{"Signatur": "BE_OG_999", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2021-01-01", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_999_WSG-2020-16_2021-01-01.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/WSG_2020_16_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663764f390791bed3fc5d7f01eeb9b8d2842de3c05be28730041c2ff14ae8cf4b8e4898a873f3dce14156bffafc283afca057a6d7affba5d3f2e95fc7a414ac6417?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663764f390791bed3fc5d7f01eeb9b8d2842de3c05be28730041c2ff14ae8cf4b8e4898a873f3dce14156bffafc283afca057a6d7affba5d3f2e95fc7a414ac6417&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=WSG_2020_16", "Checksum": "b70dd1ea1f77040d75190ee36e33cba9"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["WSG 2020 16"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Sonstige Kammern 01.01.2021 WSG 2020 16"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autres Chambres 01.01.2021 WSG 2020 16"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Sonstige Kammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Autres Chambres"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Sonstige Kammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kantonales Wirtschaftsstrafgericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschluss Postauto 18.12.2020 | Strafgesetz"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 03:22:40", "Checksum": "21942898905f9646d0c051620bdaf4fc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Sonstige Kammern 01.01.2021 WSG 2020 16\nRegeste:\nBeschluss Postauto 18.12.2020 | Strafgesetz\n\nKantonales Tribunal cantonal\nWirtschaftsstrafgericht pénal économique\n\nSpeichergasse 8\n3011 Bern\nBeschluss\nTelefon +41 (0)31 636 24 40 WSG 20 16-21\nFax +41 (0)31 634 50 94\nWirtschaftsstrafgericht.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/wirtschaftsstrafgericht Bern, 18. Dezember 2020\n\nStrafverfahren\n\nBundesamt für Polizei, fedpol, Guisanplatz 1A, 3003 Bern\nhandelnd durch die Direktorin, A.________\nAnklagebehörde\n\ngegen\n\nB.________\nverteidigt durch Rechtsanwalt C.________ und Rechtsanwalt Dr. D.________\nBeschuldigter 1\n\nE.________\nverteidigt durch Fürsprecher F.________\nBeschuldigter 2\n\nG.________\nverteidigt durch Rechtsanwältin H.________ und Rechtsanwalt Dr. I.________\nBeschuldigter 3\n\nJ.________\nverteidigt durch Rechtsanwalt K.________\nBeschuldigter 4\n\nL.________\nverteidigt durch Maître M.________\nBeschuldigter 5\n\nN.________\nverteidigt durch Rechtsanwalt O.________\nBeschuldigter 6\nBeschluss i.S. B.________/ E.________/ G.________/ J.________/ L.________/ N.________(WSG 20 16-21)\nSeite 2 von 12\n\nbetreffend aller Beschuldigter wegen mehrfachen (teils versuchten) Leistungsbetrugs (Art.\n14 VStrR)\n\nDas Gericht beschliesst:\n\n1. Das Verwaltungsstrafverfahren gegen die Beschuldigten B.________, E.________,\nG.________, J.________, L.________ und N.________ gemäss den Schlussprotokollen vom 29. Juni 2020 (Aktenzeichen 18-0055) wird gestützt auf Art. 329 Abs. 2 StPO\nan die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Wirtschaftsdelikte, zurückgewiesen.\n\n2. Die Rechtshängigkeit des Verfahrens wird an die Staatsanwaltschaft des Kantons\nBern, Wirtschaftsdelikte, zurückübertragen (Art. 329 Abs. 3 StPO).\n\n3. Die Ergebnisse sämtlicher durch den Verfahrensleiter Hans Mathys und seinen Stellvertreter Pierre Cornu selbst durchgeführten oder direkt angeordneten Verfahrenshandlungen sind aus den Akten des Verfahrens 18-0055 zu entfernen, bis zum\nrechtskräftigen Abschluss dieses Verfahrens unter Verschluss zu halten, und anschliessend zu vernichten.