{"Signatur": "BE_VB_004", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2019-02-18", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_004_2014-JGK-1730_2019-02-18.pdf", "URL": "https://www.gba.dij.be.ch/content/dam/gba_dij/dokumente/de/entscheide/Beschwerdeentscheid 2014.JGK.1730 18.02.2019.pdf", "Checksum": "88a76ae8b8b75dd8a0fa4deda2294965"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2014.JGK.1730"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter 18.02.2019 2014.JGK.1730"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier 18.02.2019 2014.JGK.1730"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de l’intérieur et de la justice, Droit du registre foncier"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Direktion für Inneres und Justiz, Grundbuchämter"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Rund 10 Tage nach dem Erwerb eines Baugrundstückes schlossen die Käufer mit der Firma G einen Bauvertrag für die Erstellung einer schlüsselfertigen Baute zu einem festgelegten Pauschalpreis ab. Weitere 10 Tage später reichten die Käufer zusammen mit der Werkherstellerin ein Baugesuch ein. Gemäss den Aussagen der Käufer haben sie sich bereits vor dem Erwerb mit dem Hausbau befasst, aber erst nachher definitiv für ein bestimmtes Projekt entschieden. <br/>Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Käufer vor dem Landkauf rechtlich verpflichtet gewesen wären, mit der Firma G einen Bauvertrag abzuschliessen. Es ist auch nicht ersichtlich, dass sie einen Projektierungsvertrag abgeschlossen hätten oder für die Vorarbeiten der Werkherstellerin kostenpflichtig geworden wären, wenn es nicht zum Bauvertragsabschluss gekommen wäre. Allein das Indiz der zeitlichen Nähe zwischen dem Abschluss des Kauf- und Baurechtsvertrags genügt nicht für die Annahme, dass diese derart eng miteinander verbunden waren, dass mit dem Baulandkauf auch eine noch zu erstellende schlüsselfertige Baute erworben worden ist. 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Rien ne laisse non plus supposer qu'ils aient conclu un contrat pour l'étude du projet ou qu'ils auraient dû payer des travaux préparatoires si un contrat de construction n'avait pas été conclu. Le simple fait que seul un court laps de temps s'est écoulé entre la conclusion du contrat de vente et celle du contrat de construction ne suffit pas pour supposer que les deux contrats sont étroitement liés et qu'une construction clé en mains devant être réalisée a été acquise en même temps que le terrain. 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Gemäss den Aussagen der Käufer haben sie sich bereits vor dem Erwerb mit dem Hausbau befasst, aber erst nachher definitiv für ein bestimmtes Projekt entschieden. <br/>Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Käufer vor dem Landkauf rechtlich verpflichtet gewesen wären, mit der Firma G einen Bauvertrag abzuschliessen. Es ist auch nicht ersichtlich, dass sie einen Projektierungsvertrag abgeschlossen hätten oder für die Vorarbeiten der Werkherstellerin kostenpflichtig geworden wären, wenn es nicht zum Bauvertragsabschluss gekommen wäre. Allein das Indiz der zeitlichen Nähe zwischen dem Abschluss des Kauf- und Baurechtsvertrags genügt nicht für die Annahme, dass diese derart eng miteinander verbunden waren, dass mit dem Baulandkauf auch eine noch zu erstellende schlüsselfertige Baute erworben worden ist. Somit ist die Handänderungssteuer nur auf dem Bauland- und nicht auch auf dem Werkpreis zu erheben (E. 5).