{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2019-01-18", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2016-JGK-1502_2019-01-18.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2016.JGK.1502 18.01.2019.pdf", "Checksum": "09446b8661f6103a4bf2123e56dab6d4"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2016.JGK.1502"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 18.01.2019 2016.JGK.1502"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 18.01.2019 2016.JGK.1502"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Die Landkäuferin (Immobiliengesellschaft) übertrug ihrer zum gleichen Konzern gehörenden Schwestergesellschaft (Totalunternehmung) bereits vor dem Kauf des Landes die Realisierung der darauf geplanten Wohnüberbauung mit 46 Eigentumswohnungen. Es wurde vereinbart, dass die Werkherstellerin die Käufer der Eigentumswohnungen suchen und mit ihnen einen Werkvertrag abschliessen sollte, während die Immobiliengesellschaft ihnen das Land verkaufen wollte. Die Werkherstellerin verpflichtete sich, die Bauarbeiten sofort, d.h. unabhängig vom Verkauf der Stockwerkeinheiten, unter Einhaltung des kalkulierten Werkpreises aufzunehmen. Die Immobiliengesellschaft ihrerseits verpflichtete sich zur Leistung eines definierten Werkpreises, für den Fall, dass die Stockwerkeinheiten nicht verkauft werden sollten. <br/>Selbständige juristische Personen, die zum gleichen Konzern gehören (Schwestergesellschaften) sind in Bezug auf die Handänderungssteuer nicht als Einheit zu betrachten (E. 6.1). Der Abschluss eines Werkvertrages kann auch aus einer Vereinbarung hervorgehen, da dieser Vertrag formlos abgeschlossen werden kann (E. 6.2). Die Käuferin war im Zeitpunkt des Erwerbs des Landes nicht mehr frei, wie und wann sie es überbauen wollte. Damals war keine Eigentumswohnung verkauft. Ein späterer Verkauf einer Stockwerkeinheit hätte zu einer nachträglichen Sachverhaltsänderung geführt, die für die Veranlagung des ursprünglichen Landkaufs nicht relevant gewesen wäre. Infolge des engen Zusammenhangs zwischen dem Landkauf und dem Werkvertrag wurde die Handänderungssteuer zu recht sowohl auf dem Land- wie auch auf dem Werkpreis erhoben. (E. 6.3)."}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "L'acquéreuse (société immobilière) a confié à sa société sœur (entreprise totale), qui appartient au même groupe, la réalisation du projet de bâtiment, comprenant 46 logements en propriété, déjà avant l'achat du terrain. Il a été convenu que la société réalisant l'ouvrage chercherait des acquéreurs pour les logements et conclurait directement avec eux un contrat d'entreprise, tandis que la société immobilière s'occuperait de leur vendre le terrain. La société réalisant l'ouvrage s'est engagée à commencer les travaux tout de suite, c'est-à-dire indépendamment de la vente des unités d'étage, et à respecter le prix convenu. La société immobilière, de son côté, a accepté de verser un montant défini à l'avance pour l'ouvrage, pour le cas où les unités d'étage ne seraient pas vendues. <br/>Les personnes morales autonomes qui appartiennent à un même groupe (sociétés sœurs) ne sont, pour ce qui concerne l'impôt sur les mutations, pas considérées comme une seule entité (c. 6.1). La conclusion d'un contrat d'entreprise peut notamment découler d'une convention, étant donné que ce type de contrat peut être passé de manière informelle (c. 6.2). L'acquéreuse n'était plus libre, au moment de l'acquisition, de choisir quand et comment elle voulait construire. A ce stade, aucun logement n'était vendu. La vente d'une unité d'étage dans un second temps aurait modifié les circonstances a posteriori, sans pour autant changer la manière dont l'achat initial devait être imposé. Du fait que le contrat de vente et le contrat d'entreprise sont étroitement liés, l'impôt sur les mutations devait, à juste titre, être calculé aussi bien sur le prix du terrain que sur le prix de l'ouvrage (c. 6.3)."}], "ScrapyJob": "446973/73/42", "Zeit UTC": "14.11.2025 18:19:51", "Checksum": "ba389ec05b8cc21c1fe33cab2b65140e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 18.01.2019 2016.JGK.1502\nRegeste:\nDie Landkäuferin (Immobiliengesellschaft) übertrug ihrer zum gleichen Konzern gehörenden Schwestergesellschaft (Totalunternehmung) bereits vor dem Kauf des Landes die Realisierung der darauf geplanten Wohnüberbauung mit 46 Eigentumswohnungen. Es wurde vereinbart, dass die Werkherstellerin die Käufer der Eigentumswohnungen suchen und mit ihnen einen Werkvertrag abschliessen sollte, während die Immobiliengesellschaft ihnen das Land verkaufen wollte. Die Werkherstellerin verpflichtete sich, die Bauarbeiten sofort, d.h. unabhängig vom Verkauf der