Bei unverbauten Gewässern bildet die Landoberfläche, die bei mittlerem Wasserstand von Wasser überdeckt153 und in der Regel vegetationsfrei ist, die Gerinnesohle.154 Auch nach dem Wasserbaugesetz setzt die Qualität als Fliessgewässer voraus, dass der Wasserlauf ein Bett gebildet hat (Art. 3 Abs. 2 WBG e contrario). Soweit sich eine Gerinnesohle bzw. ein Bachbett gebildet hat, gelten auch sehr kleine Wasserläufe als Fliessgewässer (vgl. Art. 41a Abs. 5 Bst. d GSchV). Wenn ein Fliessgewässer eingedolt wird, steht dies seiner Qualifizierung als Fliessgewässer nicht entgegen (vgl. Art. 41a Abs. 5 Bst. b GSchV, Art. 3 Abs. 1 WBG).