{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2022-04-26", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2016-JGK-6543_2022-04-26.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2016.JGK.6543 26.04.2022.pdf", "Checksum": "307dddcf9764d1804c22747be1bc09aa"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2016.JGK.6543"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 26.04.2022 2016.JGK.6543"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 26.04.2022 2016.JGK.6543"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "a Wird ein Grundstück durch Ausübung eines Kaufsrechts erworben, werden Kaufpreis und Werkvertragspreis zusammengerechnet, wenn sich der Käufer vor diesem Zeitpunkt bereits ein Kaufsrecht am Grundstück einräumen liess und er bereits einen Werkvertrag abschloss und die Baubewilligung einholte.\nb Massgebend zur Beurteilung der Frage der Zusammenrechnung ist der Zeitpunkt der Ausübung des Kaufsrechts und nicht der Zeitpunkt von dessen Einräumung.\nc Die noch nicht in Kraft getretene Änderung von Art. 6a HG (vom Grossen Rat am 16. 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September 2021 beschlossen) hat keine Vorwirkung auf den vorliegenden Fall.\nEine gegen diesen Entscheid erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat das Verwaltungsgericht am 23. April 2024 abgewiesen (VGE 100.2022.149).\n\nDirektion für Inneres und Justiz\n\nMünstergasse 2\n3000 Bern 8\n+41 31 633 76 78 (Telefon)\n+41 31 634 51 54 (Fax)\nInfo.ra.dij@be.ch\nwww.be.ch/ra-dij\n\nUnsere Referenz:\n2016.JGK.6543 (vorher: 32.13-16.50)\n\nBeschwerdeentscheid vom 26. April 2022\n\nHandänderungssteuer (schlüsselfertige Baute)\n\na Wird ein Grundstück durch Ausübung eines Kaufsrechts erworben, werden Kaufpreis und Werkvertragspreis zusammengerechnet, wenn sich der Käufer vor diesem Zeitpunkt bereits ein Kaufsrecht am\nGrundstück einräumen liess und er bereits einen Werkvertrag abschloss und die Baubewilligung einholte.\n\nb Massgebend zur Beurteilung der Frage der Zusammenrechnung ist der Zeitpunkt der Ausübung des\nKaufsrechts und nicht der Zeitpunkt von dessen Einräumung.\n\nc Die noch nicht in Kraft getretene Änderung von Art. 6a HG (vom Grossen Rat am 16. September 2021\nbeschlossen) hat keine Vorwirkung auf den vorliegenden Fall.\n\nEine gegen diesen Entscheid erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat das Verwaltungsgericht am\n23. April 2024 abgewiesen (VGE 100.2022.149)\n\nImpôt sur les mutations (construction vendue clés en mains)\n\na Lorsqu’un immeuble est acquis par l’exercice du droit d’emption, le prix de vente et le prix fixé dans le\ncontrat d’entreprise sont additionnés si un droit d’emption portant sur l’immeuble avait déjà été octroyé au vendeur avant cette date et que ce dernier a déjà conclu un contrat d’entreprise et demandé\nun permis de construire.\n\nb Pour déterminer si les prix doivent être additionnés, c’est la date d’exercice du droit d’emption qui est\ndéterminante, et non la date d’octroi dudit droit.\n\n1\nc La modification de l’article 6a LIMu (approuvée par le Grand Conseil en date du 16 septembre 2021),\nlequel n’est pas encore entré en vigueur dans sa nouvelle teneur, n’influe en rien sur la présente affaire.\n\nLe 23 avril 2024, le Tribunal administratif a rejeté un recours de droit administratif formé contre cette\ndécision sur recours (ATA 100.2022.149).\n\nSachverhalt\n\nA.\nMit Vertrag vom 16. Juli 2015 räumte die Einwohnergemeinde B.______ der X.______ AG ein Kaufsrecht an ihrem Grundstück B.______ Gbbl. Nr. 10 ein. Vereinbart wurde ein Kaufpreis von Fr. 171'000.–.\n\nAm 26. November 2015 erklärte die X.______ AG die Ausübung des Kaufsrechts. Der verurkundende\nNotar C.______ meldete in der Folge den Kauf beim Grundbuchamt A.______ (fortan: Grundbuchamt)\nan. Der Notar deklarierte die Handänderungssteuer auf dem Preis des Grundstücks von Fr. 171'000.–.\n\nB.\nDas Grundbuchamt veranlagte mit Verfügung vom 18. August 2016 die Handänderungssteuer nebst dem\nGrundstückspreis von Fr. 171'000.– zusätzlich auf dem Werkpreis von Fr. 2'005'611.–, was zu einer Bemessungsgrundlage von Fr. 2'176'611.– führte. Daraus ergab sich eine Handänderungssteuer von\nFr. 39'179.–.\nMit Einspracheverfügung vom 14. November 2016 bestätigte das Grundbuchamt seine Veranlagungsverfügung vom 18. August 2016 und die Bemessungsgrundlage von Fr. 2'176'611.– bzw. die Handänderungssteuer von Fr. 39'179.–.\n\nC.\nAm 7. Dezember 2016 hat die X.______ AG bei der damaligen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion\n(heute: Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]) Beschwerde gegen die Einspracheverfügung des Grundbuchamts vom 14. November 2016 erhoben. Sie beantragt, die Einspracheverfügung vom 14. November\n2016 sei aufzuheben und die Handänderungssteuer auf Fr. 3’078.– festzusetzen. Im Weiteren hat sie\nbeantragt, das Beschwerdeverfahren sei bis zu einem rechtskräftigen Entscheid im Verfahren 32.13-\n16.11 zu sistieren.\n\nIn seiner Vernehmlassung vom 12. Januar 2017 beantragt das Grundbuchamt, die Beschwerde sei abzuweisen und die Handänderungssteuer auf Fr. 39‘179.– festzusetzen.\n\nD.\nMit Verfügung vom 17. Februar 2017 hat das instruierende Rechtsamt der DIJ das Verfahren bis zum\nrechtskräftigen Abschluss des Beschwerdeverfahrens 32.13-16.11 (neu: 2016.JGK.6543) eingestellt.\nBeschwerdeführerin in diesem Verfahren war ebenfalls die X.______ AG, welche eine Einspracheverfü-\n\n2\ngung des Grundbuchamts A.______ vom 28. Dezember 2015 i.S. B.______ Gbbl. Nr. 100 angefochten\nhatte. Die DIJ wies die Beschwerde mit Entscheid vom 29. Januar 2019 ab. Das Verwaltungsgericht\nschliesslich wies mit Urteil 100.2019.83 vom 17. August 2020 die Beschwerde der X.______ AG ab, soweit es darauf eintrat. In der Folge hat das Rechtsamt der DIJ mit Verfügung vom 21. Oktober 2020 die\nEinstellung aufgehoben.\n\nMit Brief vom 16. November 2020 hat die Beschwerdeführerin an ihrer Beschwerde festgehalten.\n\nDie X.______ AG hat mit Datum vom 23. Dezember 2020 eine Replik eingereicht.\n\nDie Direktion für Inneres und Justiz zieht in Erwägung:\n\n"}