Stockwerkeinheiten, unter Einhaltung des kalkulierten Werkpreises aufzunehmen. Die Immobiliengesellschaft ihrerseits verpflichtete sich zur Leistung eines definierten Werkpreises, für den Fall, dass die Stockwerkeinheiten nicht verkauft werden sollten. <br/>Selbständige juristische Personen, die zum gleichen Konzern gehören (Schwestergesellschaften) sind in Bezug auf die Handänderungssteuer nicht als Einheit zu betrachten (E. 6.1). Der Abschluss eines Werkvertrages kann auch aus einer Vereinbarung hervorgehen, da dieser Vertrag formlos abgeschlossen werden kann (E. 6.2). Die Käuferin war im Zeitpunkt des Erwerbs des Landes nicht mehr frei, wie und wann sie es überbauen wollte. Damals war keine Eigentumswohnung verkauft. Ein späterer Verkauf einer Stockwerkeinheit hätte zu einer nachträglichen Sachverhaltsänderung geführt, die für die Veranlagung des ursprünglichen Landkaufs nicht relevant gewesen wäre. Infolge des engen Zusammenhangs zwischen dem Landkauf und dem Werkvertrag wurde die Handänderungssteuer zu recht sowohl auf dem Land- wie auch auf dem Werkpreis erhoben. (E. 6.3).\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2016.jgk.1502\n(alt: 32.13-16.17)\n\nBeschw erdeentscheid vom 18. Januar 2019\n\nHandänderungssteuer (schlüsselfertige Baute)\n\nDie Landkäuferin (Immobiliengesellschaft) übertrug ihrer zum gleichen Konzern\ngehörenden Schwestergesellschaft (Totalunternehmung) bereits vor dem Kauf\ndes Landes die Realisierung der darauf geplanten Wohnüberbauung mit 46 Eigentumswohnungen. Es wurde vereinbart, dass die Werkherstellerin die Käufer\nder Eigentumswohnungen suchen und mit ihnen einen Werkvertrag abschliessen\nsollte, während die Immobiliengesellschaft ihnen das Land verkaufen wollte. Die\nWerkherstellerin verpflichtete sich, die Bauarbeiten sofort, d.h. unabhängig vom\nVerkauf der Stockwerkeinheiten, unter Einhaltung des kalkulierten Werkpreises\naufzunehmen. Die Immobiliengesellschaft ihrerseits verpflichtete sich zur Leistung eines definierten Werkpreises, für den Fall, dass die Stockwerkeinheiten\nnicht verkauft werden sollten.\nSelbständige juristische Personen, die zum gleichen Konzern gehören (Schwestergesellschaften) sind in Bezug auf die Handänderungssteuer nicht als Einheit\nzu betrachten (E. 6.1). Der Abschluss eines Werkvertrages kann auch aus einer\nVereinbarung hervorgehen, da dieser Vertrag formlos abgeschlossen werden\nkann (E. 6.2). Die Käuferin war im Zeitpunkt des Erwerbs des Landes nicht mehr\nfrei, wie und wann sie es überbauen wollte. Damals war keine Eigentumswohnung verkauft. Ein späterer Verkauf einer Stockwerkeinheit hätte zu einer nachträglichen Sachverhaltsänderung geführt, die für die Veranlagung des ursprünglichen Landkaufs nicht relevant gewesen wäre. Infolge des engen Zusammenhangs zwischen dem Landkauf und dem Werkvertrag wurde die Handänderungssteuer zu recht sowohl auf dem Land- wie auch auf dem Werkpreis erhoben. (E. 6.3).\nImpôt sur les mutations (construction clé en mains)\n\nL’acquéreuse (société immobilière) a confié à sa société sœur (entreprise totale),\nqui appartient au même groupe, la réalisation du projet de bâtiment, comprenant\n46 logements en propriété, déjà avant l’achat du terrain. Il a été convenu que la\nsociété réalisant l’ouvrage chercherait des acquéreurs pour les logements et\nconclurait directement avec eux un contrat d’entreprise, tandis que la société\nimmobilière s’occuperait de leur vendre le terrain. La société réalisant l’ouvrage\ns’est engagée à commencer les travaux tout de suite, c’est-à-dire indépendamment de la vente des unités d’étage, et à respecter le prix convenu. La société\nimmobilière, de son côté, a accepté de verser un montant défini à l’avance pour\nl’ouvrage, pour le cas où les unités d’étage ne seraient pas vendues.\nLes personnes morales autonomes qui appartiennent à un même groupe (sociétés sœurs) ne sont, pour ce qui concerne l’impôt sur les mutations, pas considérées comme une seule entité (c. 6.1). La conclusion d’un contrat d’entreprise\npeut notamment découler d’une convention, étant donné que ce type de contrat\npeut être passé de manière informelle (c. 6.2). L’acquéreuse n’était plus libre, au\nmoment de l’acquisition, de choisir quand et comment elle voulait construire. A ce\nstade, aucun logement n’était vendu. La vente d’une unité d’étage dans un second temps aurait modifié les circonstances a posteriori, sans pour autant changer la manière dont l’achat initial devait être imposé. Du fait que le contrat de\nvente et le contrat d’entreprise sont étroitement liés, l’impôt sur les mutations\ndevait, à juste titre, être calculé aussi bien sur le prix du terrain que sur le prix de\nl’ouvrage (c. 6.3).\n\nSachverhalt\n\n"}