes Baurecht zulasten der Grundstücke\nNrn. 3000, die allesamt mit in Stockwerkeigentum ausgestalteten Mehrfamilienhäusern überbaut sind. Im\nBaurecht wurde eine unterirdische Einstellhalle mit 87 Parkplätzen errichtet, davon sind 75 mit einem\nStockwerkeigentumsanteil (zu je 1/87 respektive 2/87) der baurechtsbelasteten Grundstücke verknüpft.\nDie restlichen Parkplätze sind als Miteigentumsanteile Nrn. 2000-1 bis 2000-11 (zu je 1/87 respektive\n2/87) ausgestaltet.\n\nAm 30. November 2017 informiert das Grundbuchamt C.______ (nachfolgend Grundbuchamt) sämtliche\nvom Baurechts- und Miteigentumsverhältnis betroffenen Grundstückeigentümer über die Handänderung,\nwobei doppelte Avisierungen vermieden werden. Insgesamt versendet das Grundbuchamt 101 Mitteilungen.\n\nMit Verfügung vom 29. November 2017 stellt das Grundbuchamt den Ehegatten A.______ hierfür\nFr. 2’850.– in Rechnung; darin enthalten ist ein Betrag von Fr. 2’020.– für Mitteilungen.\n\nB.\nMit Eingabe vom 27. Dezember 2017 führen A.______ (nachfolgend Beschwerdeführende) Beschwerde\nbei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (seit dem 1. Januar 2020: Direktion\nfür Inneres und Justiz [DIJ]). Sie beantragen den vollständigen Erlass des Betrags von Fr. 2’020.–. Eventualiter seien die Gebühren auf einen Betrag herabzusetzen, der dem Äquivalenzprinzip für die Gebührenerhebung entspreche. Die restliche Grundbuchgebühr von Fr. 830.– wird nicht bestritten.\n\nDas Grundbuchamt beantragt in seiner Beschwerdevernehmlassung vom 30. Januar 2018 sinngemäss\ndie Abweisung der Beschwerde.\n\nC.\nMit Verfügung vom 19. Dezember 2018 ersucht das instruierende Rechtsamt der DIJ die Parteien, sich\nzu der Avisierungspflicht im Zusammenhang mit dem Baurechtsverhältnis zu äussern.\n\nIn ihren Eingaben vom 20. Dezember 2018 (Grundbuchamt) respektive vom 8. Januar 2019 (Beschwerdeführende) halten die Verfahrensbeteiligten an ihren Anträgen fest.\n\nAuf die Rechtschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.\n\n2\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n"}