{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2019-02-15", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2017-JGK-1365_2019-02-15.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2017.JGK.1365 15.02.2019.pdf", "Checksum": "310e63785e55271464e5dc6f256618af"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2017.JGK.1365"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 15.02.2019 2017.JGK.1365"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 15.02.2019 2017.JGK.1365"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Als die Beschwerdeführerin das Baugrundstück erwarb, lag für dessen Überbauung bereits eine Gesamtbaubewilligung für ein Mehrfamilienhaus vor. Für die Realisierung dieses Projektes räumte der Verkäufer als Eigentümer der benachbarten Parzelle der Käuferin ein Näherbaurecht ein. Zudem schloss die Käuferin mit ihrer Schwestergesellschaft einen TU-Vertrag für dieses Projekt ab. Einen Monat nach dem Kaufvertrag schloss diese ihrerseits einen Sub-TU-Vertrag mit der Projektverfasserin ab, welcher die Erstellung einer schlüsselfertigen Baute gemäss deren Projekt zu einem Pauschalpreis von rund 6.5 Mio. Franken umfasste. <br/>Der zeitnahe Abschluss des Kauf- und Werkvertrages sowie verschiedene andere Indizien zeigen auf, dass die Käuferin bereits beim Kauf des Grundstücks nicht mehr frei war, wie und wann sie das Grundstück überbauen wollte. Eine Gesamtwürdigung ergibt, dass die beiden von der Beschwerdeführerin abgeschlossenen Verträge derart eng miteinander verbunden sind, dass sie aus wirtschaftlicher Sicht nicht nur das Grundstück, sondern auch die fertige Baute erworben hat. Deshalb hat die Vorinstanz zu recht sowohl den Landkaufpreis als auch den Werklohn in die Bemessungsgrundlage für die Handänderungssteuer einbezogen (E. 5-8)"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Au moment où la recourante a fait l'acquisition du terrain à bâtir, une autorisation globale avait déjà été délivrée pour y construire un immeuble à plusieurs logements. Pour la réalisation de ce projet, le vendeur, en tant que propriétaire de la parcelle voisine, a accordé à l'acquéreuse le droit de construire en-deçà de la limite légale. L'acquéreuse a en outre conclu un contrat d'entreprise totale avec sa société sœur pour ce projet. Un mois après la conclusion du contrat de vente, celle-ci a, à son tour, conclu un sous-contrat d'entreprise totale avec l'auteure du projet, lequel prévoit la réalisation de la construction vendue clé en mains selon le projet initial pour un prix forfaitaire de 6,5 millions de francs environ. <br/>La conclusion des contrats de vente et d'entreprise dans un laps de temps court ainsi que divers autres indices montrent que l'acquéreuse n'était déjà plus libre, au moment de l'acquisition du terrain, de choisir quand et comment elle ferait construire ce dernier. Une appréciation globale de la situation révèle que les deux contrats conclus par la recourante sont étroitement liés et que celle-ci, d'un point de vue économique, n'a pas acquis seulement un terrain, mais une construction prête à voir le jour. C'est pourquoi l'instance précédente a considéré à juste titre que l'impôt sur les mutations devait être calculé aussi bien sur le prix du terrain que sur celui de l'ouvrage (c. 5 à 8)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:19:50", "Checksum": "12ad7bf8687708639e4f3b9dfea568ef", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 15.02.2019 2017.JGK.1365\nRegeste:\nAls die Beschwerdeführerin das Baugrundstück erwarb, lag für dessen Überbauung bereits eine Gesamtbaubewilligung für ein Mehrfamilienhaus vor. Für die Realisierung dieses Projektes räumte der Verkäufer als Eigentümer der benachbarten Parzelle der Käuferin ein Näherbaurecht ein. Zudem schloss die Käuferin mit ihrer Schwestergesellschaft einen TU-Vertrag für dieses Projekt ab. Einen Monat nach dem Kaufvertrag schloss diese ihrerseits einen Sub-TU-Vertrag mit der Projektverfasserin ab, welcher die Erstellung einer schlüsselfertigen Baute gemäss deren Projekt zu einem Pauschalpreis von rund 6.5 Mio. Franken umfasste. <br/>Der zeitnahe Abschluss des Kauf- und Werkvertrages sowie verschiedene andere Indizien zeigen auf, dass die Käuferin