Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ab 1730 sei u.a. im Gebiet um Münchringen der Getreideanbau gestiegen. Die Aufhebung des Flurzwanges gegen Ende des 18. Jahrhunderts habe schliesslich zu einer eingreifenden Umwälzung in der Landwirtschaft geführt, die sich auch auf die Baustruktur ausgewirkt habe. Raumansprüche für Heulagerung und Stallfütterung seien gestellt worden. Die bisher vorherrschenden spätgotischen Hochstudbauten und die Pfettendächer mit den durch stehende Stuhlständer versperrten Dachräumen seien durch die Anfertigung von liegenden Stühlen zu grossen, stützenfreien Heubergeräumen weiterentwickelt worden. Diese hätten ideal befüllt werden können.