Das Bundesgesetz über den Gewässerschutz gilt für alle ober- und unterirdischen Gewässer (Art. 2 GSchG). Ein oberirdisches Gewässer ist ein Wasserbett mit Sohle und Böschung sowie die tierische und pflanzliche Besiedlung (Art. 4 Bst. a GSchG). Auch ein verbautes, korrigiertes, überdecktes oder eingedoltes oberirdisches Gewässers bleibt ein oberirdisches Gewässer (vgl. Art. 4 Bst. m GSchG). Kein Rolle spielt, ob ein oberirdisches Gewässer natürlich entstanden oder künstlich angelegt wurde (vgl. Art. 41a Abs. 5 Bst. c GSchV). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erfasst das Gewässerschutzgesetz Wasser nicht als solches, sondern als Teil des natürlichen Wasserkreislaufs.