\n\nJustiz-, Gemeinde- Direction de la justice,\nund Kirchendirektion des affaires communales et\ndes Kantons Bern des affaires ecclésiastiques\ndu canton de Berne\n\nMünstergasse 2\nPostfach\n3000 Bern 8\nTelefon 031 633 76 78\nTelefax 031 634 51 54\n\n2014.JGK.1730\n(bisher 32.13-14.16)\n\nBeschw erdeentscheid vom 18. Februar 2019\n\nHandänderungssteuer (schlüsselfertige Baute)\n\nRund 10 Tage nach dem Erwerb eines Baugrundstückes schlossen die Käufer\nmit der Firma G einen Bauvertrag für die Erstellung einer schlüsselfertigen Baute\nzu einem festgelegten Pauschalpreis ab. Weitere 10 Tage später reichten die\nKäufer zusammen mit der Werkherstellerin ein Baugesuch ein. Gemäss den\nAussagen der Käufer haben sie sich bereits vor dem Erwerb mit dem Hausbau\nbefasst, aber erst nachher definitiv für ein bestimmtes Projekt entschieden.\n\nEs bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Käufer vor dem Landkauf rechtlich\nverpflichtet gewesen wären, mit der Firma G einen Bauvertrag abzuschliessen.\nEs ist auch nicht ersichtlich, dass sie einen Projektierungsvertrag abgeschlossen\nhätten oder für die Vorarbeiten der Werkherstellerin kostenpflichtig geworden\nwären, wenn es nicht zum Bauvertragsabschluss gekommen wäre. Allein das\nIndiz der zeitlichen Nähe zwischen dem Abschluss des Kauf- und Baurechtsvertrags genügt nicht für die Annahme, dass diese derart eng miteinander verbunden waren, dass mit dem Baulandkauf auch eine noch zu erstellende schlüsselfertige Baute erworben worden ist. Somit ist die Handänderungssteuer nur auf\ndem Bauland- und nicht auch auf dem Werkpreis zu erheben (E. 5).\n\nImpôt sur les mutations (construction clé en mains)\n\nEnviron dix jours après l’acquisition d’un terrain à bâtir, les acquéreurs ont conclu\navec la société G un contrat pour la réalisation d’une construction clé en mains à\nun prix forfaitaire défini par avance. A nouveau une dizaine de jours plus tard, ils\nont déposé une demande de permis de construire avec la société chargée de\nréaliser l’ouvrage. Selon les indications qu’ils ont fournies, ils s’étaient déjà intéressés à la construction d’un immeuble avant l’acquisition du terrain mais ne se\nsont décidés pour un projet déterminé que par la suite.\nIl n’existe aucune indication selon laquelle les acquéreurs se seraient engagés\njuridiquement, avant l’acquisition du terrain, à conclure un contrat de construction\navec la société G. Rien ne laisse non plus supposer qu’ils aient conclu un contrat\npour l’étude du projet ou qu’ils auraient dû payer des travaux préparatoires si un\ncontrat de construction n’avait pas été conclu. Le simple fait que seul un court\nlaps de temps s’est écoulé entre la conclusion du contrat de vente et celle du\ncontrat de construction ne suffit pas pour supposer que les deux contrats sont\nétroitement liés et qu’une construction clé en mains devant être réalisée a été\nacquise en même temps que le terrain. Par conséquent, l’impôt sur les mutations\nne doit être calculé que sur le prix du terrain et non sur le prix de l’ouvrage (c. 5).\n\nSachverhalt\n\nA.\nAm 26. August 2013 erwarben die Ehegatten D.______ von der E.______ AG\ndas Grundstück F.______ Gbbl. Nr. 1000 zum Preis von Fr. 221‘940.–. Der beurkundende Notar B.______ ging in der Selbstdeklaration vom Landpreis als Bemessungsgrundlage aus, was eine Handänderungssteuer von Fr. 3‘994.90\nergab. Mit Verfügung vom 8. Januar 2014 veranlagte das Grundbuchamt\nC.______ (GBA) die Handänderungssteuer jedoch auf Fr. 14‘491.80. Als Bemessungsgrundlage nahm es nicht nur den Landpreis, sondern auch den Werkpreis\nvon Fr. 583‘160.– (inkl. MWST) für die geplante schlüsselfertige Baute an.\nDie gegen seine Veranlagungsverfügung erhobene Einsprache vom 4. Februar\n2014 wies das GBA mit Einspracheverfügung vom 28. Februar 2014 ab.\n\n"}