\n\n4. Das Gericht wird den Medien am 18. Dezember 2020, 14:00 Uhr, beiliegende Medienmitteilung zukommen lassen. Die Parteien haben die Möglichkeit, bis am 18. Dezember 2020, 11.00 Uhr, Einwände gegen den Text der Medienmitteilung vorzubringen.\n\n5. Dieser Entscheid ist nicht anfechtbar.\n\n6. Zu eröffnen:\n- dem Beschuldigten 1, B.________, v.d. Rechtsanwälte C.________ und Dr.\nD.________ (Einschreiben, vorab per Fax);\n- dem Beschuldigten 2, E.________, v.d. Fürsprecher F.________ (Einschreiben,\nvorab per Fax);\n- dem Beschuldigten 3, G.________, v.d. Rechtsanwältin H.________ und Rechtsanwalt Dr. I.________ (Einschreiben, vorab per Fax);\n- dem Beschuldigten 4, J.________, v.d. Rechtsanwalt K.________ (Einschreiben,\nvorab per E-Mail);\n- dem Beschuldigten 5, L.________, v.d. Maître M.________ (Einschreiben, vorab\nper Fax);\n- dem Beschuldigten 6, N.________, v.d. Rechtsanwalt O.________ (Einschreiben,\nvorab per E-Mail);\n- dem fedpol, Direktorin A.________ (Einschreiben, vorab per E-Mail);\n- dem Leitenden Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Wirtschaftsdelikte, Dr.\nP.________ (interne Post, vorab per E-Mail).\nBeschluss i.S. B.________/ E.________/ G.________/ J.________/ L.________/ N.________(WSG 20 16-21)\nSeite 3 von 12\n\nBegründung:\nProzessuales\n1. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Wirtschaftsdelikte vom 10. September 2020\nwurden die Schlussprotokolle im Verfahren \"fedpol 18-0055\", geführt gegen\nB.________, E.________, G.________, J.________, L.________ und N.________,\nsowie sämtliche Verfahrensakten gestützt auf Art. 73 VStrR dem Kantonalen Wirtschaftsstrafgericht als Kollegialgericht zur Beurteilung überwiesen (pag. WSG 18 001\nff.).\n\n2. Die Verfahrensleitung forderte die Parteien nach einer ersten summarischen Prüfung\nder Schlussprotokolle und der Akten mit Verfügung vom 29. September 2020 gestützt\nauf Art. 329 StPO auf, zur Frage der Zulässigkeit der Delegation der Verfahrensleitung\nan verwaltungsfremde Personen, zur Frage der Folgen einer allfälligen Ungültigkeit\nderselben, sowie zur Frage, ob die Schlussprotokolle dem Akkusationsprinzip standhalten, Stellung zu nehmen (pag. WSG 18 197 ff.).\n\n3. Bereits vor der ersten Verfügung der Verfahrensleitung hatten die Verteidigerinnen\nund Verteidiger der Beschuldigten B.________, J.________, G.________ und\nN.________ mit unaufgefordert eingereichten Eingaben vom 23. bzw. 24. September\n2020 unter anderem geltend gemacht, die Anklagen (bzw. die Schlussprotokolle) seien zurückzuweisen, zusammengefasst deswegen, weil eine gesetzliche Grundlage für\ndie Delegation der Verfahrensleitung des Verwaltungsstrafverfahrens an verwaltungsexterne Personen fehle und daher sämtliche Verfahrenshandlungen der Verfahrensleitung und namentlich die Schlussprotokolle nichtig seien (vgl. pag. WSG 18 109 ff.).\n\n4. Mit Eingabe vom 16. Oktober 2020 nahm der Verteidiger des Beschuldigten\nE.________ fristgerecht zu den mit Verfügung vom 29. September 2020 aufgeworfenen Fragen Stellung (pag. WSG 18 207 ff.). Die Verteidigerinnen und Verteidiger der\nBeschuldigten J.________, G.________, B.________ und N.________ verwiesen mit\nSchreiben vom 19. respektive 20. Oktober 2020 primär auf ihre Eingaben vom 23. respektive 24. September 2020 und bestätigten die gestellten Anträge (pag. WSG 18\n214 ff. / 18 244).\n\n"}