{"Signatur": "BE_SRK_001", "Spider": "BE_Steuerrekurs", "Datum": "2018-06-12", "PDF": {"Datei": "BE_Steuerrekurs/BE_SRK_001_100-2017-123_2018-06-12.pdf", "URL": "https://www.strk-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/100_2017_123_c830a94d9e718d657b87fa094d2d42af850d09eb38ee689ec1b4a96c69397b94531dc694aaa73564264f97dab4f87ceb4e27a1cb18915a83f66ab3c69cf278349281e01c42cbd30f95abef2542ccd54e9922a917c4423a637622fc0d40b4231e?path=c830a94d9e718d657b87fa094d2d42af850d09eb38ee689ec1b4a96c69397b94531dc694aaa73564264f97dab4f87ceb4e27a1cb18915a83f66ab3c69cf278349281e01c42cbd30f95abef2542ccd54e9922a917c4423a637622fc0d40b4231e&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=100_2017_123", "Checksum": "39bc9211f1418c94bb0651a4b9aef9c1"}, "Scrapedate": "2026-03-31", "Num": ["100 2017 123"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Steuerrekurskommission 12.06.2018 100 2017 123"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Commission des recours en matière fiscale 12.06.2018 100 2017 123"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Steuerrekurskommission 12.06.2018 100 2017 123"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Steuerrekurskommission "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Commission des recours en matière fiscale "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Steuerrekurskommission "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kommissionsentscheide (KE)  der Steuerrekurskommission des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kantonale Steuern und direkte Bundessteuer 2014 + 2015 - Behinderungsbedingte Kosten / Heimkosten | die kantonalen Steuern"}], "ScrapyJob": "446973/20/2692", "Zeit UTC": "31.03.2026 17:25:11", "Checksum": "9389e45f612bb110aa82df59be906347", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Steuerrekurskommission 12.06.2018 100 2017 123\nRegeste:\nKantonale Steuern und direkte Bundessteuer 2014 + 2015 - Behinderungsbedingte Kosten / Heimkosten | die kantonalen Steuern\n\n100 17 123\n100 17 124\n200 17 100\n200 17 101\nGemeinde: E.________\nZPV-Nr.: ________\nEröffnung: 14.6.2018 PKA/JRO/cbi\n\nSTEUERREKURSKOMMISSION DES KANTONS BERN\n\nSitzung vom 12. Juni 2018\n\nEs wirken mit: Präsident Kästli, die Fachrichter Glauser und Glatthard sowie Röthlisberger als\nGerichtsschreiber\n\nIn der Rekurs- und Beschwerdesache\n\nvon\n\nA.________ und B.________\n\nvertreten durch\n\nC.________\n\ngegen\n\nSteuerverwaltung des Kantons Bern, Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern\n\nbetreffend die kantonalen Steuern sowie die direkte Bundessteuer 2014 und 2015\nhat die Steuerrekurskommission den Akten entnommen:\n\nA. Die Ehegatten A.________ (geboren 1926) und B.________ (geboren 1930; Rekurrenten)\nwohnen seit Dezember 2012 im Alters- und Pflegeheim D.________. In den Steuererklärungen\npro 2014 und 2015 machten die Rekurrenten Heimkosten bzw. selbstgetragene behinderungsbedingte Kosten von CHF 87'786.-- (2014) und CHF 90'763.-- (2015) geltend. Mit definitiven\nVeranlagungsverfügungen vom 6. Dezember 2016 wurden die Rekurrenten von der Steuerverwaltung des Kantons Bern, ________ (Steuerverwaltung) auf steuerbare Einkommen bei den\nkantonalen Steuern von CHF 96'100.-- (2014) bzw. CHF 87'500.-- (2015) und solche bei der\ndirekten Bundessteuer von CHF 92'700.-- (2014) und CHF 84'200.-- (2015) veranlagt. Das\nsteuerbare Vermögen wurde auf CHF 818'000.-- (2014) bzw. CHF 803'000.