bereits beim Kauf des Grundstücks nicht mehr frei war, wie und wann sie das Grundstück überbauen wollte. Eine Gesamtwürdigung ergibt, dass die beiden von der Beschwerdeführerin abgeschlossenen Verträge derart eng miteinander verbunden sind, dass sie aus wirtschaftlicher Sicht nicht nur das Grundstück, sondern auch die fertige Baute erworben hat. Deshalb hat die Vorinstanz zu recht sowohl den Landkaufpreis als auch den Werklohn in die Bemessungsgrundlage für die Handänderungssteuer einbezogen (E. 5-8)\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2017.JGK.1365\n(bisher 32.13-17.13)\n\nBeschw erdeentscheid vom 15. Februar 2019\n\nHandänderungssteuer (schlüsselfertiger Baute)\nAls die Beschwerdeführerin das Baugrundstück erwarb, lag für dessen Überbauung bereits eine Gesamtbaubewilligung für ein Mehrfamilienhaus vor. Für die\nRealisierung dieses Projektes räumte der Verkäufer als Eigentümer der benachbarten Parzelle der Käuferin ein Näherbaurecht ein. Zudem schloss die Käuferin\nmit ihrer Schwestergesellschaft einen TU-Vertrag für dieses Projekt ab. Einen\nMonat nach dem Kaufvertrag schloss diese ihrerseits einen Sub-TU-Vertrag mit\nder Projektverfasserin ab, welcher die Erstellung einer schlüsselfertigen Baute\ngemäss deren Projekt zu einem Pauschalpreis von rund 6.5 Mio. Franken umfasste.\nDer zeitnahe Abschluss des Kauf- und Werkvertrages sowie verschiedene andere Indizien zeigen auf, dass die Käuferin bereits beim Kauf des Grundstücks nicht\nmehr frei war, wie und wann sie das Grundstück überbauen wollte. Eine Gesamtwürdigung ergibt, dass die beiden von der Beschwerdeführerin abgeschlossenen Verträge derart eng miteinander verbunden sind, dass sie aus wirtschaftlicher Sicht nicht nur das Grundstück, sondern auch die fertige Baute erworben\nhat. Deshalb hat die Vorinstanz zu recht sowohl den Landkaufpreis als auch den\nWerklohn in die Bemessungsgrundlage für die Handänderungssteuer einbezogen (E. 5-8)\n\nImpôt sur les mutations (construction vendue clé en mains)\n\nAu moment où la recourante a fait l’acquisition du terrain à bâtir, une autorisation\nglobale avait déjà été délivrée pour y construire un immeuble à plusieurs logements. Pour la réalisation de ce projet, le vendeur, en tant que propriétaire de la\nparcelle voisine, a accordé à l’acquéreuse le droit de construire en-deçà de la\nlimite légale. L’acquéreuse a en outre conclu un contrat d’entreprise totale avec\nsa société sœur pour ce projet. Un mois après la conclusion du contrat de vente,\ncelle-ci a, à son tour, conclu un sous-contrat d’entreprise totale avec l’auteure du\nprojet, lequel prévoit la réalisation de la construction vendue clé en mains selon\nle projet initial pour un prix forfaitaire de 6,5 millions de francs environ.\n\nLa conclusion des contrats de vente et d’entreprise dans un laps de temps court\nainsi que divers autres indices montrent que l’acquéreuse n’était déjà plus libre,\nau moment de l’acquisition du terrain, de choisir quand et comment elle ferait\nconstruire ce dernier. Une appréciation globale de la situation révèle que les\ndeux contrats conclus par la recourante sont étroitement liés et que celle-ci, d’un\npoint de vue économique, n’a pas acquis seulement un terrain, mais une construction prête à voir le jour. C’est pourquoi l’instance précédente a considéré à\njuste titre que l’impôt sur les mutations devait être calculé aussi bien sur le prix\ndu terrain que sur celui de l’ouvrage (c. 5 à 8).\n\nSachverhalt\n\nA.\nDie A.______ AG kaufte am 18. Mai 2016 das Grundstück D.______\nGbbl. Nr. 1000 zum Preis von Fr. 717‘440.-. In ihrer Selbstdeklaration ging sie\nvom Landpreis als Bemessungsgrundlage aus, was eine Handänderungssteuer\nvon Fr. 12‘913.90 ergab. Mit Verfügung vom 15. November 2016 veranlagte das\nGrundbuchamt C.______ (GBA) die Handänderungssteuer für die A.______ AG\njedoch auf Fr. 127‘913.90. Als Bemessungsgrundlage nahm es nicht nur den\nLandpreis, sondern auch den Werkpreis von Fr. 6‘388‘889.- (exkl. MWST) für die\nauf dem erworbenen Grundstück geplante schlüsselfertige Baute an. In seiner\nEinspracheverfügung vom 31. Januar 2017 wies das GBA die Einsprache der\nA.______ AG vom 15. Dezember 2016 ab und bestätigte seine Veranlagung.\n\n"}