{"Signatur": "BE_VB_001", "Spider": "BE_BVD", "Datum": "2010-06-04", "PDF": {"Datei": "BE_BVD/BE_VB_001_110-2010-12_2010-06-04.pdf", "URL": "https://www.bvd-entscheide.apps.be.ch/tribunavtplus/ServletDownload/110_2010_12_7811dca371768b19355e09c52546d4fc8e57f0057cf5d0ad89943642fe581969e4f858b2e7e8064cff333f4bd40d484bdb7b67e33279842e216becc27a4a2d4af01b8363c88ff8118dac53cc4944cccb60898be8f425c837bd1e36d8fc0382f2?path=7811dca371768b19355e09c52546d4fc8e57f0057cf5d0ad89943642fe581969e4f858b2e7e8064cff333f4bd40d484bdb7b67e33279842e216becc27a4a2d4af01b8363c88ff8118dac53cc4944cccb60898be8f425c837bd1e36d8fc0382f2&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=110_2010_12", "Checksum": "d14aa8ee9dbe5f749d5e8f71f594c1ed"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["110 2010 12"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 04.06.2010 110 2010 12"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction des travaux publics et des transports 04.06.2010 110 2010 12"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 04.06.2010 110 2010 12"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Autorités administratives Direction des travaux publics et des transports"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Heidi Wiestner"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Plakatwerbestellen; Kommunale Reklamevorschriften | Burgdorf"}], "ScrapyJob": "446973/72/1609", "Zeit UTC": "20.01.2025 01:20:56", "Checksum": "d7d2a0ed0395820fc6e7b657e428ba0b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 04.06.2010 110 2010 12\nRegeste:\nPlakatwerbestellen; Kommunale Reklamevorschriften | Burgdorf\n\n ENTSCHEID\nDER\nBAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION\n\nRA Nr. 110/2010/12 Bern, 4. Juni 2010\n\nin der Beschwerdesache zwischen\n\nA.________, handelnd durch B.________\nBeschwerdeführerin\n\nund\n\nBaubewilligungsbehörde der Stadt Burgdorf, Baudirektion, Lyssachstrasse 92,\nPostfach 1540, 3401 Burgdorf\n\nbetreffend die Verfügungen der Baubewilligungsbehörde der Stadt Burgdorf vom\n15. Januar 2010 (2009-B0131/2009-B0185/2009-B0186; Plakatwerbestellen)\n\nI. Sachverhalt\n\n1. Die Beschwerdeführerin reichte am 7. Oktober 2009 bei der Stadt Burgdorf mehrere\nBaugesuche ein für die Erstellung bzw. Wiederherstellung von Plakatwerbestellen in den\nFormaten F4, F12 und F200 an folgenden Standorten:\n\n- Hauptbahnhof und C.________ Strasse:\n Erstellung 1 F12, D.________ Strasse 84, Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt Nr. E.________\n/ Baurecht Nr. F.________ (Mischzone 4 / ESP Süd)\n Wiederherstellung 1 F12, C.________ Strasse 90, Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt\nNr. G.________ (Bahnareal)\n Wiederherstellung 1 F12, C.________ Strasse 90, Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt\nNr. G.________ (Bahnareal)\n\n- Bahnhof H.________:\n2\n\n Erstellen 2 F4, Bahnhof H.________, Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt Nr. I.________\n(Mischzone 4 / Bahnareal / ZPP Bahnhof H.________)\n Erstellen 2 F200, Bahnhof H.________, Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt Nr. I.________\n(Mischzone 4 / ZPP Bahnhof H.________)\n\n- Bahnhof J.________:\n Erstellen 1 F12, Bahnhof J.________, Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt Nr. K.________\n(Bahnareal)\n Erstellen 1 F12, Bahnhof J.________, Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt Nr. K.________\n(Bahnareal)\n Erstellen 1 F200, Bahnhof J.________, Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt Nr. K.________\n(Bahnareal)\n\nMit drei Entscheiden vom 15. Januar 2010 erteilte die Stadt Burgdorf den Bauabschlag für\nalle Plakatwerbestellen.\n\n2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 4. Februar 2010 Beschwerde bei der\nBau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragt die\nAufhebung der Entscheide vom 15. Januar 2010 und die Erteilung der Baubewilligung. Sie\nmacht insbesondere geltend, es sei fraglich, ob die Stadt Burgdorf zuständig sei, über die\nBewilligung von Plakatwerbestellen auf Bahnarealen zu entscheiden. Es gehe darum, eine\nQualitätsverbesserung der Plakatstandorte auf dem Grundeigentum der BLS AG zu\nerzielen. Aufgrund der Vorgaben der Stadt Burgdorf sei dies nicht möglich. Fast alle im\nPlakatierungsplan definierten Standorte befänden sich auf öffentlichem Grund. Dies führe\nzu einem unzulässigen Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedeute einen\nWettbewerbsvorteil für die Stadt Burgdorf und deren Konzessionäre. Die verschiedenen\nAnbieter würden nicht rechtsgleich behandelt und es käme früher oder später zu einer\nMonopolsituation.\n\n3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den\nSchriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein.\n\nDie Stadt Burgdorf beantragt in ihrer Stellungnahme vom 8. März 2010, die Beschwerde\nsei abzuweisen. Sie macht insbesondere geltend, die zu beurteilenden Plakatwerbestellen\n\n1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrsund Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)\n3\n\ndienten nicht dem Bahnbetrieb und unterständen daher dem kantonalen Recht. Die Stadt\nBurgdorf sei somit für das Baubewilligungsverfahren zuständig gewesen. Sie habe\nstadteigene Vorschriften, welche die zulässigen Reklamestandorte\ngrundeigentümerverbindlich festlegten. Die von der Beschwerdeführerin geplanten\nStandorte entsprächen diesen Vorschriften nicht. Gründe für die Erteilung von\nAusnahmebewilligungen lägen nicht vor.\n\n4. Auf Aufforderung des Rechtsamtes hin gab die Stadt Burgdorf mit Schreiben vom\n3. Mai 2010 bekannt, welche der im Plakatierungsplan vorgesehenen Plakatstandorte für\nkommerzielle Werbung (F12, F200 und F200L) sich auf privatem Grund und welche sich\nauf öffentlichem Grund befinden. Anschliessend erhielten die Parteien Gelegenheit,\nSchlussbemerkungen einzureichen.\n\nDie Beschwerdeführerin führt in ihren Schlussbemerkungen im Wesentlichen aus, das\nReklamereglement führe zu einer Monopolstellung für die Gemeinde. Es gebe zwar\nStandorte auf privatem Grund, diese seien aber entweder zu unattraktiv oder bereits durch\nlangfristige Verträge vergeben.\n\n5. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den\nnachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.\n\nII. Erwägungen\n\n1. Sachurteilsvoraussetzungen\n\na) Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit\nBaubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der\nBeschwerde gegen den angefochtenen Entscheid zuständig.\n\n2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)\n4\n\nb) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer\nEinsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die\nBeschwerdeführerin, deren Baugesuche abgewiesen wurden, ist durch die vorinstanzlichen\nEntscheide beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und\nfristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.\n\n2. Zuständige Bewilligungsbehörde\n\n"}