-- (2015) festgesetzt. Dabei wich die Steuerverwaltung u.a. insofern von der Selbstschatzung der Rekurrenten\nab, als sie die geltend gemachten behinderungsbedingten Kosten jeweils nicht akzeptierte. Dies\nmit der Begründung, dass bei einem Aufenthalt in einem Alters- und Pflegeheim ohne Pflegestufe bzw. in der Pflegestufe 0 keine Heimkosten als behinderungsbedingte Kosten berücksichtigt würden. Erst die Heimkosten, welche die Pflegestufe 0 überstiegen, seien als Krankheitskosten bzw. ab Pflegestufe 4 als behinderungsbedingte Kosten zu berücksichtigen. Da die Rekurrentin ab dem 9. Juni 2015 in der Pflegestufe 2 eingestuft worden sei, seien ihre Pflegekosten im Jahr 2015 (gemäss Tarifliste des Alters- und Pflegeheims D.________: CHF 31.35 pro\nTag) als Krankheitskosten berücksichtigt worden. Zusätzlich wies die Steuerverwaltung auf den\nEntscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern (Steuerrekurskommission) vom\n26. März 2015 (richtig: 7.6.2016; RKE 100.2015.82) hin, in der bereits für das Steuerjahr 2013\ndie Heimkosten der Rekurrenten aufgrund fehlender Behinderung nicht akzeptiert wurden. Gegen die Veranlagungsverfügungen pro 2014 und 2015 erhob C.________ (Vertreter) namens\nund im Auftrag der Rekurrenten mit Schreiben vom 16. Dezember 2016 (pro 2014) und vom\n20. Dezember 2016 (pro 2015) Einsprachen, welche die Steuerverwaltung mit Einspracheentscheiden vom 7. März 2017 abwies.\n\nB. Gegen diese Einspracheentscheide hat der Vertreter namens und im Auftrag der Rekurrenten mit Eingaben vom 17. März 2017 bei der Steuerrekurskommission Rekurse und Beschwerden erhoben und beantragt darin sinngemäss, die Einspracheentscheide pro 2014 und\n2015 seien aufzuheben und die Heimkosten vollständig als behinderungsbedingte Kosten zu\nberücksichtigen. Zur Begründung führt der Vertreter zusammengefasst aus, die Rekurrenten\nlebten aufgrund ihrer alters- und krankheitsbedingten Situation, die sich zwischenzeitlich verschlechtert habe, im Alters- und Pflegeheim D.________. Hierbei sei die Behinderung der Rekurrenten trotz der Pflegestufeneinteilung 0 anderweitig nachgewiesen worden (u.a. mit Hilfe\neines vom Arzt ausgefüllten Fragebogens). Ferner werde die Ansicht, dass durch die Einstufung\nin die Pflegestufe 0 die Heimkosten nicht eine Abgeltung von Betreuungs- und\n\n-2-\nPflegeleistungen darstellten, sondern als reine Lebenshaltungskosten zu qualifizieren seien,\nbestritten. Der Heimtarif, auf den sich die Steuerverwaltung beziehe, setze sich vielmehr aus\nden vier Kostenelementen Hotellerie, Betreuung, Infrastruktur sowie Pflege zusammen. Hierbei\nseien die Kosten für die Betreuung in den sog. Normkosten Aufenthalt (Pflegestufe 0) enthalten,\ndie aus den Kostenelementen Hotellerie, Betreuung und Infrastruktur beständen.\n\nC. Da am Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Verwaltungsgericht) eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Rekurrenten betreffend Heimkosten des Steuerjahrs 2013 hängig war,\nhat der Präsident der Steuerrekurskommission mit Verfügung vom 20. März 2017 die Rekursund Beschwerdeverfahren betreffend die Steuerjahre 2014 und 2015 bis zum Vorliegen des\nentsprechenden Entscheids pro 2013 sistiert. Nachdem der rechtskräftige Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 25. Juli 2017 (VGE 100.2016.193/194) vorlag, hat er die Verfahren\npro 2014 und 2015 am 14. September 2017 wieder aufgenommen. Im Lichte dieses Entscheids\nhat der Vertreter Gelegenheit erhalten, die Rekurse und die Beschwerden pro 2014 und 2015\nzu ergänzen oder diese ohne Kostenfolge zurückzuziehen. Mit Eingabe vom 27. September\n2017 hat der Vertreter die Rekurse und die Beschwerden ergänzt.\n\n"}