{"Signatur": "BE_VB_003", "Spider": "BE_Weitere", "Datum": "2020-03-11", "PDF": {"Datei": "BE_Weitere/BE_VB_003_2019-GEF-1397_2020-03-11.pdf", "URL": "https://www.gsi.be.ch/content/dam/gsi/dokumente-bilder/de/ueber-uns/generalsekretariat/rechtsabteilung/rechtssprechung/rechtsprechung-alt/2019/2019-gef-1397-anonymisiert.pdf", "Checksum": "fb2a78311289bdb55ba528bbe01dde04"}, "Scrapedate": "2025-07-24", "Num": ["2019.GEF.1397"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Gesundheits-, Sozial und Integrationsdirektion 11.03.2020 2019.GEF.1397"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de la santé, des affaires sociales et de l'intégration 11.03.2020 2019.GEF.1397"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Gesundheits-, Sozial und Integrationsdirektion"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction de la santé, des affaires sociales et de l'intégration"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Gesundheits-, Sozial und Integrationsdirektion"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Sozialhilfe: Kürzung des Grundbedarfs"}], "ScrapyJob": "446973/73/41", "Zeit UTC": "24.07.2025 02:25:54", "Checksum": "5f93c1519d88dc87326bcaecd0058c73", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Gesundheits-, Sozial und Integrationsdirektion 11.03.2020 2019.GEF.1397\nRegeste:\nSozialhilfe: Kürzung des Grundbedarfs\n\nGesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion\n\nRathausgasse 1\nPostfach\n3000 Bern 8\n+41 31 633 79 20 (Telefon)\n+41 31 633 79 09 (Fax)\ninfo.gsi@be.ch\nwww.be.ch/gsi\n\nReferenz: 2019.GEF.1397 / fri, stm\n\nBeschwerdeentscheid vom 11. März 2020\n\nin der Beschwerdesache zwischen\n\nX.___\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nY.___\nVorinstanz\n\nbetreffend Kürzung des Grundbedarfs für den Lebensunterhalt\n\n(Verfügung der Vorinstanz vom 14. August 2019)\n\n1/11\nGesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion\n2019.GEF.1397\n\nI. Sachverhalt\n\n1. X.___ (fortan: Beschwerdeführer) ist anerkannter Flüchtling und wird seit dem 20. Juli\n2018 vom Y.___ (Y.___; fortan: Vorinstanz) sozialhilferechtlich unterstützt. 1 Im April 2019 fand er\nein Stellenangebot als Schweisser im Kanton Aargau. Als Voraussetzung für eine Anstellung\nwurde ein zweiwöchiger Schweisskurs bei der A.___ vereinbart. Die Vorinstanz gab die dazu erforderliche Kostengutsprache von 2'600 Franken für den Kursbesuch. 2 Im Anschluss an den vom\n29. April bis am 10. Mai 2019 absolvierten Kurs begann der Beschwerdeführer seinen Arbeitseinsatz bei der B.___ (fortan: B.___), den ihm die C.___ (fortan: C.___) vermittelt hatte.3 Am 14. Juni\n2019 teilt der Beschwerdeführer der Vorinstanz mit, dass D.___ von der Firma B.___ den Arbeitseinsatz beendet habe. D.___ führte gegenüber der Vorinstanz am 18. Juni 2019 aus, dass vielmehr der Beschwerdeführer am 13. Juni 2019 die Baustelle ohne zurückzukehren verlassen\nhabe.4 Der Beschwerdeführer hält entgegen, er habe Reinigungsarbeiten ausführen und schwere\nLasten tragen müssen, obschon er einen Vertrag für Schweissarbeiten eingegangen sei. 5\n\n2. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs am 9. Juli 2019 kürzte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 14. August 2019 den Grundbedarf für den Lebensunterhalt\num 15 Prozent für die Dauer von drei Monaten.6\n\n3. Gegen diese Verfügung hat der Beschwerdeführer am 5. September 2019 bei der Ge-\nsundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) Beschwerde erhoben. Darin beantragt\ner sinngemäss die Aufhebung der Verfügung und verweist zur Begründung auf das Schreiben der\nArbeitsvermittlerin C.___.\n\n4. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die GEF leitete,7 holte die Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Beschwerdevernehmlassung vom 26. September 2019 die Abweisung der Beschwerde.\n\n5. Aufgrund der Direktionsreform wird die GEF seit dem 1. Januar 2020 als Gesundheits-,\nSozial- und Integrationsdirektion (GSI) bezeichnet.8 Die Instruktion der Beschwerdeverfahren erfolgt nach wie vor durch das Rechtsamt (Art. 10 OrV GSI9).\n\n1\nVorakten 4\n2\nVorakten 1, Seiten 2 und 3\n3\nVorakten 1, Seite 3, und Vorakten 5\n4\nVorakten 1, Seiten 6 und 7\n5\nVorakten 1 Seite 6\n6\nVorakten 11, Seite 3\n7\nArt. 10 der Verordnung vom 29. November 2000 über die Organisation und die Aufgaben der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (Organisationsverordnung GEF, OrV GEF; BSG 152.221.121; Version in Kraft bis 31.12.2019)\n8\nArt. 1 Abs. 1 Bst. b des Dekrets vom 11. September 2019 über die Aufgaben der Direktionen und der Staatskanzlei\nund die Direktionsbezeichnungen (ADSD; BSG 152.010)\n9\nVerordnung vom 29. November 2000 über die Organisation und die Aufgaben der Gesundheits -, Sozial- und Integrationsdirektion (Organisationsverordnung GSI, OrV GSI; BSG 152.221.121; Version in Kraft seit 01.01.2020)\n\n2/11\nGesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion\n2019.GEF.1397\n\n6. Auf die Rechtsschriften und Akten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den\nnachfolgenden Erwägungen eingegangen.\n\nII. Erwägungen\n\n1. Sachurteilsvoraussetzungen\n1.1 Die Vorinstanz ist gestützt auf einen Leistungsvertrag mit der GSI im Rahmen der ihr übertragenen Kompetenzen als Trägerschaft verfügungsberechtigt (Art. 46c SHG10). Ihre Verfügungen\nsind gestützt auf Art. 52 Abs. 1 SHG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. d VRPG11 bei der GSI anfechtbar. Angefochten ist die Verfügung der Vorinstanz vom 14. August 2019. Somit ist die GSI zur Beurteilung\nder Beschwerde vom 5. September 2019 zuständig.\n\n1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat der Verfügung ohne Weiteres zur Beschwerdeführung befugt (Art. 65 VRPG).\n\n1.3 Auf die gemäss Art. 67 VRPG form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde gegen die\nVerfügung vom 14. August 2019 ist einzutreten.\n\n1.4 Die GSI prüft, ob die Vorinstanz von einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des\nSachverhalts ausgegangen ist, ob sie Recht verletzt hat (einschliesslich allfälliger Rechtsfehler bei der\nAusübung des Ermessens) und ob die angefochtene Verfügung unangemessen ist (Art. 66 VRPG).\nDer GSI steht somit volle Kognition zu.\n\n2. Rechtliche Grundlagen der individuellen Sozialhilfe\n\n2.1 Allgemeines\n\n"}