Im Kontakt mit ihrer Tochter sei die Beschwerdeführerin 2 als zugewandt und fürsorglich erlebt worden, mit Verbesserung der depressiven Symptomatik habe sie sich auch aktiver mit der Tochter beschäftigt. Abends habe sie oft geweint und sich ins Zimmer zurückgezogen, da die Sorgen und Ängste vor der Zukunft und Erinnerungen an belastende Situationen in der Kollektivunterkunft aufkommen würden. Eine erneute Verschlechterung des Zustandsbilds nach Austritt sei wahrscheinlich. Ein Wechsel der Wohnsituation in eine ruhigere Umgebung würde sicherlich zur nachhaltigen Entlastung und Stabilisierung des psychischen Zustandes der Patientin beitragen.54